21.03.2013

Matratzen: 152 Matratzen im Test – Schlafen Sie gut

So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Matratzen in sieben Kategorien: Liegeeigenschaften, Schlafklima, Halt­barkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt, Hand­habung sowie Deklaration und Werbung. Die Noten in den Kategorien heißen Gruppen­urteile. Aus den sieben Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Matratzen im Test

Die Stiftung Warentest kauft die Matratzen in der Größe 90 x 200 Zenti­meter anonym im Handel ein. Weder kostenlose Muster noch Prototypen gelangen in den Test. Die Einkäufer fragen in den Geschäften gezielt nach mittel­harten Matratzen für ihr Körpergewicht. Sie kaufen den empfohlenen Härtegrad – manchmal H2, manchmal H3. Die Test­ergeb­nisse gelten für Matratzen der Größe 90 x 200 Zenti­meter mit dem angegebenen Härtegrad.

Preise

Der Produktfinder zeigt Laden­preise. Die Preise ermittelt die Stiftung Warentest. Der Stand des Preises wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Geänderte und erweiterte Unter­suchungs­methodik

Die Stiftung Warentest hat die Test­methodik mit dem Update des Produktfinders zum 25.10.2012 deutlich verändert und erweitert, insbesondere die Unter­suchungen im Prüf­punkt „Liegeeigenschaften“ sind bei den ab diesem Zeit­punkt veröffent­lichten Test­ergeb­nissen deutlich differenzierter. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest Matratzen testet, zunächst die neue Methodik, darunter finden Sie zum Vergleich die alte Unter­suchungs­methodik.

Tests seit 11/2012

Abwertungen

Abwertungen werden mit dem Stern *) gekenn­zeichnet. Sie wirken gleitend: Über­schrei­ten die auslösenden Urteile die Abwertungs­schwelle gering­fügig, wirkt die Abwertung kaum. Über­schreiten sie die Schwelle deutlich, wirkt sie stärker. Je schlechter das auslösende Urteil, des­to stärker die Abwertung. Die Stiftung Warentest wendet bei Matratzen folgende Abwertungen an:

  • Liegeeigenschaften: Wenn die Liegeeigen­schaften schlechter als gut (2,0) sind, wurde das test-Qualitäts­urteil abge­wertet.
  • Halt­barkeit: Wenn die Halt­barkeit ausreichend oder schlechter ist, wurde das test-Qualitäts­urteil abge­wertet.
  • Hand­habung: Wenn die Hand­habung ausreichend oder schlechter ist, wurde das test-Qualitäts­urteil abge­wertet.
  • Deklaration und Werbung: Wenn das Urteil Deklaration und Werbung mangelhaft war, wurde das test-Qualitäts­urteil abge­wertet.
  • Liegeeigenschaften: Waren die Eigenschaften für eine Test­perso­n ausreichend oder schlechter, werteten wir die Liegeeigen­schaf­ten ab.
  • Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur: War der Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur auf die Matratze ausreichend oder schlechter, werteten wir die Halt­barkeit ab.
  • Geruchs­belästigung: War die Geruchs­belästi­gung befriedigend oder schlechter, werteten wir Gesundheit und Umwelt ab.

Liegeeigenschaften 35 %

Die verglei­chen­den subjektiven Beur­teilungen nahmen fünf Experten vor. Alle Matratzen auf einem Markenlattenrost (härteste Einstellung). Mit vier Personen (kleine, leichte Frau, großer, schwerer Mann, kleine, birnenförmige Frau, großer, schrankförmiger Mann) ermittelten wir die Abstütz­eigen­schaf­ten vor und nach dem Dauer­walz­versuch in Rücken- und Seiten­lage. Bewertet wurden die Kontaktflä­che Mensch/Matratze, der Lageände­rungs­wider­stand, die Druck­verteilung, der Schulterklapp­effekt sowie die Komfort­eigenschaften (Punktelastizität, Stabilisierung, spür­barer Kontakt mit Lattenrost und Geräusche bei Lage­änderung).

Schlafklima: 5 %

Im Kontakt­bereich Rückenlage/Matratze Bewertung der Wärme- und Feuchtig­keits­entwick­lung nach einer Stun­de.

Halt­barkeit: 20 %

Dauer­walz­versuch: Eine 140 kg schwere Walze rollte in Anlehnung an DIN EN 1957/2000 60 000 Mal über die Matratze. Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur auf die Matratzen­eigenschaften: Belasten der Matratze nach 24-stündiger Vorkonditionierung in einer Klimakammer bei 37 °C und 80 % relativer Feuchte über einen Zeitraum von 16 Stunden mit 1000 N. Angelehnt an DIN EN 1957/2000 Ermitt­lung von Höhe, Härte und Federkenn­linie vor und 24 Stunden nach dieser Belastung bei 23 °C und 50 % relativer Luft­feuchte.

