20.09.2011

Private Renten­versicherung: Neun Angebote sind gut

Private Rentenversicherung Test

Die private Renten­versicherung ist für viele Menschen ein wichtiger Teil ihrer Alters­vorsorge: 19 Millionen Verträge gibt es in Deutsch­land. Die Unter­suchung von Finanztest zeigt: Es kommt darauf an, ein gutes Angebot zu wählen. Allein die Unterschiede bei der garan­tieren Rente machen über die Jahre mehrere Tausend Euro aus. Der Test hilft, den optimalen Tarif zu finden.

Klassische private Rentenversicherungen 10/2011 - Für Frauen - Mit Finanztest-Qualitätsurteil

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Klassische private Rentenversicherungen 10/2011 - Für Frauen - Ohne Finanztest-Qualitätsurteil

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Klassische private Rentenversicherungen 10/2011 - Für Männer - Mit Finanztest-Qualitätsurteil

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Test Private Renten­versicherung finanztest 10/2011
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Entschlossene sollten noch 2011 handeln

Wer schon wild entschlossen ist, eine private Renten­versicherung abzu­schließen, sollte es noch im Jahr 2011 tun. Denn der Garan­tiezins für neu abge­schlossene Verträge sinkt ab 2012 von derzeit 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent. Das heißt nicht, dass Kunden unbe­dingt weniger Rente bekommen. Denn zum Garan­tiezins können Über­schüsse hinzukommen. Der Unterschied ist nur: Die Garantie ist sicher, Über­schüsse sind es nicht. Trotzdem gilt: Wenn sich Kunden bereits entschieden haben, eine private Renten­versicherung abzu­schließen, dann sollten sie jetzt unter­schreiben und die höhere Garantie mitnehmen.

Generali, Ergo und ÖSA sind sehr teuer

Je nied­riger die garan­tierte Rente ist, desto mehr zieht der Versicherer für Kosten ab. Sehr teuer sind zum Beispiel die Tarife von Generali, Ergo und ÖSA. Die 37-jährige Modell­kundin in der Finanztest-Unter­suchung erhält je nach Anbieter eine Zusage zwischen 165 Euro und 188 Euro Monats­rente. Dafür zahlt sie 30 Jahre lang jähr­lich einen Beitrag von 1 200 Euro. Männer erhalten wegen ihrer durch­schnitt­lich kürzeren Lebens­erwartung mehr Rente. Im Fall des ebenfalls 37-jährigen Modell­kunden sind es zwischen 178 Euro und 204 Euro. In 25 Jahren Rentenbe­zug kommen so schon 7 800 Euro Unterschied zusammen.

Eine Wette auf ein langes Leben

Wer nicht damit rechnet, sehr alt zu werden, hat womöglich nichts von einer privaten Renten­versicherung. Bei den getesteten Angeboten muss ein Mann, dessen Rente mit 67 Jahren beginnt, je nach Tarif zwischen 15 und 17 Jahren Rente beziehen – nur um seine Beiträge wieder heraus­zubekommen. Erst danach kommt er ins Plus. Er ist dann schon mindestens 82 Jahre alt. Dieses Alter erreichen sehr viele Menschen gar nicht. Nach Angaben des Statistischen Bundes­amtes waren von den 2009 gestorbenen Männern 22 Prozent jünger als 65 Jahre; 33 Prozent waren jünger als 70 Jahre. Eine private Renten­versicherung ist also auch eine Wette auf ein langes Leben.

Über­schüsse steigern die Rente

Die Höhe der garan­tierten Rente ist mit 40 Prozent in das Test­urteil von Finanztest einge­gangen. Ebenfalls 40 Prozent macht der Anla­geerfolg des Versicherungs­unter­nehmens aus. Er ist ein wichtiger Indikator für die künftige Höhe der Rente. Denn je mehr der Versicherer mit dem Kunden­guthaben am Kapitalmarkt erwirt­schaftet, desto höher ist am Ende die Rente aus Über­schüssen. Sie ergänzt die garan­tierte Rente. Am besten schnitt beim Anla­geerfolg die Europa ab. Eindeutiges Schluss­licht ist die Generali. Sie konnte ihren Anla­geerfolg seit dem Höhe­punkt der Finanz­krise 2008 nicht verbessern. Doch auch von anderen Unternehmen dürfen die Versicherungs­kunden bei lang­fristig nied­rigen Zinsen keine hohen Über­schüsse erwarten.

Unflexible Verträge bei manchen Versicherern

Den zweit­besten Anla­geerfolg im Test verzeichnete die Interrisk. Allerdings: Im Prüf­punkt „Flexibilität“, der 10 Prozent des Qualitäts­urteils ausmacht, bekam sie nur ein Mangelhaft. Ähnlich schlecht schnitt hier die Europa ab. Bei beiden Gesell­schaften kann der Kunde den geplanten Renten­beginn nicht auf einen späteren Zeit­punkt hinaus­schieben. Die Interrisk spielt außerdem nicht mit, wenn ein Versicherter mal schlechter verdient und einige Zeit mit den Beiträgen aussetzen möchte. „Ein Renten­konzept für eine umfassende Vorsorge“ wirbt die Interrisk für ihre Renten­versicherung. Für Selbst­ständige mit schwankendem Einkommen muss das wie Hohn klingen. Dies gilt auch für den Werbespruch der Generali: „Der Klügere schließt ab.“ Ihr Angebot war das schlechteste im Test.

Chat Private Renten­versicherung

Haben Sie weitergehende Fragen zum Thema? Die Finanztest-Experten Theo Pischke und Michael Beumer standen am Mitt­woch, den 28.09., im Chat auf test.de Rede und Antwort. Hier lesen Sie das Chatprotokoll.

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