Glossar
Wer braucht Encasings? Was bedeutet Punktelastizität? Das Glossar antwortet.
Testergebnisse für Matratzen
A
Allergikerbezüge. Auch „Encasings“ genannt. Bestehen meist aus Baumwoll- oder Polyestermischungen und einer Polyurethanbeschichtung. Können langfristig und effektiv vor Milbenallergenen schützen.
B
Bettsystem. Kombination aus Matratze und passendem Lattenrost.
Blauer Engel. Umweltzeichen. Vergabe seit 1978 für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Bei Matratzen ist für die Vergabe des Blauen Engels zum Beispiel erforderlich, dass sie flüchtige organische Verbindungen nur in Spuren freisetzen dürfen. Krebs erzeugende, Erbgut verändernde oder Frucht schädigende Substanzen sind ebenso verboten wie die Verwendung von Insektiziden, Fungiziden und Flammschutzmitteln im Matratzenmaterial. Hinzu kommen Vorgaben für Deklaration und Werbung. So sind zum Beispiel irreführenden Bezeichnungen wie „Bio-“ oder „Allergikermatratze“ nicht erlaubt. Mehr Informationen bei test.de unter Blauer Engel, grüne Tipps, Blaue Engel fürs Schlafzimmer und auf www.blauer-engel.de.
E
Encasings. Siehe Allergikerbezüge.
F
Flammschutzmittel. Substanzen, die die Ausbreitung von Feuer einschränken, verlangsamen oder verhindern sollen. Sie schaden in unterschiedlichem Maße der Gesundheit und der Umwelt. In Matratzen haben sie die Prüfer der Stiftung Warentest in den letzten Jahren jedoch kaum nachgewiesen.
H
Härteangaben. Bezeichnungen wie „H3“, „soft“ oder „medium“ sollen Auskunft über den Härtegrad einer Matratze geben. Bieten jedoch kaum Orientierungshilfe. Denn: Jeder Anbieter kennzeichnet, wie er will. Die Stiftung Warentest bestimmt den Härtegrad nach Norm (siehe Härtegrade) und leitet daraus die Klassifizierung ab. Die Norm ist aber kein Gesetz.
Härtegrade. Hersteller bieten Matratzen in unterschiedlichen Härtegraden an, die sich am Körpergewicht des Nutzers orientieren.
K
Kontaktfläche. Fläche zwischen Mensch und Matratze. Je größer sie ist, um so tiefer sinkt der Schlafende in die Matratze ein. Das wiederum schränkt seine Bewegungsfreiheit ein, der Schlaf ist weniger erholsam. Zudem kann eine große Kontaktfläche schnelleres Schwitzen verursachen. Aber auch eine zu kleine Kontaktfläche ist nicht gut. Die Matratze ist dann so hart, dass der Schlafende kaum einsinkt und sie den Körper zu wenig stützt. Zusätzlich steigt der Druck an den aufliegenden Körperstellen stark an, weil sich das Körpergewicht auf eine kleinere Fläche verteilen muss. Im Extremfall entstehen so Druckstellen, die einen erholsamen Schlaf unmöglich machen.
L
Liegezone. Matratzen bestehen häufig aus mehreren Liegezonen – härteren und weicheren Bereichen. Sie entstehen, wenn entweder unterschiedliche Drahtstärken mit unterschiedlich harten Abdeckschäumen oder Feinpolstern eingesetzt werden. Oder wenn unterschiedlich harte Schaumstoffe zusammengeklebt werden. Die Liegezonen sollen den Liegenden an den erforderlichen Stellen stützen beziehungsweise entlasten. Inzwischen sind fünf bis sieben Zonen Standard. Experten halten mehr als drei jedoch für wenig sinnvoll. Denn Menschen sind unterschiedlich groß und können bei fünf bis sieben Zonen niemals alle auf der richtigen Stelle liegen. Zudem sind die unterschiedlichen Zonen in den Tests der Stiftung Warentest kaum messbar, geschweige denn spürbar.
M
Mikroklima. Feuchtigkeit und Wärme, die zwischen Mensch und Matratze beim Schlafen entstehen.
P
Phthalate. Weichmacher, die zugesetzt werden, um die verwendeten Materialien geschmeidiger und elastischer zu machen. Gelten jedoch als Schadstoffe, weil sie teilweise krebserzeugend und fortpflanzungsgefährdend sind. Technisch notwendig sind Phthalate in Matratzen auf keinen Fall. Denn: Die Prüfer finden sie nicht in allen Matratzen gleichermaßen.
PU (Polyurethan). Geschäumte Kunststoffe, aus denen die Mehrzahl der in Deutschland produzierten Kaltschaummatratzen gemacht sind.
Punktelastizität. Beschreibt die punktuelle Verteilung des Gewichts auf der Matratze. Je punktelastischer eine Matratze ist, um so eher gibt sie nur dort nach, wo sie belastet wird.
W
Weichmacher. Siehe Phthalate.
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