So testet die Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest bewertet Matratzen in sieben Kategorien: Liegeeigenschaften, Schlafklima, Haltbarkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt, Handhabung sowie Deklaration und Werbung. Die Noten in den Kategorien heißen Gruppenurteile. Aus den sieben Gruppenurteilen ergibt sich das test-Qualitätsurteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.
Testergebnisse für Matratzen
Matratzen im Test
Die Stiftung Warentest kauft die Matratzen in der Größe 90 x 200 Zentimeter anonym im Handel ein. Weder kostenlose Muster noch Prototypen gelangen in den Test. Die Einkäufer fragen in den Geschäften gezielt nach mittelharten Matratzen für ihr Körpergewicht. Sie kaufen den empfohlenen Härtegrad – manchmal H2, manchmal H3. Die Testergebnisse gelten für Matratzen der Größe 90 x 200 Zentimeter mit dem angegebenen Härtegrad.
Preise
Der Produktfinder zeigt Ladenpreise. Die Preise ermittelt die Stiftung Warentest. Der Stand des Preises wird für jedes Produkt angezeigt.
Geänderte und erweiterte Untersuchungsmethodik
Die Stiftung Warentest hat die Testmethodik mit dem Update des Produktfinders zum 25.10.2012 deutlich verändert und erweitert, insbesondere die Untersuchungen im Prüfpunkt „Liegeeigenschaften“ sind bei den ab diesem Zeitpunkt veröffentlichten Testergebnissen deutlich differenzierter. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest Matratzen testet, zunächst die neue Methodik, darunter finden Sie zum Vergleich die alte Untersuchungsmethodik.
Tests seit 11/2012
Abwertungen
Abwertungen werden mit dem Stern *) gekennzeichnet. Sie wirken gleitend: Überschreiten die auslösenden Urteile die Abwertungsschwelle geringfügig, wirkt die Abwertung kaum. Überschreiten sie die Schwelle deutlich, wirkt sie stärker. Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker die Abwertung. Die Stiftung Warentest wendet bei Matratzen folgende Abwertungen an:
- Liegeeigenschaften: Wenn die Liegeeigenschaften schlechter als gut (2,0) sind, wurde das test-Qualitätsurteil abgewertet.
- Haltbarkeit: Wenn die Haltbarkeit ausreichend oder schlechter ist, wurde das test-Qualitätsurteil abgewertet.
- Handhabung: Wenn die Handhabung ausreichend oder schlechter ist, wurde das test-Qualitätsurteil abgewertet.
- Deklaration und Werbung: Wenn das Urteil Deklaration und Werbung mangelhaft war, wurde das test-Qualitätsurteil abgewertet.
- Liegeeigenschaften: Waren die Eigenschaften für eine Testperson ausreichend oder schlechter, werteten wir die Liegeeigenschaften ab.
- Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur: War der Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur auf die Matratze ausreichend oder schlechter, werteten wir die Haltbarkeit ab.
- Geruchsbelästigung: War die Geruchsbelästigung befriedigend oder schlechter, werteten wir Gesundheit und Umwelt ab.
Liegeeigenschaften 35 %
Die vergleichenden subjektiven Beurteilungen nahmen fünf Experten vor. Alle Matratzen auf einem Markenlattenrost (härteste Einstellung). Mit vier Personen (kleine, leichte Frau, großer, schwerer Mann, kleine, birnenförmige Frau, großer, schrankförmiger Mann) ermittelten wir die Abstützeigenschaften vor und nach dem Dauerwalzversuch in Rücken- und Seitenlage. Bewertet wurden die Kontaktfläche Mensch/Matratze, der Lageänderungswiderstand, die Druckverteilung, der Schulterklappeffekt sowie die Komforteigenschaften (Punktelastizität, Stabilisierung, spürbarer Kontakt mit Lattenrost und Geräusche bei Lageänderung).
Schlafklima: 5 %
Im Kontaktbereich Rückenlage/Matratze Bewertung der Wärme- und Feuchtigkeitsentwicklung nach einer Stunde.
Haltbarkeit: 20 %
Dauerwalzversuch: Eine 140 kg schwere Walze rollte in Anlehnung an DIN EN 1957/2000 60 000 Mal über die Matratze. Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur auf die Matratzeneigenschaften: Belasten der Matratze nach 24-stündiger Vorkonditionierung in einer Klimakammer bei 37 °C und 80 % relativer Feuchte über einen Zeitraum von 16 Stunden mit 1000 N. Angelehnt an DIN EN 1957/2000 Ermittlung von Höhe, Härte und Federkennlinie vor und 24 Stunden nach dieser Belastung bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte.
