Ausgewählt, geprüft, bewertet
Im Test: 14 Mobiltelefone, die im März, April und Mai 2004 auf dem Markt eingeführt wurden.
Einkauf der Prüfmuster: April und Mai 2004.
Preise: Anbieterbefragung im Juni / Juli 2004.
Abwertung
Das test-Qualitätsurteil kann nur eine Note besser sein als die Benutzerführung. Ist „Fehlbedienung durch Branding“ mangelhaft, wird die Benutzerführung auf ausreichend (4,0) abgewertet.
Aufwertung
Wird ein Zweitakku mitgeliefert, wird die Gruppe Akkubetrieb um eine halbe Note aufgewertet.
Untersuchung und Darstellung der Ergebnisse erfolgen weitgehend analog zu den veröffentlichten Handytests in test 12/03 und 5/04, ergänzt durch:
Fotofunktion: Fototransfer zum Computer. Hier wurde geprüft, wie die Fotos über Speicherkarten, Infrarot-, Bluetooth- oder mitgelieferte Kabelschnittstellen zum PC übertragen werden können.
Benutzerführung: Fehlbedienung durch Branding. Geprüft wurde, ob ein Tastendruck ohne Rückfrage eine kostenpflichtige Verbindung auslöst.
Haltbarkeit: Zusätzlich zu den in test 12/03 und test 5/04 genannten Kriterien wurde der Schutz des Displays vor Kratzern bewertet.
Telefonieren 40%
Fünf geschulte Personen beurteilten die Sprachqualität beim Hören / Sprechen ohne und mit Umgebungslärm 70 dB (A). Verbindungen erfolgen mit einem GSM-Simulator im 900-MHz-Netz. Messungen gemäß Standard GSM 11.10: Mit einem Prüftorso wurden die Frequenzgänge in Sende- und Empfangsrichtung bei unterschiedlichem Ohranpressdruck, der Lautstärkeregelbereich und die Nebengeräuschunterdrückung ermittelt.
Das besonders kleine Panasonic ist wegen des ungünstigen Abstands zwischen Mund und Mikrofon im Nachteil.
Mit einem GSM-Simulator wurden bei 900 MHz und 1 800 MHz die maximale Sendeleistung sowie die Feldstärken eines schwachen Netzes gemessen, bei denen die Bitfehlerrate (BER) und die Übertragungsqualität (RX Qual) kritische Werte annehmen.
Nicht jedes Handy ist immer gut: Das Motorola schneidet in den E-Netzen, das Panasonic in den D-Netzen schlechter ab.
Wählen und Telefonieren bewertet Annehmen von Gesprächen, Wählen von Rufnummern, Bedienen von Telefonbuch und Speicher, Anzeige eingegangener Anrufe und Wahlwiederholung, Funktion bei Sprachwahl mit ähnlich klingenden Namen und Bewertung des Schalldrucks der Klingellautstärke.
Display Telefon beschreibt die Erkennbarkeit bei verschiedenen Lichtverhältnissen und den Informationsgehalt bezüglich des Telefonierens.
Textnachrichten (SMS) 10%
Fünf Prüfer bewerteten Empfangen, Lesen, Eingeben, Senden, Speichern und Bearbeiten von Textnachrichten SMS.
Für das Speichern und Bearbeiten der SMS spielen Displaygröße, Kontrast der Darstellung und Funktionalität ebenso eine Rolle wie die Menüstruktur.
Fotofunktion (MMS) 5%
Bewertung durch fünf Prüfpersonen. Display: Beurteilt wurden die Größe, Bildschärfe, Helligkeit und Farben von Fotos auf dem Display. Kamera: Wir beurteilten Fotos in bester Auflösung am PC.
Beim Aufnehmen, Senden und Empfangen einer MMS wurden übliche Bedienschritte (Einstellung der Kamera, Bearbeiten, Speichern und Wiederfinden der MMS), die Vollständigkeit der Darstellung, die Eingabe und Verwaltung der Adressen als E-Mail oder MMS beurteilt.
Akkubetrieb 20%
Vorbereiten der Akkus in mehreren Lade- und Entladezyklen. Mit zyklischen Strommessungen bestimmten wir die nutzbare Akkukapazität. Mit Strommessungen wurde die Betriebsdauer beim Telefonieren (Mittel über verschiedene Sendeleistungen) und die Betriebsdauer bei hellem Display bestimmt. Batterieanzeige: Akkuanzeige, Signalisierung bei „leerer Batterie“ und dann noch möglicher Sprechzeit. Aufladen: Ladedauer des Akkus.
Farbdisplays brauchen viel Energie: Das monochrome Panasonic hält mit hellem Display am längsten durch, taugt jedoch nicht gut für Spiele.
Benutzerführung 5%
Fünf Prüfpersonen bewerteten die Bedienungsanleitung (vollständig, verständlich) sowie Struktur und Selbsterklärung des Menüsystems.
Transport 10%
Bewertungen für Gewicht, Abmessungen und Tragen in verschiedenen Taschen.
Haltbarkeit 5%
Bruchfestigkeit: Bis zu 50 Stürze aus 80 Zentimeter Höhe in einer Falltrommel in Anlehnung an DIN EN 60 065. Feuchtigkeitstest: Die Handys wurden Dampf (zweimal 24 Stunden bei einer Luftfeuchtigkeit von 93 Prozent), Schweiß (24 Stunden eingewickelt in schweißfeuchte Tücher) und Regen (liegende Handys mit 5 mm Wasser innerhalb einer Minute besprüht) ausgesetzt. Funktionsprüfung nach der Belastung und nach 24 Stunden.
Vielseitigkeit 5%
Mit einem gewichteten Punktesystem wurde die Vollständigkeit der Ausstattung, die Einsatzmöglichkeit als mobiles Büro sowie als Spaß- und Spielgerät bewertet.
Hierbei wurde erfasst, ob das Telefon für schnelle Datenübertragung (GPRS, HSCSD) oder als Modem (Internetzugang mit Notebook) taugt, welche Schnittstellen es hat (Infrarot etc.) und ob Datenkabel (PC-Anbindung) vorhanden sind.
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