Etwa jede sechste Krebserkrankung entsteht durch Infektionen – und die lassen sich meist bekämpfen. Das zeigen Analysen des Krebsforschungsinstituts der Weltgesundheitsorganisation im Fachjournal „Lancet Oncology“. 2008 gab es weltweit 12,7 Millionen neue Krebsfälle. Rund 16 Prozent gingen auf das Konto von Krankheitserregern. Die Rate in ärmeren Ländern lag bei 22,9 Prozent, dreimal höher als in Industriestaaten. Für die Krebsfälle waren meist vier Erreger verantwortlich: das Bakterium Helicobacter pylori für Magenkrebs, Hepatitisviren B und C für Lebertumore, humane Papillomaviren (HPV) für Gebärmutterhalskrebs. Gegen die ersten drei Erreger gibt es Medikamente, gegen Hepatitis B und HPV zudem Impfungen. Gebärmutterhalskrebs lässt sich früh durch Vorsorgeuntersuchungen aufspüren und dann gut behandeln. Werden die Möglichkeiten optimal genutzt, so die Forscher, lassen sich viele Krebsfälle vermeiden.
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