Bezug: 10 %
Wir bewerten die Waschbarkeit (wie Einlaufen), die Beeinträchtigung durch Nässe (Fleck- und Randbildung) und die Verarbeitung des Bezugs.
Gesundheit und Umwelt: 10 %
Raumluftbelastung: Messung von flüchtigen organischen Verbindungen in der verpackten Matratze, 24 Stunden und 28 Tage nach Entfernen der Folie. Geruchsbelästigung: Wir ermittelten sie nach 24 Stunden und 28-tägigem Lüften. Schadstoffe: Wir untersuchen die Bezüge und das Matratzeninnere auf Pestizide, Weichmacher, Flammhemmer, Organozinnverbindungen und andere halogenorganische Verbindungen. Entsorgung: Wir prüfen, ob sich die Matratzenbestandteile problemlos trennen lassen.
Handhabung: 10 %
Transport und Wenden der Matratze (Gewicht und Funktion sowie die Verarbeitung der Griffe).
Deklaration und Werbung: 10 %
Beurteilt wurden die Angaben zu Material, Matratzenaufbau, Matratzeneigenschaften sowie gesundheits- und umweltbezogene Aussagen.
Tests bis einschließlich 1/2012
Abwertungen
Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitätsurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht ausreichend deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Sternchen (*)) gekennzeichnet. Die Stiftung Warentest wendet bei Matratzen folgende Abwertungen an:
- Liegeeigenschaften: Sind die Liegeeigenschaften befriedigend, kann das test-Qualitätsurteil nicht besser sein. Ist das Liegen in Seitenlage befriedigend, können die Liegeeigenschaften nicht besser sein. Ist die Kontaktfläche mangelhaft, werden die Liegeeigenschaften um eine halbe Note abgewertet.
- Haltbarkeit: Ist die Haltbarkeit ausreichend, kann das test-Qualitätsurteil nicht besser sein.
- Handhabung: Ist die Handhabung mangelhaft, wird vom test-Qualitätsurteil eine ganze Note abgezogen.
- Gesundheit und Umwelt: Ist die Geruchsbelästigung ausreichend, wird Gesundheit und Umwelt nur eine Note besser.
- Deklaration: Bei mangelhafter Deklaration und Werbung kann das test-Qualitätsurteil nur eine Note besser sein.
Liegeeigenschaften: 35 %
Alle Matratzen liegen auf einem Markenlattenrost, der auf maximale Härte eingestellt ist. Mit vier unterschiedlich großen und schweren Personen ermitteln die Experten die Verformung der Matratzen vor und nach der Dauerprüfung - sowohl beim Liegen in Rücken- als auch in Seitenlage. Zudem messen die Prüfer die Druckverteilung und die Größe der Kontaktfläche zwischen Mensch und Matratze. Bewertet werden auch die Komforteigenschaften, die sich aus den Prüfkriterien Punktelastizität, Stabilisierung, Kontakt zum Lattenrost sowie Geräuschen bei Lageänderung zusammensetzen.
Schlafklima: 5 %
Während die Testpersonen auf dem Rücken auf den Matratzen liegen, beurteilen die Prüfer die Wärme- und Feuchteentwicklung innerhalb einer Stunde.
Haltbarkeit: 20 %
Die Experten orientieren sich für die Haltbarkeitsprüfung an der Norm DIN EN 1957: 2000. Dabei rollt eine 140 Kilogramm schwere Walze 60 000 Mal über die Matratzen. Die dabei auftretenden Veränderungen werden bewertet.
Bezug: 10 %
Die Prüfer beurteilen die Waschbarkeit, die Beeinträchtigung durch Nässe und die Verarbeitung des Bezugs.
Gesundheit und Umwelt: 10 %
- Raumluftbelastung: Die Experten messen flüchtige organische Verbindungen in der verpackten Matratze. Außerdem jeweils 24 Stunden und 28 Tage nach Entfernen der Folie.
- Geruchsbelästigung: Beurteilung erfolgt einen Tag nach dem Entfernen der Folie und nach 28-tägigem Lüften.
- Schadstoffe: Die Tester überprüfen die Bezüge und das Matratzeninnere auf Pestizidrückstände, Weichmacher, flammhemmende Zusätze, Organozinnverbindungen und andere halogenorganische Verbindungen.
- Entsorgung: Geprüft wird auch, ob sich die Matratzenbestandteile problemlos trennen lassen.
Handhabung: 10 %
Die Experten testen, wie sich die Matratzen transportieren und wenden lassen. Entscheidend sind dabei das Gewicht der Matratzen sowie Funktion und Verarbeitung der Griffe.
Deklaration und Werbung: 10 %
Die Tester bewerten Angaben der Hersteller zu Material, Aufbau, Eigenschaften und gesundheitsbezogenen Aussagen.
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