21.10.2003

K1 und K2 Invest GbR: Vorsicht bei K-Firmen

K1 und K2 Invest GbR Meldung
Zweifelhafte Anbieter schichten das Geld ihrer Kunden häufig um. Ins Ausland transferiertes Geld ist dabei nicht selten verloren.

Die Gesellschaften K1 Invest und K2 Invest in Mörfelden-Walldorf müssen Anlegern ihr Geld zurückzahlen. Das hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angeordnet. Beide Gesellschaften hätten keine Genehmigung, Anlegergeld im Forex-Interbanken-Devisenhandel und Aktien-, Zins- und Terminmarkthandel anzulegen. Die BaFin prüft zurzeit, ob das von der K1 Invest Ltd. angebotene Nachfolgeprodukt (Genussrechte) auch gegen das Kreditwesengesetz verstößt. Einer K1 Global Ltd. auf den British Virgin Islands wurden die Geschäfte bereits von der Aufsicht untersagt.

Über 4 000 Anleger sollen bei K1 und K2 Invest seit 1996 Beteiligungskapital in Höhe von 50 Millionen Euro angelegt haben. Die Gesellschaften warben mit Wertzuwächsen von 400 Prozent. Damit Anleger ihr Geld zurückbekommen, hat die ­BaFin einen Rechtsanwalt als Abwickler eingesetzt. Es sei jedoch schwierig, auf Konten im Ausland zuzugreifen, wo ein Großteil des Geldes angelegt worden sei, sagte Günther Moritz von der ­BaFin. In Deutschland konnten nur etwa 200 000 Euro sichergestellt werden.

Die BaFin hatte Helmut Kiener schon früher die Portfolioverwaltung für die K1 Fonds GbR und K2 Fonds GbR untersagt. Kiener wickelte jedoch nicht ab. Stattdessen sei das Kapital in die neuen Gesellschaften „umgestöpselt“ worden, erklärte Moritz. Kiener bestreitet allerdings gegenüber der Aufsicht, etwas mit den neuen Firmen zu tun zu haben.

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