Branding-Handys: Ärgertasten
Nutzer von Branding-Handys zahlen oft unnötig drauf.
Mobiltelefone mit spezieller Software sind für viele Nutzer ein teures Ärgernis. Entsprechende Modelle tragen das Logo eines Funknetzbetreibers, beispielsweise T-Mobile oder Vodafone. Die Software belegt in der Regel eine häufig genutzte Taste (siehe Foto) mit einer Zusatzfunktion, die ohne Rückfrage ins kostenpflichtige Handy-Internet führt. Auch wer die Verbindung sofort wieder kappt, zahlt je nach Vertrag bis zu 20 Cent. Pro Monat kommen auf diese Weise schnell mehrere Euro nicht beabsichtigter Kosten zusammen – und oft kennen die Kunden den Grund dafür nicht. Deshalb wertet test gebrandete Handys ab (Branding = Brandmarken, Einbrennen). Die Tastenfunktion kann nicht gelöscht, aber sie kann unterbunden werden. Dazu wird auf dem Handy ein neues WAP-Profil angelegt, das aber zu keinem existierenden Internetzugang führt. Das Telefon kann dann keine Datenverbindung herstellen, verursacht aber auch keine Kosten mehr. Interessenten sollten sich bei der Hotline ihres Mobilfunkpartners erkundigen, wie die Umstellung im einzelnen funktioniert.
test hilft gegen Branding: Daten und konkrete Beispiele haben wir unter www.test.de/branding aufgelistet. Manche Handys gibt es in gebrandeter und ungebrandeter Variante zu kaufen. In der Tabelle „Handys mit integrierter Kamera / UMTS“ wurden nur Handys abgewertet, die in Deutschland ausschließlich gebrandet zu haben sind. test empfiehlt, nach Möglichkeit Modelle mit neutraler Software zu kaufen.
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