14.03.2003

Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser): Viel Nutzen für wenig Geld

Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser) Test

Feuchte Wände hinterm Schrank? Schwarze Flecken in der Zimmerecke? Schimmel kann krank machen. Feuchtigkeitsmessgeräte – so genannte Hygrometer – helfen, das Problem zu erkennen. Bevor Schimmel entsteht. test.de zeigt die besten Hygrometer und gibt Tipps gegen feuchte Wohnungen.

Messgeräte lohnen sich

Das Positive vorne weg: Hygrometer sind angesagt. Sie gehören eigentlich in jede Wohnung. Spätestens dann, wenn der Verdacht auf Feuchtigkeit besteht. Gute Messgeräte gibts ab etwa 20 Euro. Selten bietet eine Investition so große Chancen: Die Kontrolle des Raumklimas sichert die Gesundheit der Bewohner und schützt vor teuren Schäden an der Bausubstanz.

Digitale Geräte meist besser

Die Stiftung Warentest hat 24 Feuchtigkeitsmesser getestet. Sieben elektronische Geräte mit Digitalanzeige und 17 mechanische Hygrometer mit Zeiger. Fazit: Die elektronischen Geräte arbeiten meist genauer. Fünf von sieben Modellen messen gut. Die mechanischen Geräte zeigen dagegen oft falsche Werte an – zumindest auf Anhieb. Ein Grund: Sie sind nicht richtig justiert.

Abweichung bis 20 Prozent

Beispiel: Fischer 111.01. Frisch ausgepackt lieferte dieses Zeigerinstrument recht seltsame Werte. Die angezeigte relative Luftfeuchtigkeit lag bis zu 20 Prozent über dem tatsächlichen Wert. Das Problem ließ sich lösen: Die Tester kalibrierten das Messgerät mithilfe eines nassen Lappens. Eine leichte Drehung an der Stellschraube und das Messgerät zeigte reale Werte. Extrem zuverlässig und schnell. Aus dem Abweichler wurde am Ende sogar der Testsieger. Beste Ergebnisse für wenig Geld: Das Fischer 111.01 kostet nur 23 Euro.

Unbedingt kalibrieren

Merke: Mechanische Hygrometer sollten regelmäßig kalibriert – sprich eingestellt werden. Alle vier bis sechs Monate. Leider fehlt dieser Hinweis in vielen Bedienungsanleitungen. Die Zeiger der Messgeräte verstellen sich mit der Zeit. Das Kalibrieren beim Hersteller reicht nicht aus. Der Transport kann die Geräte aus dem Gleichgewicht bringen. Sie müssen nachgestellt werden.

Keine Frage des Systems

Bei der Hälfte der getesteten mechanischen Hygrometer wirkt die Behandlung wahre Wunder. Nach dem Kalibrieren zeigen sie treffende Werte. Vorteil der mechanischen Geräte: Sie sind meist billiger als die elektronischen Modelle und sie brauchen keine Batterien. Nach welchem Messverfahren die mechanischen Hygrometer arbeiten, spielt für die Qualität der Anzeige kaum eine Rolle. Naturhaar, Synthetik oder Spirale: Es gibt gute mechanische Messgeräte aus allen drei Gruppen. Besonders schnell und genau ist das Fischer 111.01. Ein Hygrometer mit Zeiger und Naturhaartechnik.

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