Wer öfter allein zuhause ist, gesundheitliche Einschränkungen hat, sturzgefährdet ist oder generell ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat, kann von einem Hausnotrufdienst profitieren. Die monatlichen Kosten liegen zwischen 14 und 25 Euro. test hat bei zwölf Hausnotrufdiensten geprüft, ob sie im Vorfeld gut beraten, für eine sorgfältige Einrichtung der Technik sorgen und ob im Notfall alles klappt.
Hausnotrufdienste 9/2011
- Arbeiter-Samariter-Bund
- ASD Hausnotruf
- D.S.P. & Hausnotruf
- Deutsches Rotes Kreuz
- Engelschutz
- Johanniter-Unfall-Hilfe
- Malteser Hilfsdienst
- Sicrona
- Sonotel
- Telecare24
- Vitakt
- WertVision
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Bedürfnisse älterer Kunden wenig berücksichtigt
Nur das Deutsche Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe schnitten gut ab. Insgesamt ist das Ergebnis mit fünf ausreichenden Hausnotrufdiensten – mit dem Arbeiter-Samariter-Bund als Schlusslicht – ernüchternd: Viele Anbieter gingen unzureichend auf die Bedürfnisse älterer Kunden ein. Häufig fehlten zum Beispiel genaue Erklärungen und ausführliche Funktionstests.
Keine konkreten Nachfragen im Notfall
Für den „Probealarm“ konfrontierten die Tester jeden Hausnotrufdienst zweimal mit geringfügigen gesundheitlichen Problemen und einmal mit einem Fehlalarm. Die Verbindung zur Zentrale war dabei meist relativ schnell hergestellt. Doch oft fehlten nach der Notrufauslösung eine beruhigende Ansprache oder konkrete Nachfragen zur Einschätzung der Notsituation.
Sprechverbindung zu selten kontrolliert
Die technischen Geräte ließen sich im Test leicht in Betrieb nehmen, auch sie zu installieren war meist recht einfach. In der Regel müssen nur Kabel in die Telefon- und Stromsteckdose gesteckt werden. Doch nicht immer lösten die Mitarbeiter bei der Einrichtung den Notruf probehalber aus allen Räumen der Wohnung aus. Auch die Sprechverbindung mit der Notrufzentrale überprüften sie nur bei jeder zweiten Inbetriebnahme aus verschiedenen Räumen. Solche Funktionstests wären aber wichtig, damit im Ernstfall die Verständigung reibungslos klappt und die Kunden ein Gefühl für die Abläufe im Notfall bekommen.
Wohlfahrtsverbände und private Anbieter
Im Test waren Hausnotrufdienste von Wohlfahrtsverbänden und privaten Anbietern. Die Wohlfahrtsverbände beraten die Kunden meist persönlich in ihrer Wohnung und ein Fachmann schließt die Geräte an. Doch es kann Verkaufsdruck entstehen, und nicht immer können die Kunden die Verträge vorher einsehen. Privatanbieter beraten meist telefonisch und verschicken die Geräte zur Selbstinstallation. Sie gewähren vor Abschluss meist Vertragseinsicht. Es bleibt Zeit, in Ruhe Vor- und Nachteile abzuwägen (siehe Tipps).
Unterschiedliche Kosten
Die monatlichen Kosten der Grundleistungen für Selbstzahler reichten im Test von rund 14 bis 25 Euro, einmalige Anschlusskosten lagen meist zwischen 10 und 78 Euro. Wer von der Pflegekasse als pflegebedürftig anerkannt ist, kann auch die Teilnahme an einem Hausnotrufsystem beantragen.
Die vollständige Fassung des Tests enthält weitere detaillierte Informationen: So funktioniert das Notrufsystem. Was der Hausnotruf bietet und kostet. Dazu ausführliche Einzelkommentare zu jedem getesteten Hausnotrufdienst.
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