Bezug: 10 %

Wir bewerten die Wasch­barkeit (wie Einlaufen), die Beein­trächtigung durch Nässe (Fleck- und Rand­bildung) und die Verarbeitung des Bezugs.

Gesundheit und Umwelt: 10 %

Raum­luft­belastung: Messung von flüchtigen orga­ni­schen Verbindungen in der verpackten Matratze, 24 Stunden und 28 Tage nach Entfernen der Folie. Geruchs­belästigung: Wir ermittelten sie nach 24 Stunden und 28-tägigem Lüften. Schad­stoffe: Wir unter­suchen die Bezüge und das Matratzeninnere auf Pestizide, Weichmacher, Flamm­hemmer, Organozinn­verbindungen und andere halogenorga­nische Verbindungen. Entsorgung: Wir prüfen, ob sich die Matratzen­bestand­teile problemlos trennen lassen.

Hand­habung: 10 %

Trans­port und Wenden der Matratze (Gewicht und Funk­tion sowie die Verarbeitung der Griffe).

Deklaration und Werbung: 10 %

Beur­teilt wurden die Angaben zu Material, Matrat­zenaufbau, Matratzen­eigenschaften sowie gesund­heits- und umwelt­bezogene Aussagen.

Tests bis einschließ­lich 1/2012

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Stern­chen (*)) gekenn­zeichnet. Die Stiftung Warentest wendet bei Matratzen folgende Abwertungen an:

  • Liegeeigenschaften: Sind die Liegeeigenschaften befriedigend, kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. Ist das Liegen in Seiten­lage befriedigend, können die Liegeeigenschaften nicht besser sein. Ist die Kontakt­fläche mangelhaft, werden die Liegeeigenschaften um eine halbe Note abge­wertet.
  • Halt­barkeit: Ist die Halt­barkeit ausreichend, kann das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein.
  • Hand­habung: Ist die Hand­habung mangelhaft, wird vom test-Qualitäts­urteil eine ganze Note abge­zogen.
  • Gesundheit und Umwelt: Ist die Geruchs­belästigung ausreichend, wird Gesundheit und Umwelt nur eine Note besser.
  • Deklaration: Bei mangelhafter Deklaration und Werbung kann das test-Qualitäts­urteil nur eine Note besser sein.

Liegeeigenschaften: 35 %

Alle Matratzen liegen auf einem Markenlattenrost, der auf maximale Härte einge­stellt ist. Mit vier unterschiedlich großen und schweren Personen ermitteln die Experten die Verformung der Matratzen vor und nach der Dauer­prüfung - sowohl beim Liegen in Rücken- als auch in Seiten­lage. Zudem messen die Prüfer die Druck­verteilung und die Größe der Kontakt­fläche zwischen Mensch und Matratze. Bewertet werden auch die Komfort­eigenschaften, die sich aus den Prüfkriterien Punktelastizität, Stabilisierung, Kontakt zum Lattenrost sowie Geräuschen bei Lage­änderung zusammensetzen.

Schlafklima: 5 %

Während die Test­personen auf dem Rücken auf den Matratzen liegen, beur­teilen die Prüfer die Wärme- und Feuch­teentwick­lung inner­halb einer Stunde.

Halt­barkeit: 20 %

Die Experten orientieren sich für die Halt­barkeits­prüfung an der Norm DIN EN 1957: 2000. Dabei rollt eine 140 Kilogramm schwere Walze 60 000 Mal über die Matratzen. Die dabei auftretenden Veränderungen werden bewertet.

Bezug: 10 %

Die Prüfer beur­teilen die Wasch­barkeit, die Beein­trächtigung durch Nässe und die Verarbeitung des Bezugs.

Gesundheit und Umwelt: 10 %

  • Raum­luft­belastung: Die Experten messen flüchtige organische Verbindungen in der verpackten Matratze. Außerdem jeweils 24 Stunden und 28 Tage nach Entfernen der Folie.
  • Geruchs­belästigung: Beur­teilung erfolgt einen Tag nach dem Entfernen der Folie und nach 28-tägigem Lüften.
  • Schad­stoffe: Die Tester über­prüfen die Bezüge und das Matratzen­innere auf Pestizid­rückstände, Weichmacher, flamm­hemmende Zusätze, Organozinn­verbindungen und andere halogen­organische Verbindungen.
  • Entsorgung: Geprüft wird auch, ob sich die Matratzen­bestand­teile problemlos trennen lassen.

Hand­habung: 10 %

Die Experten testen, wie sich die Matratzen trans­portieren und wenden lassen. Entscheidend sind dabei das Gewicht der Matratzen sowie Funk­tion und Verarbeitung der Griffe.

Deklaration und Werbung: 10 %

Die Tester bewerten Angaben der Hersteller zu Material, Aufbau, Eigenschaften und gesund­heits­bezogenen Aussagen.

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