Einmal anlegen oder regelmäßig sparen
Den typischen Fondsanleger gibt es nicht. Manche wollen eine große Summe auf einmal investieren, andere über Jahrzehnte hinweg jeden Monat einen kleinen Betrag ansparen. test.de sagt, worauf Anleger bei Einmal-Anlagen und Sparplänen achten sollten.
Langer Anlagezeitraum
Für beide Anlageformen gilt: Je länger der Anlagezeitraum, desto niedriger das Verlustrisiko und um so stärker wirkt die Wertentwicklung auf das Vermögen.
Einmalanlage
Das richtige Timing beeinflusst Gewinn oder Verlust der Anlage. Den optimalen Einstiegs- oder Verkaufszeitpunkt zu erwischen ist zwar so gut wie unmöglich. Doch Anleger können Ein- und Ausstiegszeiten mischen: Sie kaufen einfach nicht alle Fondsanteile auf einen Schlag, sondern verteilt über mehrere Wochen oder Monate. Das gleiche gilt für den Ausstieg aus dem Fonds. Allerdings können für die einzelnen Käufe oft wieder Gebühren fällig werden. Daher sollten Anleger die Kosten vorher abklären.
Sparpläne
- Das Prinzip. Per Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung wird monatlich ein fester Betrag in einen Fonds investiert, schon ab 50 Euro geht es an die Börse. Dabei bleiben Sparer flexibel: Sie können die Rate jederzeit ändern, ein paar Monate aussetzen oder ihre Anteile ganz oder teilweise versilbern; jährliche Depotauszüge informieren über die Höhe des Fondsvermögens. Später können sie den Fonds jederzeit auflösen oder sich regelmäßig aus dem angesparten Vermögen eine Summe auszahlen lassen.
- Einstiegszeitpunkt. Die Investition von monatlich gleichen Beträgen führt dazu, dass bei hohen Kursen weniger und bei niedrigeren Kursen mehr Fondsanteile erworben werden. Die Frage des optimalen Einstiegszeitpunkts stellt sich also nicht. Anleger investieren antizyklisch und erzielt dadurch in der Regel einen günstigeren Durchschnittspreis (Cost-Average-Effekt). Bei jeder Rate kann aber ein Ausgabeaufschlag anfallen.
- Depotkontrolle. Anleger können einen Fondssparplan jederzeit kündigen. Zum Ende der Laufzeit sollten sie regelmäßig ihr Depot kontrollieren. Nach und nach können sie dann auf sichere Anlagen umsteigen. Das gilt auch, wenn das Anlageziel schon nach 10 statt 15 Jahren erreicht ist. Dann kann das Umschichten in sichere Rentenfonds sinnvoll sein. Wer auf den Depotcheck und das Umschichten verzichtet, verliert möglicherweise einen Teil des angesparten Geldes, wenn das angestrebte Auszahldatum in eine schlechte Börsenphase fällt. Tritt dieser Fall dennoch ein, sollten Anleger aber eine Wartezeit anhängen, bevor sie den Sparplan auflösen.
PDF-Rechner nutzen
test.de stellt Ihnen mehrere PDF-Rechner zur Verfügung, die Ihnen die Kalkulation erleichtern.
- Investmentplanung. Mit dem Rechner Investmentplanung können Sie alle Kennzahlen für Einmal-Anlage oder Sparplan berechnen: Vermögenszuwachs, Anlagedauer, Wertentwicklung des Fonds aber auch Endvermögen und Höhe der Sparraten.
- Anlagestrategien. Der Rechner Anlagestrategien hilft Ihnen dabei, das Chance-Risiko-Verhältnis ihrer Fondsanlage zuverbessern.
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