Kopfläuse: Gegen lausige Zeiten
Mit Ende der Sommerferien bricht in Kindergärten und Schulen regelmäßig die Kopflausplage aus. Untrügliches Zeichen bei Betroffenen: Es juckt.
Wichtig ist es, alle Familienangehörigen gleichzeitig zu behandeln.
- Verschreibungspflichtige Mittel sind vor allem Quellada H Shampoo (Lindan), Jacutin Gel und Emulsion (Lindan) sowie Delitex Haarwäsche N Gel (Lindan).
- In Apotheken oder frei verkauft werden unter anderem Goldgeist forte Flüssigkeit, Quellada P Shampoo (beide Pyrethrum) und Crotamitex Gel, Lotion und Salbe (Crotamiton, ursprünglich ein Mittel gegen Krätze) sowie Jacutin N Spray (Allethrin, im Gegensatz zu Permethrin ein "weiches" Pyrethroid). Das Spray ist wegen möglicher unkontrollierter Vernebelung und möglicher Asthmaanfälle bei Allergikern umstritten. Infektopedicul-Lösung zur äußerlichen Anwendung ist Permethrin-haltig, ebenso wie Delixi-Lösung.
Pyrethrum aus der Chrysantheme, die stär- keren chemisch synthetisierten Pyrethroide und Lindan sind alles Nervengifte. Sie lassen bei Eltern die Alarmglocken schrillen. Doch die Risiken gelten als beherrschbar wenn die Anwendungsempfehlungen penibel befolgt werden. Bei Kindern darauf achten, dass die Mittel nicht auf Schleimhäute gelangen oder abgeleckt werden. Das Lindan-haltige Quellada H Shampoo hat eine Einwirkungszeit von wenigen Minuten und kann somit bei Kleinkindern angewandt werden. Die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
- Die Verbraucherzentrale in Hamburg hat nachgewiesen, dass Läuse und deren Eier unter einer Trockenhaube nach einer halben Stunde bei 60 Grad Celsius sicher abgetötet werden.
- Fünfprozentiger Haushaltsessig mit Wasser im Verhältnis eins zu eins gemischt, vertreibt nach acht Tagen Behandlung die Läuse ebenfalls. Etwas umständlich: Die Flüssigkeit muss jeweils eine Stunde einwirken.
Dann muss stets gründlich gekämmt und kontrolliert werden.
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