30.05.2008

Mobil-DVD-Spieler mit Zweitbildschirm: Ruhe auf der Rückbank

Mobil-DVD-Spieler mit Zweitbildschirm Schnelltest

Für Ruhe auf der Rückbank will in dieser Woche Aldi-Nord sorgen. Ein mobiler DVD-Spieler mit Zweitbildschirm und Halterung für die Kopfstütze bietet Kindern und anderen Hinterbänklern Unterhaltung bei langen Autofahrten. Stolze 179 Euro kostet das Gerät. test.de sagt, ob der Preis zur Leistung passt.

Gefahr für Kinder

Vor dem Einkauf kommt die Sinnfrage. Film- und Fernsehkonsum ist für Kinder wenn nicht gefährlich, so zumindest nicht förderlich. Besser als Dauer-DVD-Berieselung sind geeignete Spiele. Informationen und Tipps für Eltern liefert untern anderem das Familienhandbuch. test.de sagt ohne Rücksicht auf die Sinnfrage, ob und was der DVD-Spieler taugt.

Mehr Stecker als nötig

Im Karton finden sich außer dem in einen Bildschirm integrierten DVD-Spieler und dem Zusatzbildschirm nebst Zubehör reichlich Kabel. Für die Verbindung von DVD-Spieler und Zusatzmonitor ist ein Dreifach-Kabel mit insgesamt 6 Steckern nötig. Eine Strippe mit zwei Steckern hätte es auch getan. Obwohl der nur gut 15 mal 8 Zentimeter große Bildschirm kaum jemals mehr als eine Armlänge vom Zuschauer entfernt im Einsatz sein wird, gibts außerdem eine einfache Fernbedienung. Merkwürdig: An Bord ist außerdem ein USB-Anschluss, mit dem sich Bilder und Filme von USB-Speichermedien anzeigen lassen. Die sonst ausgesprochen gute Bedienungsanleitung verliert dazu allerdings kein Wort.

Bedienung ohne Probleme

Die Bedienung macht wenig Schwierigkeiten und erfordert nur eine kurze Eingewöhnung. Kunststück: Das Gerät hat wenig mehr zu bieten als ein einfacher DVD-Spieler. Zu beachten: Für die eigentliche Steuerung ist allein der DVD-Spieler zuständig. Der Zusatzbildschirm hat zwar eigene Lautsprecher, aber sonst nichts. Daher lassen sich nur die Lautstärke und Parameter wie Helligkeit und Kontrast separat einstellen. Auch der Strom für den Zusatzbildschirm kommt vom Hauptgerät.

Störungen von der Lichtmaschine

Die Bildqualität ist - wie bei anderen tragbaren DVD-Spielern auch - nicht berühmt, aber durchaus akzeptabel. Wegen der geringen Auflösung der kleinen Bildschirme erscheinen schräge Linien und Kanten deutlich sichtbar gestuft. Farbe und Kontrast gehen soweit in Ordnung, nur in dunklen Bildpartien lassen die Billig-Bildschirme deutlich weniger Nuancen erkennen als hochwertige Displays. Die Helligkeit reicht unter normalen Umständen aus. Bei sehr heller Umgebung können die Mini-Monitore allerdings nicht mehr mithalten. Ärgerlich: Bei der test-Fahrt mit einem neuen Passat Diesel gibts offenbar von der Lichtmaschine induzierte Tonstörungen aus den Lautsprechern des Zusatzbildschirms. Wahrscheinlich ist das Kabel für das Audiosignal nicht ausreichend abgeschirmt.

Ton mit Mängeln

Die Tonqualität der beiden in die Bildschirmgehäuse eingebauten Lautsprecherpaare ist bescheiden. Tiefe Töne schaffen die Minilautsprecher ohnehin nicht. Mittlere und hohe Töne geben sie ziemlich verfärbt und quäkend wieder. Immerhin bündeln sie den Ton recht ordentlich und schaffen genug Lautstärke für die allermeisten Fälle. Etwas besseren Klang als die Lautsprecher liefern die Ohrhörer, aber von Hifi-Qualität sind auch sie weit entfernt. Unschön, aber nicht wirklich schlimm: Beim Überspringen von DVD-Kapiteln mit Skip-Taste erzeugt der DVD-Spieler Störgeräusche, die die Lautsprecher verstärkt wiedergeben.

Halterungen für die Kopfstütze

Eigens für den Einsatz im Auto gibt es einfache Halterungen, mit denen Gerät und Zusatzbildschirm an die Rückseite der Kopfstützen geschnallt werden können. Der Strom kommt aus der Buchse für den Zigarettenanzünder. Auch ohne Auto und Netzstrom ist zumindest der DVD-Spieler brauchbar. Allerdings: Für die Stromversorgung sorgen sechs kleine Mignonzellen. Die sind angenehm preiswert, aber auch schnell am Ende. Nur knapp eine Stunde hält der DVD-Spieler im Betrieb mit Standard-Alkaline-Batterien durch. Wenn auch der Zusatzbildschirm angeschlossen ist, schwächelt er schon nach nicht mal zehn Minuten Batteriebetrieb und zeigt erste schwarze Streifen.

Test: Tragbare DVD-Spieler

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