Naproxen : Für die Selbstbehandlung neu
In den USA können es Patienten bereits seit 1994 kaufen: Naproxen-Natrium. Im April 1999 wurde es in Deutschland eingeführt und unterlag seitdem der Rezeptpflicht.
Bei kurzzeitigen schmerzhaften Zuständen gilt Naproxen-Natrium als ebenso wirksam wie zum Beispiel Ibuprofen und Parazetamol. Bei länger anhaltenden Schmerzen hat Naproxen-Natrium aufgrund seiner längeren Wirkdauer Vorteile. Denn das Natriumsalz ist schnell löslich, die Wirkung tritt rasch ein und die Wirkdauer ist mit bis zu zwölf Stunden relativ lang.
Im März diesen Jahres ist Naproxen aus der Rezeptpflicht entlassen worden und steht jetzt als Aleve® (220 mg Naproxen-Natrium, entspricht 200 mg Naproxen) für die Selbstmedikation bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber zur Verfügung (maxim. Dosierung 3 x 1 Tablette, bei älteren Menschen 2 x 1 pro Tag). Das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Naproxen-Natrium gilt als so günstig wie das von Ibuprofen und günstiger als das von ASS und Parazetamol. Die Nebenwirkungen sind nach bisherigen Erkenntnissen mit denen von Ibuprofen vergleichbar. Im Vergleich zu ASS ist das Blutungsrisiko geringer. Häufige unerwünschte Wirkungen bei Naproxen: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen und Magenschmerzen sowie Kopfschmerzen und Schwindel. Magengeschwüre zählen zu den seltenen Nebenwirkungen. Naproxen-Natrium hat kein Missbrauchspotenzial.
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