Tipps
Testergebnisse für Natürliche Mineralwässer
Trinken
- Bester Durstlöscher. Wasser ist der beste Durstlöscher. Anders als Limonade oder Saft hat es weder Kalorien noch zahnzerstörenden Zucker oder Säure. Mineralwasser mit Kohlensäure erfrischt besonders gut, Trinkwasser eignet sich aber genauso. Es gilt als das am strengsten kontrollierte Lebensmittel.
- Tägliche Mindestmenge. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag. Bei großer Hitze oder Anstrengung sollte es mehr sein. Vor allem ältere Menschen müssen darauf achten, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Sonst drohen ihnen Austrocknungserscheinungen. Erste Warnsignale: Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockene Schleimhäute, wenig und dunkler Urin.
- Beste Trinkzeit. Trinken Sie am besten über den Tag verteilt. Es bringt nicht viel, große Mengen auf einmal in sich hinein zu schütten. Der Mensch kann die Flüssigkeit nicht speichern. Damit Sie das Trinken nicht vergessen: Stellen Sie die empfohlene Tagesmenge gut sichtbar auf einen Tisch. Auch ein Plan kann Trinkmuffeln helfen.
- Richtiges Trinkgefäß. Trinken Sie Wasser möglichst aus dem Glas oder einem Becher, nicht aus der Flasche. Keime aus dem Mund könnten sonst ins Wasser gelangen und sich dort vermehren.
Profitieren
- Säuglinge. Nutzen Sie Mineralwasser „für Säuglingsnahrung“, wenn Sie Babynahrung zubereiten möchten und Ihr Trinkwasser aus bleihaltigen Rohren kommt oder Sie im Ausland unterwegs sind. Ansonsten reicht Trinkwasser in der Regel für Babynahrung aus. Wässer für Säuglingsnahrung müssen besonders strenge Auflagen erfüllen. Kochen Sie aber jedes Wasser ab – egal, ob Trinkwasser oder Mineralwasser: Es sollte keimfrei sein. Bestimmte Keime aber sind zwar für Gesunde unproblematisch, nicht aber für Babys mit ihrem noch nicht ausgereiften Immunsystem.
- Bluthochdruckkandidaten. Achten Sie auf die Auslobung „natriumarm“ und auf niedrige Chlorid-Gehalte, wenn Sie bei Salz auf Nummer sicher gehen möchten. Allerdings liefern stark salzhaltige Lebensmittel wie Wurst und Fertiggerichte oft tausendfach mehr Salz als Mineralwässer mit vergleichsweise hohem Natriumgehalt.
- Milchmuffel. Wenn Sie Milch nicht vertragen und Ihr Kalziumkonto auffüllen möchten, können Sie zu „kalziumhaltigen“ Mineralwasser greifen. Es deckt den Kalziumbedarf eines Erwachsenen zu mindestens 15 Prozent.
- Sportler. Menschen, die stark schwitzen, können von Mineralwässern mit viel Natrium, Magnesium und Kalium profitieren. Diese Mineralstoffe verliert der Körper mit dem Schweiß, die Wässer können etwas davon zurückgeben.
Einkaufen
- In dunklen Ecken. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Mineralwasserflaschen nicht im Licht stehen. Gerade bei Flaschen aus PET kann dann vermehrt Acetaldeyhd aus dem Flaschenmaterial ins Wasser übergehen. Das Wasser könnte den typischen Acetaldehyd-Geschmack (fruchtig-süß) annehmen.
Lagern
- Angebrochene Flaschen. Stellen Sie angebrochene Wasserflaschen kalt und trinken Sie das Wasser möglichst bald aus.
- Ungeöffnete Flaschen. Ungeöffnete Mineralwasserflaschen sollten geschützt vor Sonnenlicht, kühl, trocken und geruchsneutral lagern. Mineralwasser in PET-Einweg-Flaschen hält sich ungeöffnet mindestens sechs Monate, danach kann Kohlensäure entweichen und vermehrt Acetaldehyd aus dem Kunststoff ins Wasser übergehen. Das PET-Flaschenmaterial lässt auch starke Gerüche, etwa von Zwiebeln oder Kellerräumen durch. Das Wasser könnte dann danach schmecken. Generell schützen dickwandigere PET-Mehrweg- und Glasflaschen die Kohlensäure besser. In ungeöffneten Glasflaschen bleibt das Wasser bis zu zwei Jahre ohne Beeinträchtigung.
- Im Winter. Lagern Sie auch Mineralwasser in PET-Flaschen im Winter nicht draußen. Wie Glasflaschen können sie bei Frost platzen.
Umwelt schützen
- PET-Mehrweg-Flaschen. Sie tragen unter anderem das Logo „Für die Umwelt Mehrweg“ oder den simplen Aufdruck „Mehrweg“. Der Verbraucher bekommt bei Rückgabe 15 Cent Pfand zurück. PET-Mehrweg-Flaschen lassen sich bis zu 25 mal befüllen und werden dann erst geschreddert und recycelt. Die Deutsche Umwelthilfe bescheinigt ihnen die beste Umweltbilanz. Vor allem Brunnenbetriebe füllen ihr Markenwasser in diese etwas dickwandigeren PET-Flaschen ab.
- Glas-Mehrweg-Flaschen. Wie die PET-Mehrweg-Flaschen tragen sie unter anderem das Logo „Für die Umwelt Mehrweg“ oder den simplen Aufdruck „Mehrweg“. Bei Rückgabe bekommt der Verbraucher 15 Cent Pfand zurück. Seit Jahrzehnten füllen Brunnenbetriebe ihr Mineralwasser in Glas-Mehrweg-Flaschen ab. Sie lassen sich bis zu 50 mal befüllen und können anschließend überwiegend wieder zu Glasflaschen recycelt werden. Das bringt Pluspunkte für die Ökobilanz. Minuspunkte dagegen gibt es für das schwere Gewicht der Glasflaschen. Wenn sie weit transportiert werden, ist viel Energie nötig. Für die Umwelt ist Mineralwasser aus Glasflaschen top, wenn es aus der Region stammt.
- PET-Einweg-Flaschen mit Einweg-Logo. Bei Rückgabe bekommt der Verbraucher 25 Cent Pfand zurück. Leere PET-Einweg-Flaschen werden nicht neu befüllt, sondern nur geschreddert und recycelt. Ihre Umweltbilanz gilt als mäßig, da nur ein Teil wieder zur Flaschenherstellung genutzt wird. Der Rest wird zu Kunstfasern und Folien aufbereitet oder verbrannt. Positiv: Die PET-Einweg-Flaschen werden relativ sortenrein gesammelt, so dass sie sich effektiver recyceln lassen als andere Kunststoffe.
- PET-Einweg-Flaschen mit grünem Punkt. Das Logo prangt auf Getränken ohne Kohlensäure, für die kein Pfand fällig ist, und mitunter auf auch stillem Mineralwasser. Die Flaschen können in der gelben Tonne entsorgt werden. Ökologisch ist das weniger günstig als ein Pfandsystem.
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