24.02.2011

Part­nerbörsen: Wo sich die Suche lohnt

Partnerbörsen Test

Millionen von Singles suchen nach einem Partner – und nutzen dafür Singlebörsen und Partner­ver­mitt­lungen im Internet. Der Test der Datingportale zeigt: Nicht alle Anbieter sind seriös. Etwa Flirtcafe. Hier wirken viele Mitglieder nicht authentisch. Weitere Mängel führen zur Note mangelhaft. Nur ein Portal erhielt die Note gut.

Partnervermittlungen im Internet 03/2011

  • be2 
  • eDarling 
  • Elitepartner 
  • Parship 
  • partner.de 
  • partnersuche.de 

Singlebörsen im Internet 03/2011

  • 50plus-Treff 
  • Dating Cafe 
  • Finya 
  • Flirtcafe 
  • flirt-fever 
  • Friendscout24 
  • iLove 
  • neu.de 

Probleme beim Daten­schutz und beim Klein­gedruckten

Die meisten Part­nerbörsen im Internet sind nur durch­schnitt­lich. Von den 14 getesteten Onlinebörsen erhielt lediglich Parship ein Gut. Doch auch das kostenlose Portal im Test schneidet immerhin befriedigend ab. Das schwache Abschneiden liegt jedoch weniger an der Vermitt­lung, sondern meist am laxen Umgang der Anbieter mit den Nutzer­daten und an unfreundlichen Geschäfts­bedingungen.

Singlebörsen und Partner­vermittlung

Die Stiftung Warentest hat zwei Varianten der Part­nersuche im Internet getestet – Singlebörsen und Partner­vermitt­lungen:

  • Singlebörsen. Nutzen eher jüngere Leute. Hier geht es nicht primär um den Partner fürs Leben, sondern mehr ums Flirten, Spaß­haben und Neue-Freunde-Finden. Die Mitglieder durch­forsten hier die Daten­bank nach passenden Part­nerprofilen.
  • Partner­vermitt­lungen. Sie unterbreiten ihren Kunden nach einem Persönlich­keits­test Part­nerv­orschläge. Das Publikum ist hier etwas älter und eher an lang­fris­ti­gen Part­nerschaften interes­siert.

Kommunizieren mit potenziellen Part­nern können die Nutzer der Portale meist erst, wenn sie bezahlt haben. Mit Infos zu Kosten und Vertrags­bedingungen halten viele Anbieter lange hinter dem Berg. Dafür werden diejenigen, die sich kostenlos angemeldet haben, mit einer Flut von Kontaktan­fragen geködert.

Kostenlos kaum schlechter

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Rund sieben Millionen Singles sollen in Deutsch­land in Online-Part­nerbörsen auf der Suche sein. Ein lukratives Geschäft für die Betreiber. Der Branchen­umsatz hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht und lag im Jahr 2009 bei rund 180 Millionen Euro. Doch Menschen auf der Suche nach einer Beziehung müssen nicht zwingend Geld ausgeben: Finya ist das einzige kostenlose Portal im Test und bietet doch den nahezu gleichen Service wie die kosten­pflichtige Konkurrenz. Das Portal, das sich über Werbung finanziert, ist sogar besser als viele kosten­pflichtige Anbieter. Nur bei der Daten­verschlüsselung hapert es. Doch in diesem Punkt sind viele andere auch nicht besser.

Elite­partner schützt Kunden­daten vorbild­lich

So sind die Daten­schutz­ver­einbarungen von eDarling, Flirtcafe, Friends­cout24, neu.de und partner.de unwirk­sam, weil sich die Anbieter zum Beispiel ein zu weit­gehendes Recht an der Nutzung der Kunden­daten einräumen. Und bei der Daten­über­tragung wird oft viel zu wenig Sorgfalt auf die Verschlüsselung gelegt. Zwar schützen bis auf Flirtcafe alle die sensiblen Zahlungs­daten, nicht aber persönliche Angaben und Anmelde­daten. Die werden häufig lesbar über­mittelt. Für Angreifer ist es damit möglich, einen Zugriff auf das Profil zu erhalten. Nur Elite­partner schützt die Kunden­daten vorbild­lich.

Viele unwirk­same Klauseln

Verträge über das Internet können meist inner­halb von 14 Tagen widerrufen werden. Darauf muss der Anbieter eindeutig hinweisen. Doch einige Widerrufs­belehrungen sind nicht korrekt und damit unwirk­sam. Folge: Der Kunde kann in diesem Fall jeder­zeit widerrufen. Im Test ist das bei Friends­cout24, Flirtcafe, flirt-fever und part­nersuche.de der Fall. Vier Anbieter haben deutliche und zwei sogar sehr deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäfts­bedingungen. Sie verwenden unwirk­same Klauseln, etwa zu Kündigungs­fristen und Rück­zahlungsmo­dalitäten, die die Kunden benach­teiligen. Seriosität sieht anders aus.

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