24.06.2011

Personal Computer: Maschine mit Hertz

Grafikkarte: Daten in Sicht

Personal Computer Special
Mehr Bilder pro Sekunde: Extra-Platinen bringen Pixel in Schwung.

Die schönste und schnellste Berechnung nutzt überhaupt nichts, wenn von den Daten nichts zu sehen ist. Die Aufbereitung von Bits und Bytes für den Bildschirm besorgt ein spezieller Prozessor. Auf Computer-Chinesisch heißt er Graphics Processing Unit oder kurz: GPU.

Option auf Wechsel

Bei den meisten Computern sitzt der Grafik-Prozessor auf einer austauschbaren Extra-Platine, die Grafikkarte genannt wird. Wesentlich billiger, aber auch nur begrenzt leistungsfähig sind fest auf der Hauptplatine verdrahtete Grafiklösungen.

Punktgenaue Berechnung

Wichtig ist die Qualität und Leistung der Grafikkarte vor allem für Spieler. Sie muss die dreidimensionalen Bilder für aufwändige Bildschirmabenteuer berechnen. Millionen von Bildpunkten in unzähligen Farben müssen ständig neu aufbereitet werden. Wenn die Leistung des Grafik-Prozessors nicht ausreicht, werden zu wenig Bilder pro Sekunde angezeigt. Die Folge: Der Spielfluss stockt. Bewegungen auf dem Bildschirm werden eckig. Für extreme Anforderung lassen sich bestimmte Grafikkarten parallel einsetzen.

Eigener Speicher für mehr Tempo

Hochleistungsgrafikkarten für Spieler verfügen über bis zu drei Gigabyte eigenen Arbeitsspeicher, damit der Prozessor nicht im Leerlauf warten muss, bis die fertig berechneten Bilder angezeigt und neue Daten geladen werden können. Der spezielle Grafikspeicher arbeitet noch schneller als der Hauptspeicher des Rechners. Auf der Hauptplatine montierte Grafikprozessoren, die den normalen Arbeitsspeicher mitbenutzen („shared Memory“), sind deutlich weniger leistungsfähig. Weitere Leistungssteigerung sind durch Einsatz mehrerer Prozessoren parallel zueinander möglich.

Sparen ohne Bildverlust

Höchstleistungen der Grafikkarte werden nur bei 3D-Spielen gebraucht. Die meisten PC-Nutzer können sich die stolzen Preise für Spezial-Grafikkarten mit Extra-Beschleunigung sparen. Für normale Office-Programme, Internet, Bildbearbeitung und sogar die DVD-Wiedergabe reicht die Leistung sämtlicher gängiger Grafikprozessoren in der Regel locker aus. Bei unscharfer oder flimmernder Anzeige sind meist fehlerhafte Einstellungen oder der Monitor Schuld. Bei älteren Systemen allerdings kann der Einbau einer neuen Grafikkarte die Bildqualität deutlich verbessern.

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