24.07.2008

Isolierflaschen: Jede dritte mangelhaft

Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 14 Edelstahl-Isolierflaschen sowie exemplarisch eine Glas- und eine Plastikflasche mit je 1 Liter Inhalt.
Preise: Anbieterbefragung im Juni 2008.
Einkauf der Prüfmuster: März 2008.

Abwertungen

Das test-Qualitätsurteil konnte maximal eine halbe Note besser sein als das Urteil für Isolieren. Waren Material und Konstruktion oder Schadstoffe „mangelhaft“, konnte das test-Qualitätsurteil nicht besser sein. War die Isolation des Trinkbechers „ausreichend“ oder schlechter, wurde Isolieren um eine halbe Note abgewertet. War das Füllvolumen „mangelhaft“, wurde Material und Konstruktion eine Note abgewertet. War der Verschluss „mangelhaft“, konnte Material und Konstruktion nicht besser sein. Bei Gebrauchsanleitung „ausreichend“ oder schlechter wurde Handhabung um eine halbe Note abgewertet. Bei PAK „befriedigend“ oder schlechter konnte das Urteil für Schadstoffe nicht besser sein. Bei Reinigung „ausreichend“ wurde Handhabung um eine halbe Note abgewertet.

Isolieren: 30 %

Das Temperaturhaltevermögender Flasche wurde in Anlehnung an DIN EN 12546-1:2000 ermittelt sowie durch Messung der Temperatur nach 3 und 6 Stunden (ohne Vorwärmen) von 100 ml in den Becher gegossenen Wassers. Trinkbecher: gemessen wurde die Temperatur an der Außenfläche nach 10, 20 und 60 Sekunden.

Material und Konstruktion: 30 %

Wir bewerteten die Abweichung des Füllvolumens vom Nenninhalt und bestimmten das Gewicht bezogen auf das Füllvolumen. Die Verarbeitung wurde abgemustert und die Lackierung mit Gitterschnitttest bewertet. Die Spülmaschinenbeständigkeit prüften wir bei den Produkten, die eine solche Reinigung nicht explizit ausschließen, nach 25 und 50 Spülgängen u.a. mittels Dichtheitsprüfung des Verschlusses . Der Verschluss wurde in Anlehnung an obige Norm auf Dichtheit geprüft, zu Beginn, nach der Handhabungsprüfung und nach 100-maligem Bedienen. Die Bruchfestigkeit bestimmten wir, außer für die Glasflasche, durch Fall aus fünf unterschiedlichen Positionen aus 1,50 m Höhe auf Betonboden. Die Korrosionsbeständigkeit wurde sowohl mit heißer Brühe als auch mit einer 0,5%igen Salzlösung von 80 Grad Celsius nach 24-stündiger Standzeit und sechs Stunden nach Entleerung beurteilt.

Handhabung: 30 %

Ein Experte prüfte die Gebrauchsanleitung. Fünf Prüfpersonen beurteilten die Packfähigkeit (Rucksack), das Einfüllen, Ausgießen und die Bedienung des Verschlusses. Bei Reinigung prüften wir vor allem die Zerlegbarkeit und die Reinigung des Verschlusses.

Schadstoffe: 10 %

Wir bewerteten den Gehalt an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) einschließlich Benzo(a)pyren in der Kunststoffauskleidung des Trinkbechers und in der Kunststoffkontaktfläche des Verschlusses, Phthalate in den Griffen und Ummantelungen sowie flüchtige organische Stoffe in den Silikonringen, ferner den Schwermetallübergang in das Getränk mit einer vierprozentigen Zitronensäurelösung von 80 Grad Celsius nach 24 Stunden. Gerüche und Geschmacks­auffälligkeiten des eingefüllten Wassers wurden von drei geschulten Laien beurteilt.

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