25.09.2003

Internetprovider: Datenshopping

Der richtige Tarif: Wenig-, Normal- und Vielnutzer: So surfen Sie am billigsten

Internetprovider Test

Der Minutenpreis, mit dem Provider gern werben, sagt meist nicht viel. Denn wie viel ein Internettarif kostet, zeigt erst die Summe aus Einrichtungs- und monatlichen Grundgebühren, Einwahlkosten und Mindestumsätzen.

Kosten je nach Nutzertyp

Wir haben für drei Nutzertypen – vom Wenignutzer mit 10 Onlinestunden im Monat über den Normalnutzer (25 Stunden) bis zum Vielnutzer (50 Stunden) – berechnet, was der Surfspaß im Monat tatsächlich kostet. Insgesamt wurden bei den 18 getesteten Providern 107 Tarife erfasst. In der Tabelle haben wir die jeweils günstigsten Schmalband-Tarife für die drei Nutzertypen angegeben.

Welcher Tarif im Einzelfall der richtige ist, hängt vor allem von der Art des Zugangs und von der Nutzungsintensität ab. Wer nur selten im Internet surft und über einen Schmalbandanschluss (analoges Modem oder ISDN) verfügt, geht am besten mit Internet-by-Call ins Netz. Einfach einwählen und surfen. Es kann jedes Mal der gerade günstigste Provider gewählt werden, genau so wie beim Telefonieren. Abgerechnet wird nach Onlinezeit, bezahlt über die Telefonrechnung. Freenet und Arcor sind hier für Wenignutzer mit rund 6,50 Euro am günstigsten.

Wer nicht ständig die Preise vergleichen will, kann kostenlose Wählprogramme nutzen, die nach eigener Aussage immer den günstigsten Anbieter herauspicken, zum Beispiel Smartsurfer von Web.de (http://smartsur fer.web.de) oder NetLCR von Oleco (www.netlcr.de). Ob die Programme immer aktuell sind, ist allerdings nicht ganz sicher.

Normalsurfer ab 15 Euro

Wer häufiger ins Netz geht, will sich meist länger an einen Provider binden, denn das ist oft billiger und bietet mehr Service. Wie die Tabelle zeigt, können die Kosten deutlich schwanken. Normalnutzer mit Schmalbandanschluss sind ab rund 15 Euro im Monat dabei, zum Beispiel bei den mit „gut“ bewertetet Providern Freenet (by Call), T-Online (Surftime 30) und GMX (Analog/ISDN). Die beiden besten Anbieter sind vier bis fünf Euro teurer.

Nutzer von Telefontarifen wie XXL von der Deutschen Telekom oder ISDN 740/760 von Arcor können an Sonntagen nicht nur kostenlos telefonieren, sondern auch surfen. Entsprechende Einwahlnummern findet man beispielsweise unter der Adresse: www.teltarif.de/i/einwahl.html.

Für Vielnutzer ist ein schneller DSL-Anschluss nahezu Pflicht. Denn damit werden Anwendungen wie Musik und Video erst möglich. Die günstigen DSL-Tarife täuschen ein wenig, denn es kommen immer noch die monatlichen DSL-Grundgebühren hinzu. Für diejenigen, die mehr als 24 Euro Internetkosten im Monat haben, lohnt sich ein DSL-Anschluss aber auf jeden Fall.

Flat, Zeit oder Volumen

Bequem sind Pauschaltarife, Flatrates genannt. Für einen festen Monatsbetrag kann der Nutzer so lange surfen und so viel herunterladen, wie er will. Die günstigste Flat-rate hat Tiscali mit 15,90 Euro, allerdings mit einer Mindestlaufzeit von sechs Monaten. Es folgen Call2surf und NGI mit rund 19 Euro. Wer nicht dauernd im Netz sein muss, kommt mit anderen Tarifen günstiger weg. Beispielsweise mit den 100-Stunden-Tarifen von GMX für 12,99 Euro oder von 1&1 für 14,90 Euro. Damit kann man immerhin rund drei Stunden pro Tag surfen.

Für diejenigen, die keine großen Datenmengen aus dem Netz saugen, etwa für Programme, Musik oder Videos, sind Volumentarife eine interessante Alternative. Damit kann der Nutzer ebenfalls permanent online sein. Der Festbetrag gilt für das angegebene Volumen. 1 000 Megabyte gibt es schon ab 3,99 Euro im Monat (GMX). Für den Durchschnittsnutzer reicht das völlig aus. Denn damit kann er beispielsweise entweder rund 33 000 Webseiten aufrufen, 250 000 E-Mails schreiben oder 240 MP3-Musikdateien herunterladen.

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