In keinem Haushalt sollte sie fehlen: Eine Privathaftpflichtversicherung. Denn grundsätzlich haftet jeder für Schäden, die er schuldhaft verursacht - und zwar in unbegrenzter Höhe. So kann eine kleine Unachtsamkeit schnell in den finanziellen Ruin führen, wenn die Privathaftpflichtversicherung fehlt. Dabei sollten Versicherte ihren Schutz nicht nur nach dem Preis auswählen. Wichtig sind auch die versicherten Risiken und die Versicherungssumme. Sonst sind Betroffene möglicherweise nicht gegen alle Schadenersatzforderungen geschützt. Finanztest hat 92 Tarife der Privathaftpflichtversicherung untersucht und sagt, welche Versicherung besonders günstig ist, welche Leistungen versichert sind und worauf Kunden achten sollten.
Mindestens drei Millionen
Die Versicherungssumme einer Privathaftpflichtversicherung sollte mindestens drei Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden betragen. Dann sind Versicherte gegen mögliche Schadenersatzansprüche genügend abgesichert. Daher sind nur Anbieter berücksichtigt, die mindestens diese Summe vereinbaren.
Extras ohne Aufschlag
Über die Grundabsicherung hinaus bieten die meisten Versicherer Extras an, für die sie keinen Zuschlag verlangen. Diese variieren je nach Tarif. Sinnvoll ist beispielsweise die Forderungsausfalldeckung. Ihr Prinzip: Die Haftpflichtversicherung eines Geschädigten springt dann ein, wenn jemand ohne Versicherungsschutz einen Schaden verursacht und dann nicht zahlen kann. Weitere mögliche Extras sind die Versicherung von Schäden während eines Auslandsaufenthaltes oder die Absicherung bei Schäden durch lecke Heizöltanks.
Je nach Lebenssituation
Eine Privathaftpflichtversicherung sollte immer der individuellen Lebenssituation angepasst sein. Haus- und Wohnungseigentümer sollten Schäden bei kleinen Bauvorhaben mindestens bis zu einer Summe von 25.000 Euro mitversichern. Bei größeren Bauvorhaben ist jedoch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung notwendig. Mieter sollten auf folgende Absicherung achten:
- Mietsachschäden. Schäden, die Mieter in der Wohnung oder im Wohnhaus verursachen sind mit mindestens 150.000 Euro versichert. Dieser Schutz gilt auch in gemieteten Ferienhäusern.
- Verlust fremder Schlüssel. Schäden durch den so genannten „Verlust fremder Schlüssel“ sind mit mindestens 5.000 Euro mitversichert oder aber gegen einen geringen Aufschlag versicherbar. Zu diesen fremden Schlüsseln zählen auch die Wohnungsschlüssel, wenn Sie in einem Mietshaus wohnen.
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