16.03.2010

Mietnomadenversicherung der R+V: Nicht zwingend nötig

Mietnomadenversicherung der R+V Schnelltest

Der Verein Deutscher Mietkautionsbund bietet eine Mietnomadenversicherung der R+V Allgemeine Versicherung AG an. Vermieter von Wohnräumen können sich damit für den Fall absichern, dass der Mieter Mietschulden und Schäden hinterlässt.

Angebot

Die maximale Deckung der Versicherung beträgt 15 000 Euro. Die Police kostet zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr. Sie greift erst, wenn die vom Mieter gestellte Mietsicherheit nicht ausreicht, um den Schaden auszugleichen.

Vorteil

Der Vermieter erhält einen Schutz über die Mietkaution hinaus.

Nachteil

Bislang können Vermieter die Police nur abschließen, wenn ihr Mieter zuvor die Kautionsversicherung der R+V abgeschlossen hat. Sie kostet den Mieter Geld und bringt anders als ein Kautionskonto keine Zinsen. Nachdem Finanztest die Verknüpfung von Kautions- und Mietnomadenversicherung kritisiert hatte, gab die R+V eine Veränderung bekannt. Ab Ende März soll die Mietnomadenversicherung auch dann möglich sein, wenn der Mieter als Mietsicherheit zum Beispiel eine Bankbürgschaft vorlegt oder er Mitglied im Mietkautionsbund geworden ist. Der Verein nimmt einen Mieter auf, wenn eine Schufa-Anfrage keine negativen Einträge über ihn ergibt. Hat der Vermieter vom Mieter eine Barkaution erhalten oder ein verpfändetes Kautionskonto, muss er ihn also vom Eintritt in den Mietkautionsbund überzeugen, um die Mietnomadenversicherung abschließen zu können. Die Mitgliedschaft kostet derzeit 9,90 Euro. Sie soll bald kostenfrei möglich sein.

Finanztest-Kommentar

Vermieter werden die Versicherung wahrscheinlich nicht brauchen, weil die meisten Mieter ihren Verpflichtungen nachkommen. Vermieter können selbst vorbeugen, indem sie sich zum Beispiel von Interessenten eine Schufa-Auskunft vorlegen lassen.

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