18.12.2012

Milch­aufschäumer von Tchibo: Gut geschäumt

Milchaufschäumer von Tchibo Schnelltest

Köstlich: Latte macchiato, Cappuccino und Milch­kaffee gekrönt von feinporig-cremigem Milch­schaum. Auch zur Weihnachts­zeit ein herr­licher Genuss. Tchibo verkauft derzeit elektrische Milch­aufschäumer. Zwei Modelle stehen zur Wahl. Beide sollen schnell und bequem Milch­schaum zaubern, ebenso warme Milch. test.de sagt, wie gut das klappt.

Konventionell oder Induktion

Optisch ohne Schnick­schnack, kostet der „Elektrische Milch­aufschäumer“ (Artikelnr. 274966) vom Kaffee­röster Tchibo rund 50 Euro. Er besteht aus einem schlichten Edelstahlkänn­chen, einem Sockel mit Netz­kabel und einem Rühr­einsatz fürs Aufschäumen und einem Einsatz fürs Erwärmen. Der „Induktions-Milch­aufschäumer“ (Artikelnr. 276794) für 60 Euro ähnelt dagegen einem kleinen Turm. Die untere Hälfte des Milchkänn­chens kommt in eine Basis, die obere Hälfte ragt heraus. Auch dieser Aufschäumer wird mit zwei Rühr­einsätzen geliefert. Das Besondere dieses Modells: Es heizt nicht konventionell, sondern mit Induktions­technik. In der Basis steckt eine flache Kupferspule, durch die Strom fließt. Das erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Der Känn­chenboden nimmt es auf, wandelt es in Wärme um und erhitzt die Milch. Der Induktions-Milch­aufschäumer ist übrigens baugleich mit dem seit Jahren erhältlichen Severin SM 9684.

Einfach zu bedienen

Beide Tchibo-Modelle lassen sich ähnlich einfach bedienen: Rühr­einsatz aufstecken, Milch einfüllen, Deckel aufsetzen und das Känn­chen auf den betriebs­bereiten Sockel stellen. Danach nur noch auf den Schalter drücken. Jetzt heizen die Geräte auf und rühren die Milch selbst­ständig. Wer kalten Milch­schaum wünscht, drückt den Schalter zwei Sekunden lang. Das Aufheizen entfällt dann.

Tipp: Achten Sie auf die Füll­markierungen. Mindestens 80 Milliliter Milch sollten es sein – sonst können die Geräte über­hitzen. Fürs Aufschäumen gilt: Gießen Sie höchs­tens 260 Milliliter Milch in das Induktions­modell, ins konventionell beheizte Modell maximal 120 Milliliter.

Das konventionelle Modell punktet

Je nachdem, wie viel Milch sich im Känn­chen befindet, variiert die Rühr- und Heizdauer. Maximal gefüllt (120 Milliliter) braucht der konventionelle Milch­aufschäumer rund 90 Sekunden bis das Gerät stoppt und eine Kontroll­leuchte blinkt und signalisiert: Der warme Milch­schaum ist fertig. Mit weniger Milch gehts natürlich schneller. Das konventionelle Modell punktet mit extrem viel feinporigem, festem Schaum, der sich im Mund samtig-weich anfühlt. Je nach Füll­menge liegt die Temperatur der Milch zwischen rund 67 und 74 Grad Celsius. Kalt gerührter Milch­schaum gelingt bereits nach etwa 70 Sekunden. Weniger fest als der warme Schaum, bleibt er dennoch stabil und weich-cremig, ähnlich geschlagener Sahne. Ein Fest für Naschkatzen, die gerne Milch­schaum löffeln.

Induktion macht weniger Schaum

Praktisch beim Induktions­modell: Ist der Milch­schaum fertig, ertönen drei Signaltöne, das Gerät stoppt und die Kontroll­leuchte blinkt. Fast drei Minuten benötigt dieses Gerät, um maximal 260 Milliliter Milch zu erhitzen und aufzuschäumen. Für 80 Milliliter Milch reichen rund 70 Sekunden. Damit ist es ähnlich schnell wie das konventionelle Modell. Auch wenn das Gerät deutlich weniger warmen Milch­schaum als sein kleiner Bruder produziert (siehe Tabelle), punktet es mit fest-stabilem und feinporigem Schaum, der sich im Mund samtig-weich anfühlt. Je nach Füll­menge liegt die Temperatur der Milch zwischen rund 70 und 80 Grad Celsius. Kalt gerührten, feinporigen Milch­schaum bereitet der Milch­schäumer in gut einer Minute zu. Auch er wirkt sahnig, fällt aber recht schnell zusammen.

Praktisch für Kakao

Einfach Milch erhitzen per Knopf­druck funk­tioniert mit beiden Geräten schnell und bequem. Das Induktions­modell fasst 510 Milliliter, sein kleiner Bruder 245 Milli­meter. Vor allem Eltern, deren Kinder Kakao lieben, dürften diese Funk­tion schätzen. Sie müssen nicht mehr am Herd stehen. Nichts kocht über, die Geräte schalten auto­matisch ab. Kleiner Wermuts­tropfen: Beim konventionellen Milch­aufschäumer brennt die Milch gelegentlich etwas an, trotz Antihaft­beschichtung. Das Angebrannte lässt sich aber leicht mit Wasser und Spül­mittel auswaschen. In die Spül­maschine gehört das Känn­chen mit seinem elektrischen Kontakt nicht. Hier punktet das Induktions-Modell: Nichts brennt an – und das Känn­chen kann nach Gebrauch in die Spül­maschine. Ärgerlich: Beide Milch­aufschäumer haben keinen Netz­schalter. Sie ziehen stetig Strom. Zum voll­ständigen Ausschalten muss der Stecker raus.

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