08.03.2011

PC-Steuer­programme: Die besten Steuerhelfer

PC-Steuerprogramme Test

Steuer­programme sollten auch mit komplizierteren Lebens­lagen klar­kommen. Deshalb haben die Tester die Programme mit zwei anspruchs­vollen Musterfällen gefüttert. Ergebnis: Vier von neun PC-Steuer­programmen unterstützen gut bei der Steuer­erklärung. Fehler­frei bestand aber keines der geprüften Programme die Test­aufgaben.

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Test PC-Steuer­programme finanztest 03/2011
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Die besten Steuer­programme für das Steuer­jahr 2010

Steuer­experten und Laien haben für Finanztest neun aktuelle Steuer­pro­gramme unter die Lupe genommen. Die Tester fütterten die Programme mit zwei anspruchs­vollen Musterfällen: dem Fall einer Patchworkfamilie und dem eines verheirateten Rentners mit Neben­job, der seine Mutter zuhause pflegt. Das Ergebnis: Vier Programme sind gut, die Software Steuer-Spar-Erklärung 2011, das Wiso Steuer-Spar­buch 2011, tax 2011 und Steuereasy 2011.

Kein Programm ohne Fehler

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Aber auch die vier guten Steuer­programme lösten nicht alle Testfälle ohne Fehler. Deswegen bekam diesmal kein Programm ein Sehr gut. Die Schluss­lichter in der Unter­suchung sind Lohn­steuer kompakt (mangelhaft) und Konz Online-Steuererklärung (ausreichend). Die Experten stellten viele Fehler in der Steuerbe­rechnung fest und auch die Laien fanden die beiden Programme wenig hilf­reich.

Konz: „Programm nicht fertig“

Anbieter Konz erklärte Finanztest, dass die Internetseite zum Zeit­punkt des Tests, Mitte Dezember 2010, noch gar nicht für Eingaben zum Steuer­jahr 2010 freigegeben gewesen sei. Die Eingabe sei nur „zum Test“ möglich gewesen. Darauf sei auf der Internetseite auch hingewiesen worden. Erst ab dem 17. Januar 2011 sei das Programm zur Abgabe der Steuererklärung 2010 freigegeben worden. Offensicht­lich war der Hinweis nicht deutlich genug. Den Finanztest-Experten und den meisten Laien fiel er jedenfalls nicht auf. Und diejenigen Tester, die ihn bemerkten und stutzten, wurden nicht weiter miss­trauisch. Wieso auch: Sie konnten Daten eingeben und die Online-Steuererklärung nahm sogar Berechnungen vor. Dass die Seite damals schon Steuerbe­rechnungen angestellt habe, sei ein Versehen gewesen, so Konz. Inzwischen sind Fehler, die im Test bei Konz und den anderen Steuer­programmen auftauchten, zum Teil behoben.

Steuer­programme im Supermarkt

Die von Finanztest für gut befundenen Programme kosten im Fach­handel zwischen 15 und 40 Euro. Zum Jahres­wechsel gab es einige davon im Supermarkt unter anderem Namen und in anderer Verpackung. Dort sind die Billigversionen nun meist schon vergriffen. Doch wer im Internet etwa unter Google Shopping sucht, bekommt die Software noch heute für unter 10 Euro. Die güns­tigen Versionen rechnen im Kern so wie die Haupt­programme. Unterschied zu den Originalen: Sie sind meist nicht so üppig ausgestattet. Beigaben wie Urteile oder Muster­briefe fehlen häufig, ebenso Zusatz­software für Selbst­ständige. Wer darauf verzichten kann, ist mit den abge­speckten Versionen gut bedient.

Apple-Nutzer aufs Internet angewiesen

Mit dem Betriebs­system auf Apple-Rech­nern sind die Steuer­programme in der Regel nicht kompatibel. Apple-Nutzer, die eine elektronische Steuererklärung machen wollen, müssen deswegen Steuer­programme im Internet nutzen. Das sind Internet­seiten, auf denen jeder mit Internet­verbindung seine Steuererklärung machen kann – ähnlich wie beim Online­banking. Das beste Online­programm im Test war der Steuerfuchs (befriedigend). Erst nach Durch­führung des Tests hat der Verlag Buhl Data das Wiso Internet Spar­buch frei­geschaltet, eine Online­version des mit gut bewerteten Wiso Steuer-Spar­buchs. Ob das Wiso Internet Spar­buch tatsäch­lich gut rechnet und auch sicher ist, wird Finanztest demnächst unter die Lupe nehmen.

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