18.05.2004

Private Haftpflichtversicherung: Schutz vor Ruin

Private Haftpflichtversicherung Test

Eine private Haftpflichtversicherung braucht jeder. Denn wer einen Schaden verursacht, haftet - notfalls sogar mit seinem gesamten Vermögen. Das kann bei großen Schäden schnell zum finanziellen Ruin führen. Die Absicherung ist nicht einmal besonders teuer: Gute Policen gibts schon ab 50 Euro im Jahr. Teure Angebote müssen nicht unbedingt besser sein. Finanztest hat 99 Tarife untersucht und sagt, wo es günstigen Schutz gibt, welche Extras sinnvoll sind und was Versicherte im Schadensfall beachten sollten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Private Haftpflichtversicherung

Versicherungssumme wichtig

Die Höhe der Versicherungssumme ist besonders wichtig. Sie sollte pauschal mindestens 3 Millionen Euro für Sach- und Personenschäden betragen. Wer eine geringere Summe wählt, ist möglicherweise nicht ausreichend geschützt. Gerade bei Unfällen mit Personenschäden gehen die Schäden leicht in die Millionenhöhe.

Geringerer Beitrag

Die Preisunterschiede im Test sind groß. Die günstigsten Normaltarife liegen bei etwa 50 Euro im Jahr - die teuersten bei mehr als 150 Euro. Doch die teuren Angebote sind nicht unbedingt besser. Oft enthalten sie nur wenige Extras, wichtige Punkte können sogar fehlen. Versicherer bieten zudem Tarife mit Selbstbehalt an. Kunden zahlen dafür einen geringeren Beitrag, müssen sich aber bei jedem Schaden mit 150 bis 250 Euro beteiligen. Dies lohnt sich meist nicht: Gerade solche Bagatellschäden kommen häufig vor.

Individueller Schutz

Neben dem Grundschutz bieten die meisten Versicherer bestimmte Extras, die entweder im Beitrag enthalten oder gegen geringen Aufpreis mitversichert sind. Sinnvoll ist etwa die Forderungsausfalldeckung. Dann springt der eigene Versicherer ein, wenn jemand dem Versicherten einen Schaden zufügt, diesen aber nicht ersetzen kann, weil er selbst nicht versichert und zahlungsunfähig ist. Andere Extras hängen von der entsprechenden Lebenssituation ab. Für Mieter ist beispielsweise die Absicherung beim Verlust fremder Schlüssel sinnvoll. Denn wer in einem Haus mit Zentralschließsystem wohnt und seine Schlüssel verliert, muss im schlimmsten Fall den Austausch aller Schlösser zahlen. Hausbesitzer sollten daran denken, auch Schäden durch private Heizöltanks mitzuversichern, so sie denn mit Öl heizen.

Kein Versicherungsschutz

Die Versicherung zahlt nicht, wenn der Kunde absichtlich jemanden verletzt oder etwas zerstört. Auch Schäden an gemieteten oder geliehenen Sachen sind meist nicht mitversichert. Und ist der Versicherte überhaupt nicht für den Schaden verantwortlich, zahlt die Versicherung ebenfalls nicht. Ist der Geschädigte damit nicht einverstanden, übernehmen Versicherer auch die Kosten in einem Rechtsstreit.

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