24.04.2013

Natürliches Mineral­wasser: 48 Mineralwässer im Test

Tipps

Trinken

  • Bester Durst­löscher. Wasser ist der beste Durst­löscher. Anders als Limonade oder Saft hat es weder Kalorien noch zahn­zerstörenden Zucker oder Säure. Mineral­wasser mit Kohlensäure erfrischt besonders gut, Trink­wasser eignet sich aber genauso. Es gilt als das am strengsten kontrollierte Lebens­mittel.
  • Tägliche Mindest­menge. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Flüssig­keit pro Tag. Bei großer Hitze oder Anstrengung sollte es mehr sein. Vor allem ältere Menschen müssen darauf achten, genug Flüssig­keit zu sich zu nehmen. Sonst drohen ihnen Austrock­nungs­erscheinungen. Erste Warn­signale: Kopf­schmerzen, Müdig­keit, trockene Schleimhäute, wenig und dunkler Urin.
  • Beste Trink­zeit. Trinken Sie am besten über den Tag verteilt. Es bringt nicht viel, große Mengen auf einmal in sich hinein zu schütten. Der Mensch kann die Flüssig­keit nicht speichern. Damit Sie das Trinken nicht vergessen: Stellen Sie die empfohlene Tages­menge gut sicht­bar auf einen Tisch. Auch ein Plan kann Trinkmuffeln helfen.
  • Richtiges Trinkgefäß. Trinken Sie Wasser möglichst aus dem Glas oder einem Becher, nicht aus der Flasche. Keime aus dem Mund könnten sonst ins Wasser gelangen und sich dort vermehren.

Profitieren

  • Säuglinge. Nutzen Sie Mineral­wasser „für Säuglings­nahrung“, wenn Sie Baby­nahrung zubereiten möchten und Ihr Trink­wasser aus bleihaltigen Rohren kommt oder Sie im Ausland unterwegs sind. Ansonsten reicht Trink­wasser in der Regel für Baby­nahrung aus. Wässer für Säuglings­nahrung müssen besonders strenge Auflagen erfüllen. Kochen Sie aber jedes Wasser ab – egal, ob Trink­wasser oder Mineral­wasser: Es sollte keimfrei sein. Bestimmte Keime aber sind zwar für Gesunde unpro­blematisch, nicht aber für Babys mit ihrem noch nicht ausgereiften Immun­system.
  • Blut­hoch­druck­kandidaten. Achten Sie auf die Auslobung „natrium­arm“ und auf nied­rige Chlorid-Gehalte, wenn Sie bei Salz auf Nummer sicher gehen möchten. Allerdings liefern stark salzhaltige Lebensmittel wie Wurst und Fertigge­richte oft tausend­fach mehr Salz als Mineralwässer mit vergleichs­weise hohem Natrium­gehalt.
  • Milchmuffel. Wenn Sie Milch nicht vertragen und Ihr Kalzium­konto auffüllen möchten, können Sie zu „kalziumhaltigen“ Mineral­wasser greifen. Es deckt den Kalzi­umbedarf eines Erwachsenen zu mindestens 15 Prozent.
  • Sportler. Menschen, die stark schwitzen, können von Mineralwässern mit viel Natrium, Magnesium und Kalium profitieren. Diese Mineralstoffe verliert der Körper mit dem Schweiß, die Wässer können etwas davon zurück­geben.

Einkaufen

  • In dunklen Ecken. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Mineral­wasser­flaschen nicht im Licht stehen. Gerade bei Flaschen aus PET kann dann vermehrt Acetaldeyhd aus dem Flaschenmaterial ins Wasser übergehen. Das Wasser könnte den typischen Acetaldehyd-Geschmack (fruchtig-süß) annehmen.

Lagern

  • Angebrochene Flaschen. Stellen Sie angebrochene Wasser­flaschen kalt und trinken Sie das Wasser möglichst bald aus.
  • Unge­öffnete Flaschen. Unge­öffnete Mineral­wasser­flaschen sollten geschützt vor Sonnenlicht, kühl, trocken und geruchs­neutral lagern. Mineral­wasser in PET-Einweg-Flaschen hält sich unge­öffnet mindestens sechs Monate, danach kann Kohlensäure entweichen und vermehrt Acetaldehyd aus dem Kunststoff ins Wasser übergehen. Das PET-Flaschenmaterial lässt auch starke Gerüche, etwa von Zwiebeln oder Kellerräumen durch. Das Wasser könnte dann danach schme­cken. Generell schützen dick­wandigere PET-Mehrweg- und Glasflaschen die Kohlensäure besser. In unge­öffneten Glasflaschen bleibt das Wasser bis zu zwei Jahre ohne Beein­trächtigung.
  • Im Winter. Lagern Sie auch Mineral­wasser in PET-Flaschen im Winter nicht draußen. Wie Glasflaschen können sie bei Frost platzen.

Umwelt schützen

  • PET-Mehrweg-Flaschen. Sie tragen unter anderem das Logo „Für die Umwelt Mehrweg“ oder den simplen Aufdruck „Mehrweg“. Der Verbraucher bekommt bei Rück­gabe 15 Cent Pfand zurück. PET-Mehrweg-Flaschen lassen sich bis zu 25 mal befüllen und werden dann erst geschreddert und recycelt. Die Deutsche Umwelt­hilfe bescheinigt ihnen die beste Umwelt­bilanz. Vor allem Brunnen­betriebe füllen ihr Marken­wasser in diese etwas dick­wandigeren PET-Flaschen ab.
  • Glas-Mehrweg-Flaschen. Wie die PET-Mehrweg-Flaschen tragen sie unter anderem das Logo „Für die Umwelt Mehrweg“ oder den simplen Aufdruck „Mehrweg“. Bei Rück­gabe bekommt der Verbraucher 15 Cent Pfand zurück. Seit Jahr­zehnten füllen Brunnen­betriebe ihr Mineral­wasser in Glas-Mehrweg-Flaschen ab. Sie lassen sich bis zu 50 mal befüllen und können anschließend über­wiegend wieder zu Glasflaschen recycelt werden. Das bringt Plus­punkte für die Ökobilanz. Minus­punkte dagegen gibt es für das schwere Gewicht der Glasflaschen. Wenn sie weit trans­portiert werden, ist viel Energie nötig. Für die Umwelt ist Mineral­wasser aus Glasflaschen top, wenn es aus der Region stammt.
  • PET-Einweg-Flaschen mit Einweg-Logo. Bei Rück­gabe bekommt der Verbraucher 25 Cent Pfand zurück. Leere PET-Einweg-Flaschen werden nicht neu befüllt, sondern nur geschreddert und recycelt. Ihre Umwelt­bilanz gilt als mäßig, da nur ein Teil wieder zur Flaschen­herstellung genutzt wird. Der Rest wird zu Kunst­fasern und Folien aufbereitet oder verbrannt. Positiv: Die PET-Einweg-Flaschen werden relativ sortenrein gesammelt, so dass sie sich effektiver recyceln lassen als andere Kunststoffe.
  • PET-Einweg-Flaschen mit grünem Punkt. Das Logo prangt auf Getränken ohne Kohlensäure, für die kein Pfand fällig ist, und mitunter auf auch stillem Mineral­wasser. Die Flaschen können in der gelben Tonne entsorgt werden. Ökologisch ist das weniger günstig als ein Pfand­system.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Mineral­wasser, Trink­wasser und Co.

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Test Natürliches Mineral­wasser Stand der Daten: 25.04.2013
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