25.10.2012

Auto­kinder­sitze: 202 Sitze im Test – Sicherheit für Ihr Kind

Drei Sitze für ein Kinder­leben

Autokindersitze Test

Ein perfekter Kinder­sitz für große und kleine Kinder? Das lässt sich kaum machen. Experten empfehlen zwei bis drei Sitze für ein Kinder­leben – von der Geburt bis zum 12. Lebens­jahr. Mitwachsende Sitze können das dritte und vierte Modell ersparen. Am Anfang reisen die kleinen Passagiere erst­mal rück­wärts.

Rück­wärts ist angesagt

Babys und Klein­kinder reisen am sichersten gegen die Fahrt­richtung. Bei einem Aufprall ist ihre empfind­liche Hals­wirbel­säule so besser geschützt. Babyschalen sind rück­wärts gerichtet konstruiert. Unfall­forscher empfehlen den rück­wärts gerichteten Sitz auch für ältere Kinder. Etwa bis vier Jahre. In Skandinavien sind solche Sitze längst üblich. Deutsche Eltern zögern noch. Die rück­wärts gerichteten Sitze brauchen mehr Platz. Der Einbau in Kleinwagen ist schwierig. Oft muss der Beifahrersitz ganz nach vorne rücken. Die Mühe aber, zahlt sich aus: durch mehr Sicherheit.

Sitz­erhöhung reicht nicht

Kinder ab vier Jahren fahren in ihren Sitzen dagegen stets in Fahrt­richtung. Die Nackenmuskulatur ist bei größeren Kindern besser ausgeprägt und der Kopf ist im Vergleich zum Körper nicht mehr so schwer. Gut ange­schnallt und geschützt im Kinder­sitz können ältere Kinder die Schleuderkräfte bei einem Unfall sicher über­stehen. Auto­gurt und Sitz­erhöhung reichen dafür nicht. Nur ein Kinder­sitz mit Rückenlehne, Kopf­stütze und Seiten­schutz ist sicher. Gönnen Sie Ihrem Kind diese Sicherheit.

Hinten oder vorn?

Ob der Kinder­sitz vorn oder hinten im Fahr­zeug montiert wird, spielt für die Sicherheit dagegen kaum eine Rolle. Auch der Beifahrersitz ist ok. Wichtig: Schalten Sie den Beifahrer-Airbag ab, wenn Sie einen rück­wärts gerichteten Sitz montieren. Der explodierende Luft­sack würde das Kind bei einem Unfall sonst förmlich erdrü­cken. Für vorwärts­gerichtete Kinder­sitze gilt: Beifahrersitz nach hinten zurück­schieben. Airbag ange­schaltet lassen.

Fang­tisch oder Hosen­träger

Kleine Kinder müssen in ihren Sitzen besonders gesichert werden. Kinder­sitze der Norm­gruppe I (9 bis 18 kg) haben deshalb Hosen­trägergurte oder einen Fang­tisch. Der Crashtest zeigt: Kinder­sitze mit Fang­tisch sind besonders sicher. Bei einem Unfall rollt das Kind über den gepols­terten Fang­tisch ab. Bewegung und Polster vermindern die Kräfte, die in den kleinen Körper dringen. Außerdem können die Eltern hier wenig falsch machen: Kinder­sitze mit Fang­tisch sind einfach in der Hand­habung. Kind reinsetzen, Fang­tisch fest­schnallen, fertig. Hosen­trägergurte sind auch nicht kompliziert, müssen aber fest angezogen werden, damit das Kind sicher sitzt. Eltern lassen hier oft zu viel Spiel. Gut angegurtet sitzt das Kind auch mit Hosen­trägergurt sicher.
Tabelle: Sitze mit Fangtisch
Tabelle: Sitze mit Hosenträgergurt.

Drei Sitze für ein Kinder­leben

Experten empfehlen zwei bis drei Sitze für ein Kinder­leben:
1. Sitz: Eine Babyschale für die ersten 10 bis 15 Monate,
2. Sitz: Gruppe I Sitz bis zum vierten Lebensjahr und
3. Sitz: Ein mitwachsender Sitz der Gruppe II/III für die Zeit von 4 bis 12 Jahren.
Alternativen:
Ein mitwachsender Sitz der Gruppe 0/I, der Babyschale und Kinder­sitz vereint,
ein mitwachsender Sitz der Gruppe I/II/III.
Dann braucht es insgesamt nur zwei Sitze.

Immer gut einstellen

Wichtig: Stellen Sie den Sitz immer optimal auf Ihr Kind ein.
Die folgenden Tipps helfen dabei.
Tipps: So fährt Ihr Kind sicher
Ab 12 Jahren oder einer Körpergröße von 1,50 Meter reicht für Kinder dann der Sicher­heits­gurt im Auto.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Die Norm­gruppen

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