Hausratversicherung: Die besten für Familien, Junge und Senioren
24.04.2012
Für den großen Test Hausratversicherung hat Finanztest über 1 000 Tarifberechnungen durchgeführt und die günstigsten Angebote von 54 Versicherern für vier Städte und drei Lebenssituationen ermittelt. Ergebnis: Durch einen Tarifwechsel können junge Leute, Familien oder Senioren manchmal 200 bis 400 Euro im Jahr sparen, im Extremfall fast 1 000 Euro – für den gleichen Wohnort und die gleiche Lebenssituation. Der Test zeigt, wann ein Wechsel des Versicherers sinnvoll ist.
Wer braucht den Schutz?
Wichtig ist die Hausratversicherung für Menschen, die der Verlust ihres Hausrats finanziell treffen würde. Die Hausratversicherung springt ein, wenn ein Brand, Blitzschlag, Leitungswasser, eine Explosion/Implosion, Sturm oder Hagel den versicherten Hausrat beschädigt oder zerstört. Sie ersetzt auch die Kosten für die Wiederbeschaffung von Gegenständen nach einem Raub oder Einbruchdiebstahl.
Junge Leute, Familie und Senioren
Der Test zeigt: Die Preisunterschiede für ein und dieselbe Hausratversicherung sind sehr groß. Auffällig: Dieselbe Versicherungsgesellschaft ist in manchen Städten und Lebenssituationen besonders günstig, für einen andern Haushalt an einem andern Ort hingegen besonders teuer. Die Stiftung Warentest bietet Ihnen deswegen auch eine Analyse Hausratversicherung, mit der Sie günstige Tarife genau für Ihre persönliche Situation erhalten.
Die optimale Versicherungssumme
Doch der Preis der Versicherung ist nicht alles. Wichtig ist auch, dass die Versicherungssumme stimmt. Viele Kunden unterschätzen die Werte, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln – und sind unterversichert. Im Idealfall entspricht die Versicherungssumme genau dem Betrag, den ein Kunde braucht, um nach einem Total-Schaden seinen vorherigen Wohnstandard wiederherzustellen. Längst nicht alle Kunden prüfen aber regelmäßig, ob sie optimal versichert sind. Finanztest empfiehlt, den Schutz alle paar Jahre zu überprüfen. Entspricht die Versicherungssumme nicht dem Wert des Hausrats, zahlt der Versicherer auch nach geringen Schäden nur einen Teil des verlorenen Wertes. Beispiel: Die Wohnungseinrichtung hat einen Wert von 60 000 Euro, die Hausratversicherung lautet auf 30 000 Euro. Muss wegen eines Wasserschadens der Wohnzimmerteppich für 2 000 Euro ersetzt werden, zahlt der Versicherer wegen der Unterversicherung auch nur die Hälfte, also 1 000 Euro. Mit der Finanztest-Wertermittlungsliste können Sie systematisch die Versicherungssumme Ihres Hausrats ermitteln.
Einbruchrisiko am Wohnort entscheidet mit über Preis
Das Einbruchrisiko am Wohnort entscheidet mit über den Preis für den Hausratschutz. Auf das Konto von Einbrechern gingen im Jahr 2009 rund 440 000 Versicherungsfälle in der Hausratversicherung – Fahrraddiebstahl eingeschlossen. Die Versicherer haben Deutschland in vier bis sechs Tarifzonen unterteilt, die sich am Einbruchrisiko orientieren. Einwohner von Orten mit dem niedrigsten Einbruchrisiko wie der bayerischen Stadt Hof zahlen geringere Beiträge als Menschen mit dem gleichen Haushalt in Städten mit hohem Risiko wie Frankfurt am Main, Bremen oder Berlin.
Überspannungsschäden extra versichern
Schäden durch Blitzschlag in Hausratgegenstände sind in den Tarifen immer versichert. Ausgeschlossen sind jedoch oft Kurzschluss- und Überspannungsschäden an elektrischen Geräten wie Fernseher, Computer oder Kühlschrank. Solche Schäden sind häufig die Folge von Gewittern. Schlägt der Blitz in der Nachbarschaft ein, kann ein Stromstoß in elektrische Geräte gelangen. Finanztest nennt im aktuellen Vergleich nur Tarife, bei denen ein Versicherer auch für Überspannungsschäden aufkommt.
Mehr Info im Chat-Protokoll
Wie kann ich meinen Hausratbestand einfach ermitteln? Was bedeutet Unterversicherungsverzicht? Wie finde ich einen günstigen Versicherer? Ist es sinnvoll, Fahrräder über die Hausrat-Police mit zu versichern? Die wichtigsten Fragen rund um die Hausratversicherung haben die Finanztest-Expertinnen Annegret Jende und Simone Weidner im Chat Hausratversicherung auf test.de beantwortet.
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