20.12.2011

Hand­ytarife für Jugend­liche: Kosten unter Kontrolle

Handytarife für Jugendliche Test

Wünscht sich der Nach­wuchs zu Weih­nachten ein Smartphone, sollten Eltern auch noch einen güns­tigen Tarif buchen. Guthaben­tarife ermöglichen eine Kontrolle der Kosten aber nicht jeder ist geeignet. Finanztest sagt, ob spezielle Kinder­tarife tatsäch­lich günstig sind und stellt neun geeignete Guthaben­tarife für Jugend­liche vor.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Handytarife

Kosten sollen nicht ausufern

Tochter Marit wünscht sich zu Weih­nachten ein Smartphone. Ihr Vater will ihr den Wunsch erfüllen. Kopf­zerbrechen bereitet ihm der Hand­ytarif für die 15-Jährige. Er will sicher­gehen, dass die monatlichen Kosten von Marit nicht ausufern.

Handy ohne Vertrags­bindung

Empfehlens­wert für Kinder ab etwa zehn Jahren ist ein Handy ohne Vertrags­bindung mit einer herkömm­lichen Guthaben-Sim-Karte. Das Gerät sollte nur durch aktives Aufladen zu akti­vieren sein. Das heißt, die Eltern müssen zuvor einen Betrag über­weisen, eine Guthabenkarte oder einen -kupon an der Tank­stelle, beim Zeitungs­händler, in Drogerien oder im Supermarkt kaufen. Erst wenn die Kode-Nummer in das Smartphone einge­geben wird, hat das Kind wieder ein Guthaben zur Verfügung. Wir haben einige Beispiele für Guthaben-Tarife heraus­gesucht, bei denen manuelles Aufladen möglich ist. Sie sind etwas teurer als Tarife, in denen sich das Guthaben auto­matisch durch Abbuchung neu auflädt.

Zur Spar­samkeit erziehen

Wir unterstellen, dass Eltern ihr Kind zur Spar­samkeit erziehen wollen: Die Guthaben-Tarife haben wir deshalb dem Profil Wenignutzer zuge­ordnet. Telefonieren und surfen die Jugend­lichen aber viel, ist das Guthaben schon vor Monats­ende erschöpft.

Part­nertarife

Teurer als die Angebote in der Tabelle sind die Part­nertarife von T-Mobile und Vodafone für Kinder von Eltern, die bereits Kunde sind. Gleiches gilt für Kinder­tarife wie Toggo mobile (16,50 Euro) oder Kandy mobile (15 Euro plus 9 Cent pro Minute Daten­nutzung). Eltern können zum Beispiel bei Toggo mobile fest­legen, wie viel das Kind ausgeben darf. Das Kind kann die Eltern aber jeder­zeit anrufen. Teure Sonder­dienste, Klingelton-Abos und Auslands­nummern sind gesperrt. Toggo mobile bietet aber nur Gespräche und SMS, kein Surfen.

Teure Nummern sperren

Gut ist, wenn Eltern teure Service-Rufnummern für Klingeltöne, Logos, Gewinn­spiele oder Voting, von vorn­herein sperren können. Auch mobile Verbindungen ins Ausland oder vom Ausland nach Deutsch­land kosten viel. Eltern können sie dauer­haft unzugäng­lich machen. Bei manchen Firmen ist das Sperren von teuren 0900er-Nummern möglich, bei anderen nicht. In den Tarifen von blau.de, Netto KOM und Norma mobil können keine Sonderruf­nummern gesperrt werden. Bei Aldi Talk sind Sonderruf­nummern für alle gesperrt. Bei Fonic kostet das Nummern­sperren Geld, einmalig 10 Euro.

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