Millionen von Singles suchen nach einem Partner – und nutzen dafür Singlebörsen und Partnervermittlungen im Internet. Der Test der Datingportale zeigt: Nicht alle Anbieter sind seriös. Etwa Flirtcafe. Hier wirken viele Mitglieder nicht authentisch. Weitere Mängel führen zur Note mangelhaft. Nur ein Portal erhielt die Note gut.
Probleme beim Datenschutz und beim Kleingedruckten
Die meisten Partnerbörsen im Internet sind nur durchschnittlich. Von den 14 getesteten Onlinebörsen erhielt lediglich Parship ein Gut. Doch auch das kostenlose Portal im Test schneidet immerhin befriedigend ab. Das schwache Abschneiden liegt jedoch weniger an der Vermittlung, sondern meist am laxen Umgang der Anbieter mit den Nutzerdaten und an unfreundlichen Geschäftsbedingungen.
Singlebörsen und Partnervermittlung
Die Stiftung Warentest hat zwei Varianten der Partnersuche im Internet getestet – Singlebörsen und Partnervermittlungen:
- Singlebörsen. Nutzen eher jüngere Leute. Hier geht es nicht primär um den Partner fürs Leben, sondern mehr ums Flirten, Spaßhaben und Neue-Freunde-Finden. Die Mitglieder durchforsten hier die Datenbank nach passenden Partnerprofilen.
- Partnervermittlungen. Sie unterbreiten ihren Kunden nach einem Persönlichkeitstest Partnervorschläge. Das Publikum ist hier etwas älter und eher an langfristigen Partnerschaften interessiert.
Kommunizieren mit potenziellen Partnern können die Nutzer der Portale meist erst, wenn sie bezahlt haben. Mit Infos zu Kosten und Vertragsbedingungen halten viele Anbieter lange hinter dem Berg. Dafür werden diejenigen, die sich kostenlos angemeldet haben, mit einer Flut von Kontaktanfragen geködert.
Kostenlos kaum schlechter
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Rund sieben Millionen Singles sollen in Deutschland in Online-Partnerbörsen auf der Suche sein. Ein lukratives Geschäft für die Betreiber. Der Branchenumsatz hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht und lag im Jahr 2009 bei rund 180 Millionen Euro. Doch Menschen auf der Suche nach einer Beziehung müssen nicht zwingend Geld ausgeben: Finya ist das einzige kostenlose Portal im Test und bietet doch den nahezu gleichen Service wie die kostenpflichtige Konkurrenz. Das Portal, das sich über Werbung finanziert, ist sogar besser als viele kostenpflichtige Anbieter. Nur bei der Datenverschlüsselung hapert es. Doch in diesem Punkt sind viele andere auch nicht besser.
Elitepartner schützt Kundendaten vorbildlich
So sind die Datenschutzvereinbarungen von eDarling, Flirtcafe, Friendscout24, neu.de und partner.de unwirksam, weil sich die Anbieter zum Beispiel ein zu weitgehendes Recht an der Nutzung der Kundendaten einräumen. Und bei der Datenübertragung wird oft viel zu wenig Sorgfalt auf die Verschlüsselung gelegt. Zwar schützen bis auf Flirtcafe alle die sensiblen Zahlungsdaten, nicht aber persönliche Angaben und Anmeldedaten. Die werden häufig lesbar übermittelt. Für Angreifer ist es damit möglich, einen Zugriff auf das Profil zu erhalten. Nur Elitepartner schützt die Kundendaten vorbildlich.
Viele unwirksame Klauseln
Verträge über das Internet können meist innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Darauf muss der Anbieter eindeutig hinweisen. Doch einige Widerrufsbelehrungen sind nicht korrekt und damit unwirksam. Folge: Der Kunde kann in diesem Fall jederzeit widerrufen. Im Test ist das bei Friendscout24, Flirtcafe, flirt-fever und partnersuche.de der Fall. Vier Anbieter haben deutliche und zwei sogar sehr deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie verwenden unwirksame Klauseln, etwa zu Kündigungsfristen und Rückzahlungsmodalitäten, die die Kunden benachteiligen. Seriosität sieht anders aus.
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