20.09.2007

Lernsoftware: Damit lernen Sie richtig

Lernsoftware Test

Vokabeln büffeln in der Abendschule ist nicht jedermanns Sache. Wer seine Sprachkenntnisse auffrischen will, kann mit mobiler Lernsoftware auch im Park oder unterwegs üben. test.de stellt die besten Englisch-Sprachkurse für den Computer vor.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Lernsoftware.

Tutor Tim

Bei der Interaktiven Sprachreise von digital publishing geht es fast zu wie beim Privatunterricht: „Very good“, lobt der virtuelle Tutor Tim begeistert, wenn sein Schüler den Lückentext fehlerfrei ausgefüllt hat. Bei korrekter Aussprache des „th“ ertönt sogar: „You are a genious“ (Du bist ein Genie). Manchen Nutzern machen solche ermutigenden Kommentare mehr Lust am Pauken - eine wichtige Voraussetzung für Selbstlernprogramme.

Sinnvolle Investition

Die beste Lernsoftware bietet Auralog Tell me more. Neben einem vielseitigen Lernprogramm enthält es viele originalsprachliche Filmausschnitte. Das bringt Abwechslung beim Üben. 50 Euro sind hier sinnvoll investiert. Mit ebenfalls gut gewählten Lerninhalten und ausgeklügelten didaktischen Methoden haben noch drei weitere Programme gepunktet: Ernst Klett Pons Der große Aufbaukurs, die Interaktive Sprachreise von digital publishing sowie der Englisch-Kurs auf CD-Rom von Langenscheid. Letzterer rutschte jedoch wegen schwieriger Installation und langer Wartezeiten ins Mittelfeld.

Didaktische Übungen

Besonders wichtig bei Sprachkursen am Computer sind Hör- und Leseverstehen, Sprechen und Schreiben. Der Kurs von Pons übt Hörverstehen so: Drei Personen unterhalten sich. Der Nutzer hört zu. Kaum ist das letzte Wort gesprochen, muss er Fragen zum Gespräch beantworten. Hatte Erin früher glattes oder lockiges Haar? Hat Andrew zugenommen oder ist er dünner geworden?

Nicht für die Praxis

Um die Inhalte leicht zugänglich zu machen, verwenden gute Programme geschickte didaktische Methoden. Beispiel Tell me more von Auralog: Hier trainieren Nutzer ihren Wortschatz unter anderem mit Lückentexten und Kreuzworträtseln. Der Tulox Sprachtrainer von Gekko, der inhaltlich gleiche Lingomaxx aus dem Trend-Verlag sowie der Englisch-Sprachkurs von Online Media World sind dagegen sehr sprachlastig. Sie üben nur mit virtuellen Karteikarten. Gesprächstraining für alltägliche oder berufliche Situationen kommt bei ihnen zu kurz.

Falsche Zielgruppe

Völlig am Ziel vorbei geht der Small talk Englisch von bhv Software. Der Kurs für Fortgeschrittene übt die Zahlen bis einhundert auf kindliche Weise in einem Bingospiel. Dabei gilt es, die Zahlen auf dem Bingozettel anzukreuzen. Das ist nicht nur langweilig. Es entspricht auch nicht der Zielgruppe. Das test-Qualitätsurteil lautet „mangelhaft“.

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