27.04.2006

Prostatakrebs: Sinn und Unsinn der Vorsorge

Diagnose und Therapie: Nach dem Test

Was passiert, wenn der PSA-Wert erhöht ist?

Der PSA-Wert steigt mit zuneh­men­dem Alter durch die Vergrö­ßerung der Prostata an. Um einen einheit­lichen Normalwert festzulegen, hat man sich auf 4 Nanogramm pro Milliliter Blut als Grenzwert geei­nigt. Viele Urologen handhaben diesen Wert je nach Alter des Patienten flexibel.

Erhöhte Werte können verschie­dene Ursachen haben, zum Beispiel eine gutartige Prostatavergrößerung oder eine Prostataentzündung. Deshalb bestimmt der Arzt die Größe der Prostata durch Tast- und Ultraschalluntersuchungen und setzt sie ins Verhältnis zum PSA-Wert. Ist die Prostata vergrößert, kann man abwarten und den PSA-Wert regelmäßig kontrollieren. Wenn sie nicht vergrößert ist, wird eine mögliche Entzündung mit Antibiotika behandelt und danach der PSA-Wert erneut bestimmt.

Scheiden beide Möglichkeiten als Ursache für den erhöhten Wert aus, entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe. Bestätigt diese Biopsie den Krebsverdacht, kann man bei einer sehr geringen Aus­dehnung und einem wenig aggressiven Krebs zunächst ab­war­ten und regelmäßig kontrollieren. Ansonsten wird in der Regel operiert. Stattdessen ist auch eine Strahlenbehandlung möglich, entweder von außen oder mittels kleiner radioaktiver Kapseln – so genannter Seeds –, die in die Prostata eingeführt werden. Eine Testosteronblockade kann das Krebswachstum bremsen.

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