Mineralwasser, Trinkwasser und Co.
Der Durst lässt sich mit verschiedenen Wässern löschen. Einige stammen direkt aus einer Quelle, andere werden aufbereitet.
Testergebnisse für Natürliche Mineralwässer
Natürliches Mineralwasser
Am Anfang war jedes natürliche Mineralwasser Regenwasser, das dann durch verschiedene Gesteinschichten in die Erde sickerte. Auf seinem Weg in die Tiefe hat es sich mitunter mit Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium und weiteren Mineralstoffen angereichert. Nach der Mineral- und Tafelwasserverordnung muss Mineralwasser aus unterirdischen Wasservorkommen stammen, natürlich rein, frei von Verunreinigungen, an der Quelle abgefüllt, konstant zusammengesetzt und amtlich anerkannt sein. Allerdings bedeutet die Bezeichnung Mineralwasser heute nicht mehr, dass es reich an Mineralstoffen ist. Früher war das so, da musste in Mineralwasser mindestens 1000 Milligramm Mineralstoffe pro Liter und eine ernährungsphysiologische Wirkung aufweisen. Doch seit einer EU-Harmonisierung von 1980 spielt der Mineralstoffgehalt keine Rolle mehr, selbst Wässer mit weniger als 50 Milligramm Mineralstoffe pro Liter dürfen sich noch Mineralwasser nennen.
Heilwasser
Es wird wie natürliches Mineralwasser gewonnen. Als Arzneimittel braucht es allerdings eine Zulassung.
Quellwasser
Es wird am Quellort abgefüllt, muss aber nicht amtlich anerkannt sein. Es gilt die Mineral- und Tafelwasser-Verordnung.
Tafelwasser
Es ist eine Mischung aus mehreren Wasserarten wie Trink- und Meerwasser. Mineralstoffe und Kohlensäure dürfen zugesetzt sein.
Trinkwasser
Es wird aus Grundwasser, Seen und Flüssen gewonnen und in Wasserwerken aufbereitet. Die Qualität wird so streng kontrolliert wie bei keinem anderen Lebensmittel. Laut Umweltbundesamt hält Leitungswasser die Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu 99 Prozent ein, die in einigen Punkten deutlich über die Mineral- und Tafelwasserverordnung hinaus geht: So legt die Trinkwasserverordnung zum Beispiel Höchstgehalte für Pestizide, Industriechemikalien und Uran fest. In der Mineral- und Tafelwasserverordnung fehlen diese Grenzwerte für herkömmliche Mineralwässer. Trinkwasser muss – wie Mineralwasser auch – zwar nicht keimfrei sein, darf aber keine Krankheitserreger enthalten. Die Wasserwerke warnen vor dem Verzehr von Trinkwasser, sobald kritische Keime auffallen. Dank moderner Aufbereitungstechnik spielt Nitrat aus der Landwirtschaft im Trinkwasser heute in der Regel keine Rolle mehr. Blei, Kupfer, Nickel, Kadmium geraten nicht über Wasserwerke ins Trinkwasser, sondern über ungeeignete Armaturen oder Rohre aus Blei beim Verbraucher zu Hause. Eine Recherche der Stiftung Warentest hat gezeigt, dass das Trinkwasser in einigen unsanierten Altbauten in Nord- und Ostdeutschland noch durch Bleirohre fließt. Bei Verdacht sollte er sich an das zuständige Wasserwerk oder Gesundheitsamt wenden. Sie können Verbraucher in der Regel beraten, wo sie ihr Leitungswasser – unter Umständen kostenpflichtig – untersuchen lassen können.
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