So machen Sie Läusen den Garaus
Kontrollieren: Untersuchen Sie täglich die Kopfhaut, sobald in Ihrer Umgebung Läuse auftreten.
Vorsorglich auskämmen: Egal, ob befallen oder nicht – kämmen Sie bei Verdacht das nasse Haar sorgfältig mit einem Läusekamm durch: Strähne für Strähne und vom Ansatz bis in die Spitzen. Geben Sie eine herkömmliche Haarpflegespülung ins nasse Haar. Sie kann die Läuse verkleben und macht das Haar leichter kämmbar. Streichen Sie den Kamm nach jedem Durchkämmen auf einem Küchenpapier aus. Falls Sie dabei Läuse entdecken: Vernichten Sie sie.
Läuse wirksam bekämpfen: Am zuverlässigsten wirkt eine Kombination aus Läusemittel und regelmäßigem Auskämmen. Dafür empfiehlt das Robert-Koch-Institut einen Zeitplan, der den Entwicklungszyklus von Kopfläusen berücksichtigt: Die erste Anwendung tötet die erwachsenen Läuse, die unentbehrliche zweite Anwendung aber auch die später geschlüpften Larven.
- Tag 1: Behandeln Sie Haare und Kopfhaut mit einem Läusemittel. Kämmen Sie das Haar danach nass mit einem Läusekamm aus.
- Tag 5: Geben Sie eine herkömmliche Pflegespülung in das Haar. Kämmen Sie es dann mit einem Läusekamm aus. So lassen sich Eier (Nissen) und nachgeschlüpfte Larven entfernen.
- Tag 8, 9, oder 10: Behandeln Sie Haar und Kopfhaut unbedingt ein zweites Mal mit einem Läusemittel. Das tötet spät geschlüpfte Larven ab. Anschließend auskämmen.
- Tag 13: Kontrollieren Sie, ob die Behandlung erfolgreich war. Geben Sie eine Pflegespülung in das das nasse Haar und kämmen Sie es mit einem Läusekamm aus.
- Tag 17: Eventuell letzte Kontrolle durch nasses Auskämmen mit Pflegespülung und Läusekamm.
Ärztlichen Rat einholen: Gesunde Menschen können Läuse unkompliziert zu Hause bekämpfen, empfindliche Personen sollten aber ärztlichen Rat einholen. Dazu gehören:
- Säuglinge und Kleinkinder
- Menschen mit erkrankter oder wundgekratzter Kopfhaut
- Schwangere, Stillende und Menschen, die allergisch auf Chrysanthemen oder überempfindlich auf chemische Substanzen reagieren
Auf Hausmittel verzichten: Mit Hausmitteln wie Speiseöl, heißer Föhnluft oder einem Saunabesuch lassen sich Läuse nicht ausrotten.
Bettwäsche abziehen: Ziehen Sie die Bettwäsche von Betroffenen an dem Tag ab, an dem Sie mit der Behandlung beginnen. Waschen Sie das Bettzeug bei mindestens 60° C.
Mützen und Schals entlausen: Die Accessoires von Betroffenen sollten bei 60° C gewaschen oder drei Tage in einer verschlossenen Plastiktüte aufbewahrt werden. In dieser Zeit verhungern die Läuse, da sie es nur 55 Stunden ohne Blutmahlzeit aushalten. Experten empfehlen nur noch bei schwerem Befall, auch Kuscheltiere zu behandeln.
Kinder ablenken: Die Behandlung mit einem Läusemittel, das Rupfen und Ziehen mit dem Läusekamm verlangt von Kindern viel Geduld ab. Ein Hörspiel kann die Prozedur erträglicher machen.
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