Telefonieren und Internetsurfen im Ausland ist teuer. Ab Juli sinken die Preise – jedoch nur innerhalb der EU. Wer in Ländern wie etwa in der Türkei, der Schweiz und den USA mit dem Smartphone im Internet surft, muss höllisch aufpassen: Ein Megabyte herunterzuladen kostet bis zu 25,80 Euro. Die Experten von test haben ermittelt, was das Roaming bei den verschiedenen Anbietern kostet und wie man sich vor Horrorrechnungen schützt.
Roaming Mobilfunk 07/2012
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Happige Roaminggebühren
Dass Handygespräche und -surfen im Ausland deutlich teurer sind als zuhause, liegt am „Roaming“. Das englische Wort „to roam“ bedeutet herumwandern oder streunen. In die Welt des Mobilfunks übersetzt meint es, in einem fremden Netz zu telefonieren oder im Internet zu surfen. Der fremde Mobilfunkanbieter verlangt für die Weiterleitung der Gespräche und Daten eine Gebühr – und die ist oft happig.
Günstig surfen mit blau und simyo
Wie erwartet orientieren sich die neuen Auslandstarife weitestgehend an den Obergrenzen der EU-Vorgabe: Vodafone reizt den Spielraum sogar voll aus, und zwar bis auf vier Stellen nach dem Komma: Der Minutenpreis aus EU-Ländern kostet ab 1. Juli 0,3451 Euro. Bisher gab sich Vodafone mit zwei Nachkommastellen zufrieden: 0,41 Euro. Der T-Mobile Euro-Tarif wird mit der Option „Weltweit“ umgesetzt und entspricht ebenfalls den EU-Vorgaben. Beim Datenroaming unterbieten die beiden E-Plus-Billigmarken blau.de und simyo das EU-Preislimit: Das Megabyte kostet bei ihnen wie schon vor der Einführung der Obergrenze 49 Cent statt der zulässigen 83 Cent.
Tipp: Eine Übersicht über die Kosten der Telefon- und Datentarife im Ausland von Base, O2, T-Mobile und Vodafone finden Sie nach dem Freischalten des gesamten Artikels. Ebenfalls dargestellt sind die Tarife von blau.de, congstar, Fonic, otelo und simyo.
Spezielle Auslandstarife
Wer in der EU billiger telefonieren, simsen und surfen möchte, kann alternativ einen speziellen Auslandstarif buchen, meist „Option“ genannt. Rechnerisch ergibt sich hier oft ein niedrigerer Preis. Allerdings muss der Kunde aufpassen und sein gebuchtes Paket gut ausnutzen, sonst zahlt er drauf. Die Preise in den EU-Ländern sind mittlerweile erschwinglich. Ganz anders sieht es in anderen Urlaubsländern aus, zum Beispiel in der Türkei, der Schweiz und den USA. Hier kann ein ausgehendes Handygespräch immer noch mit knapp 2 Euro pro Minute zu Buche schlagen. Ein Megabyte herunterzuladen, kostet bis zu 25,80 Euro. Das führt schnell zu horrenden Rechnungen.
Tipp: Nach dem Freischalten finden sie eine Übersicht günstiger Sprach- und Datentarife für das Ausland von Base, O2, T-Mobile und Vodafone.
Warnung per SMS oder E-Mail
Wenigstens gibt es einen Schutzmechanismus. Wenn 59,50 Euro oder eine andere vereinbarte Schwelle aufgelaufen sind, erhalten Reisende eine Warnung per SMS oder E-Mail. Wer dann weiter Datendienste nutzen will, muss dies ausdrücklich bestätigen. Die Warnung gab es bisher nur innerhalb der EU, ab Juli 2012 greift der Mechanismus weltweit – sofern das ausländische Netz diese Funktion unterstützt.
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