Notebooks werden immer schneller und leistungsfähiger. Sie nehmen kaum Platz weg und machen deshalb immer mehr dicken Schreibtischcomputern den Platz streitig.
Elegant, leicht zu verstauen und überall zu benutzen. Egal ob Arbeitszimmer, Küche, Café oder Parkbank – der Trend geht eindeutig zu den flachen Flundern. Doch leisten sie auch so viel wie ihre großen Brüder? Der Test zeigt: Ja. Die Leistung der Flachmänner ist deutlich besser als letztes Jahr. Aber Betriebszeit und Tonqualität lassen noch zu wünschen übrig, ebenso der Reparaturservice.
Trotzdem: Fast alle Geräte taugen sehr gut für Büroarbeiten und Multimediaanwendungen. Software, Modem, Combolaufwerk, mit dem auch CDs gebrannt werden können, werden gleich mitgeliefert. Doch die neuen Notebooks sind wohl eher als Wohnzimmer-Computer konstruiert und daher auch schwer. Eine besser zu transportierende Alternative sind da die kleineren Subnotebooks.
Groß macht klein
Das größere Gewicht der Notebooks ist nicht nur auf mehr Inhalte, sondern vor allem auch auf die größeren Displays zurückzuführen. Zehn der getesteten Geräte besitzen einen in den Deckel integrierten 15-Zoll-TFT-Monitor, die restlichen vier ein 14-Zoll-TFT-Display.
Die Größe des Displays wirkt sich aber nicht nur auf das Gewicht aus. Auch der Preis steigt mit den Maßen des Bildschirms. Und im Unterschied zu Röhrenmonitoren legt die Displaygröße bei Flüssigkeitskristallanzeigen gleich die optimale und oft auch einzige brauchbare Auflösung fest. In der Regel liegt sie bei 14-Zoll-Monitoren bei 1 024 x 768 Bildpunkten (Pixeln). Diese Auflösung haben auch alle Geräte im Test. Nur das Notebook von Dell hat mit seinem 15-Zoll-Monitor eine Auflösung von 1 400 x 1 050 Pixeln. Das Bild wirkt schärfer, da mehr Bildpunkte auf dem Monitor dargestellt werden, und man sieht mehr. Symbole und Schrift werden aber auch entsprechend kleiner. Eine geringere Auflösung lässt sich zwar einstellen, geht aber auf Kosten der Schärfe. Die einzelnen Pixel werden dann „hochgerechnet“ und das Bild wirkt verschwommen und matschig.
Schwachstelle Akkubetrieb
Schwachpunkt einiger Notebooks im Test war die Akkulaufzeit. Gerade bei Geräten, die für den mobilen Einsatz gedacht sind, sollte der Akku lange durchhalten. Schließlich findet sich unterwegs nicht gleich überall eine Steckdose.
Am besten schnitt das iBook von Apple ab. Mit rund vier Stunden Laufzeit schlug es die Konkurenz im Test um Längen. Eine ganze Stunde früher verabschiedete sich das Notebook von Compaq. Alle anderen schafften diese Drei-Stunden-Hürde gar nicht erst. Am schlechtesten war das Notebook von Sony mit zwei Stunden. Das liegt aber nicht am Akku selbst, sondern an den Komponenten. Die größten Stromfresser sind Prozessor, Display und Lüftung. Unbequem ist auch eine kurze Betriebszeit, wenn das Aufladen um so länger dauert. Das Notebook von Targa zum Beispiel läuft nur etwas länger als zwei Stunden, muss aber dreieinhalb Stunden aufgeladen werden.
Auch die Warnung vor einem zu Neige gehenden Akku ist nicht immer optimal eingestellt. Gericom und Maxdata warnen gerade mal zwei beziehungsweise drei Minuten, bevor der Akku alle ist. Bei Medion und IPC Archtec wird es einfach dunkel. Tipp: Warnzeit selber eingeben und den Modus „Ruhezustand“ einstellen. Dann wird alles automatisch abgespeichert, bevor das Gerät ausgeht.
Wer mit dem Notebook nur seinen Computer zu Hause ersetzen will, den stört die Frage der Akkulaufzeit nicht so wie einen mobilen Nutzer. Die Lebensdauer des Akkus ist jedoch auch für ihn wichtig, denn auch moderne Akkus haben nur eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen. Je öfter ein Akku aufgeladen wird, desto eher muss er ersetzt werden.
Achtung: Die Garantie auf Akkus beträgt nur sechs bis zwölf Monate.
Die Diskette hat bald ausgedient
Ganz andere Probleme bekommt, wer seine Daten auf Diskette speichert. Nur sieben Testgeräte besitzen noch ein Diskettenlaufwerk. Standard ist inzwischen die CD. Sie kann viel mehr Daten speichern und mit den Combolaufwerken ist gleichzeitig auch ein Brenner integriert. Wer trotzdem Daten per Diskette auf das Notebook transportieren will, kann sich ein USB-Disketten-Laufwerk für rund 50 bis 60 Euro besorgen.
Im Ton vergriffen
Wer das Notebook auch als Walkman oder DVD-Spieler benutzen will, hat in der Regel mit den eingebauten Lautsprechern kein schönes Klangerlebnis. Doch diesmal sind drei besser als „mangelhaft“: Dell, Toshiba und Sony bieten „ausreichenden“ Klang. Mit guten Kopfhörern ist bei allen Notebooks eine noch akzeptablere Qualität herauszuholen.
Tipps: Bei der Auswahl eines Notebooks kommt es auf den Einsatzzweck an. Zu Hause, unterwegs, Spiele – die Tabelle zeigt Stärken und Schwächen. Und wichtig ist auch, es im Laden auszuprobieren (auf Pixelfehler achten). Lassen Sie sich Informationen über Akku, Zubehör, mitgelieferte Software geben. Und noch etwas sollte bedacht werden: Eine Reparatur kann durch die komprimierte Bauweise recht teuer werden.
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