07.05.2010

Mückenmittel: Einige bieten zuverlässig Schutz

Alternativen: Ultraschall und Co.

Biozidverdampfer verbreiten Insektizide im Raum, die Mücken töten. Die strombetriebenen Geräte wirkten in unserem Test: Mückenmittel aus test 6/2004 „gut“, sind aber nicht unproblematisch. Die Wirkstoffe, meist Pyrethroide wie ­Allethrin und Transfluthrin, werden über Stunden im Raum verdampft. Sie können Schleimhäute und Augen reizen. In geschlossenen Räumen sollten Biozide nur sehr sparsam und nur bei sehr starker Mückenplage oder in Epidemiegebieten eingesetzt werden. Schwerflüchtige Pyrethroide wie Permethrin kommen oft als Imprägnierung von Moskitonetzen und Kleidung zum Einsatz, ihre Wirkung soll laut Anbietern mehrere ­Tage bis Monate anhalten.

Gartenfackeln, Teelichter, Armbänder für Jogger, Öllampen oder andere Produkte, die als Wirkstoff äthe­rische Öle verbreiten, zeigten sich in unserem Test: Mückenmittel aus test 6/2004 allesamt wirkungslos. Auch gesundheitlich sind die Naturstoffverdampfer nicht unbedenklich (siehe Text: Wirkstoffe).

Ultraschallgeräte sollen Mücken akustisch vertreiben. Zahlreiche Studien haben die Wirkungslosigkeit solcher Geräte bewiesen. Auch bei uns fielen sie im Test: Mückenmittel aus test 6/2004 durch.

UV-Licht-Fallen, in denen Insekten per Elektroschock getötet werden, wirken auf Mücken wenig anziehend. Stattdessen sterben viele Nützlinge in den Fallen.

Die Einnahme von Vitamin B1 soll menschliche Körperduftstoffe für Mücken unattraktiv machen. Das ist ebenso umwirksam wie Knoblauch essen oder Alkohol trinken.

Hausmittel wie Zitronenmelisse, Tomaten- oder Basilikumpflanzen auf der Fensterbank sind zwar schön, vertreiben aber Mücken nicht. Auch Licht auszumachen hilft wenig. Mücken orientieren sich vor allem an Körperdüften und dem Kohlendioxidanstieg durch ausgeatmete Luft.

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