28.08.2008

Katzenfutter: Weniger ist mehr

Kennzeichnung: Kaum erhellend

Obwohl die Futtermittelverordnung genau vorschreibt, was die Anbieter deklarieren müssen, erfährt der Verbraucher nur wenig über die genaue Zusammensetzung des Futters.

Inhaltsstoffe:Aufgelistet werden Rohfett, Rohasche (Mineralstoffe), Rohprotein, Rohfaser (Ballaststoffe), Feuchtigkeit (Wasser) in Prozent. „Roh“ bedeutet hier nicht das Gegenteil von gekocht, sondern bezeichnet die Stoffgruppe inklusive chemisch verwandter Substanzen. Wie viel Energie im Futter steckt, erfährt der Verbraucher nicht; Kalorienangaben sind nicht erlaubt.

Zusammensetzung: Auch diese Angaben sind wenig erhellend. Die Bestandteile werden in absteigender Reihenfolge aufgelistet, ohne Mengen. Meist ist nur das prozentual aufgeführt, was besonders beworben wird, zum Beispiel die Geschmacksrichtung. So reichen für die Bezeichnung „mit Huhn“ vier Prozent Hühnchen aus. Möglicherweise steckt mehr Ge­flügel in der Dose. Doch das weiß nur der Anbieter; die genaue Re­zeptur ist Betriebsgeheimnis.

Tierische Nebenerzeugnisse:Dahinter verbergen sich Reste vom Schlachten, die der Mensch verschmäht, etwa Schweinefüße, Lunge, Nieren. Auch Fleischmehl aus Innereien und Knochen (wichtig für die Kalziumversorgung) fallen darunter.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse: Das sind zum Beispiel Mehle und Kleien aus Getreide wie etwa Mais.

Zusatzstoffe: Sie tauchen auf, wenn das Futter mit Antioxidantien, Vitaminen, Mineralstoffen, Farb- und Konservierungsstoffen angereichert ist. Was über die natürlichen Zutaten sowieso enthalten ist, zum Beispiel Vitamin E oder Taurin, wird nicht deklariert.

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