24.04.2013

Natürliches Mineral­wasser: 48 Mineralwässer im Test

Mineral­wasser, Trink­wasser und Co.

Der Durst lässt sich mit verschiedenen Wässern löschen. Einige stammen direkt aus einer Quelle, andere werden aufbereitet.

Natürliches Mineral­wasser

Am Anfang war jedes natürliche Mineral­wasser Regen­wasser, das dann durch verschiedene Gesteinschichten in die Erde sickerte. Auf seinem Weg in die Tiefe hat es sich mitunter mit Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium und weiteren Mineralstoffen angereichert. Nach der Mineral- und Tafel­wasser­ver­ordnung muss Mineral­wasser aus unter­irdischen Wasser­vorkommen stammen, natürlich rein, frei von Verunreinigungen, an der Quelle abge­füllt, konstant zusammengesetzt und amtlich anerkannt sein. Allerdings bedeutet die Bezeichnung Mineral­wasser heute nicht mehr, dass es reich an Mineralstoffen ist. Früher war das so, da musste in Mineral­wasser mindestens 1000 Milligramm Mineralstoffe pro Liter und eine ernährungs­physiologische Wirkung aufweisen. Doch seit einer EU-Harmonisierung von 1980 spielt der Mineral­stoff­gehalt keine Rolle mehr, selbst Wässer mit weniger als 50 Milligramm Mineralstoffe pro Liter dürfen sich noch Mineral­wasser nennen.

Heil­wasser

Es wird wie natürliches Mineral­wasser gewonnen. Als Arznei­mittel braucht es allerdings eine Zulassung.

Quell­wasser

Es wird am Quell­ort abge­füllt, muss aber nicht amtlich anerkannt sein. Es gilt die Mineral- und Tafel­wasser-Verordnung.

Tafel­wasser

Es ist eine Mischung aus mehreren Wasser­arten wie Trink- und Meer­wasser. Mineralstoffe und Kohlensäure dürfen zugesetzt sein.

Trink­wasser

Es wird aus Grund­wasser, Seen und Flüssen gewonnen und in Wasser­werken aufbereitet. Die Qualität wird so streng kontrolliert wie bei keinem anderen Lebens­mittel. Laut Umwelt­bundes­amt hält Leitungs­wasser die Vorgaben der Trink­wasser­ver­ordnung zu 99 Prozent ein, die in einigen Punkten deutlich über die Mineral- und Tafel­wasser­ver­ordnung hinaus geht: So legt die Trink­wasser­ver­ordnung zum Beispiel Höchst­gehalte für Pestizide, Industrie­chemikalien und Uran fest. In der Mineral- und Tafel­wasser­ver­ordnung fehlen diese Grenz­werte für herkömm­liche Mineralwässer. Trink­wasser muss – wie Mineral­wasser auch – zwar nicht keimfrei sein, darf aber keine Krank­heits­erreger enthalten. Die Wasser­werke warnen vor dem Verzehr von Trink­wasser, sobald kritische Keime auffallen. Dank moderner Aufbereitungs­technik spielt Nitrat aus der Land­wirt­schaft im Trink­wasser heute in der Regel keine Rolle mehr. Blei, Kupfer, Nickel, Kadmium geraten nicht über Wasser­werke ins Trink­wasser, sondern über unge­eignete Armaturen oder Rohre aus Blei beim Verbraucher zu Hause. Eine Recherche der Stiftung Warentest hat gezeigt, dass das Trink­wasser in einigen unsanierten Altbauten in Nord- und Ostdeutsch­land noch durch Blei­rohre fließt. Bei Verdacht sollte er sich an das zuständige Wasser­werk oder Gesund­heits­amt wenden. Sie können Verbraucher in der Regel beraten, wo sie ihr Leitungs­wasser – unter Umständen kosten­pflichtig – unter­suchen lassen können.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Das Etikett verstehen

Jetzt freischalten

Test Natürliches Mineral­wasser Stand der Daten: 25.04.2013
2,50 €
Zugriff auf Testergebnisse für 48 Produkte (inkl. PDF).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben
  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen.
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen.
  • Diesen Artikel per Handy kaufen.
  • Spar-Guthaben
  • Gutschein einlösen
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 10 Prozent ihres Etats als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (27)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice