11.09.2009

Kochfelder: Induktion kocht schneller

Kochfelder Test

Mit Induktionsfeldern geht das Kochen schneller und stromsparender - doch das Geräusch beim Kochen kann sensible Ohren stören. Im Test: 17 Kochfelder, 7 davon mit Induktion.

17 Kochfelder im Test

Wer seine Küche mit einem modernen elektrischen Kochfeld nachrüsten möchte, muss sich entscheiden: Strahlungsbeheizung oder Induktion? Die Stiftung Warentest nahm 17 elektrische Einbaukochfelder unter die Lupe - 10 davon mit Strahlungs- und sieben mit Induktionstechnik. Wie gut die Felder das Kochen beherrschen, war den Testern am wichtigsten. Ebenfalls untersucht: Handhabung, Sicherheit und Stromverbrauch der Geräte. Das Ergebnis: Mit Induktion geht das Kochen schneller und stromsparender. Die Technik hat aber auch einen Nachteil: Beim Kochen brummt es. Das kann sensible Ohren stören.

AEG kocht am besten

Egal ob Strahlung oder Induktion - mit den Feldern von AEG kocht es sich am besten. Sie erhitzen Speisen schnell, die Wärme verteilt sich gleichmäßig im Topf, Sicherheit und Stromverbrauch stimmen auch. Qualitätsurteil: gut. Der Test zeigt: Induktionsfelder liegen vorne. 6 von 7 Kochfeldern mit Induktionstechnik sind gut. Von den 10 getesteten strahlungsbeheizten Feldern bekommen nur 3 ein gutes Gesamturteil. Knapp hinter dem 760 Euro teuren Gruppensieger von AEG liegt das Kochfeld von Teka für 445 Euro und das Bauknecht-Feld für 720 Euro. Die besten Induktionsfelder kosten etwa doppelt so viel. Das günstigste gute ist für 700 Euro bei Ikea zu haben.

Induktionstechnik: So funktionierts

Normalerweise leuchtet ein Kochfeld glutrot auf und strahlt Hitze ab. Bei der Induktionstechnik ist das anders: Die Wärme entsteht direkt im Topfboden. Durch flache Kupferspulen unter der Glaskeramik fließt Strom und erzeugt ein niederfrequentes elektromagnetisches Feld. Der Kochtopfboden nimmt es auf und wandelt es in Wärme um. Sobald der Topf von der Kochplatte genommen wird, schaltet der Strom wieder ab.

Fast so schnell wie ein Wasserkocher

Gerade mal viereinhalb bis sieben Minuten braucht ein Induktionsfeld um eineinhalb Liter Wasser auf 90 Grad zu erhitzen. Noch schneller geht es mit der leistungssteigernden Booster-Funktion. Damit ist das Wasser bereits in drei bis viereinhalb Minuten heiß - fast so schnell wie mit dem Wasserkocher. Zum Vergleich: Strahlungsbeheizte Felder benötigen für die gleiche Menge Wasser etwa 9 Minuten.

Induktion spart Strom

Im Test verbrauchte die Induktionstechnik im Musterhaushalt inklusive Standby monatlich etwa 8 Kilowattstunden. Die Felder mit Strahlungsbeheizung benötigten dagegen knapp 10 Kilowattstunden. In Euro umgerechnet ist der Unterschied jedoch dürftig: Wer wenig kocht, spart mit Induktion gerade mal 5 Euro im Jahr. Kommt jeden Tag ein üppiges Menü auf den Tisch einer Großfamilie, lässt sich natürlich mehr Geld sparen. Mögliche Mehrkosten für den Kauf von induktionstauglichen Töpfen und Pfannen gleicht das aber trotzdem kaum aus.

Surren, Knacken, Brummen

Beim Kochen mit Induktionsfeldern ertönt häufig ein mehr oder weniger lautes Surren, Knacken oder Brummen. Grund: Das elektromagnetische Feld der Induktionsplatten bringt das Topfmaterial zum Schwingen. Wie störend diese Geräusche sind, hängt vom Topf und der Füllung ab. Die erzeugten Töne erreichen sehr hohe Frequenzen. Für Menschen nicht mehr wahrnehmbar - für Haustiere wie Hunde oder Katzen aber sehr wohl.

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