Touchscreen, Internet, Apps: Smartphones beherrschen den Handy-Markt. Klassische Multimediahandys führen nur noch eine Randexistenz. Der Produktfinder Handys liefert Testergebnisse, Preise und Ausstattungsdetails zu 147 Smartphones und 15 Multimediahandys. Neu im April-Update: 21 zusätzliche Smartphones, darunter das Samsung Galaxy Note II, das Blackberry Z10 und drei Dual-Sim-Smartphones.
Testergebnisse für Handys
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Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Handys. Dieser Produktfinder stellt alle seit Anfang 2011 getesteten Geräte vor: Mit Fotos, Preisen, Testergebnissen und Ausstattungsmerkmalen. Hier finden Sie Ihr Modell. Alle Basisinformationen sind kostenlos. Nur für Testergebnisse müssen Sie bezahlen. Hier geht es direkt zu den Ergebnistabellen: Alle Handys zeigen
Neu im April: 21 zusätzliche Smartphones
Seit April frisch im Produktfinder: 21 Smartphones – darunter das Beinahe-Tablet Galaxy Note II und das kompakte Galaxy S III Mini vom Marktführer Samsung. Außerdem das HTC One X+, das Blackberry Z10 mit der neuen Blackberry-OS-Version 10 und das Motorola Razr i. Erstmals im Test: drei Dual-Sim-Smartphones. Die haben Platz für zwei Sim-Karten und können zwei Mobilfunkverträge gleichzeitig nutzen. Das kann für Nutzer praktisch sein, die unter einer privaten und einer beruflichen Nummer erreichbar sein wollen. Und im Ausland können sie damit für abgehende Anrufe eine günstige lokale Sim-Karte nutzen und trotzdem unter ihrer heimischen Nummer erreichbar bleiben.
Smartphones für jeden Geldbeutel
Wer sich heute ein Smartphone anschaffen möchte, hat die Qual der Wahl. Positiv: Die Geräte sind längst nicht mehr so teuer wie zu Zeiten, als das iPhone praktisch das einzige Smartphone für Privatanwender war. Zwar kosten auch die Luxusmodelle der Konkurrenz beim Marktstart gern über 600 Euro. Doch die Preise für Handys sinken schnell. Und es gibt inzwischen auch Einsteiger-Smartphones, die von Anfang an für unter 200 Euro zu haben sind. Doch der Preis ist nicht das einzige Kaufkriterium. Viele wichtige Unterschiede zeigen sich erst im Test: Längst nicht alle eignen sich gut zum Surfen. Wirklich gute Kameras sind Mangelware. Manche Handys bringen schlechte Kopfhörer mit oder haben gar mit Störgeräuschen zu kämpfen. Einige vertragen keinen Regen. Wer weiß, was er von seinem Handy erwartet, kann die Auswahl in den interaktiven Tabellen des Produktfinders eingrenzen – über die Ausstattungsmerkmale. Das funktioniert jeweils kostenlos entweder über die Gesamttabelle der getesteten Handys oder die erweiterte Suche.
Eine Frage des Systems
Eine wichtige Vorentscheidung bei der Suche nach dem passenden Smartphone fällt durch die Wahl des Betriebssystems. Momentan konkurrieren auf dem europäischen Markt sechs Systeme um die Gunst der Käufer Die Betriebssysteme im Überblick. Ein wichtiger Unterschied ist die Zahl der verfügbaren Zusatzprogramme, der Apps: Für das iPhone-Betriebssystem iOS und das Google-System Android gibt es inzwischen Hunderttausende von Apps. Für die anderen Systeme sind es längst nicht so viele (mehr Informationen im Test von App-Stores, dessen Ergebnisse Sie beim Kauf des gesamten Produktfinders Handys ebenfalls erhalten). Weiterer Unterschied bei den Betriebssystemen: Es gibt eher offene wie Android und Symbia. Und es gibt geschlossenere wie iOS und Windows Phone. Sie setzen ihren Nutzern enge Grenzen: Apps gibt es nur aus einer einzigen Quelle, der interne Speicher ist nicht mit Speicherkarten erweiterbar, und zum Datenaustausch mit dem PC sind spezielle Programme nötig. Innerhalb dieser Grenzen ist das Leben besonders für Einsteiger oft einfacher und sicherer. Technisch versiertere Nutzer schätzen es dagegen, dass sie etwa ein Android-Handy am Rechner einfach als USB-Laufwerk anmelden können und dass sie Apps darauf auch aus anderen Quellen installieren können als nur aus dem App-Shop eines einzigen Anbieters.
Großer Surfspaß oder kompaktes Hosentaschenhandy?
Besonders flüssig geht das Surfen im Internet auf den großen und hochauflösenden Touchscreens von Edelsmartphones wie dem Apple iPhone 5 oder dem Samsung Galaxy S III (Handys mit großem Display). Doch dieser Surfspaß hat seinen Preis. So sind solche Geräte relativ teuer und einige von ihnen sind recht schwer und sperrig. Ein extremes Beispiel ist das Galaxy Note II: Auf seinem Riesendisplay lässt sich prima surfen. Doch mit 182 Gramm und 15,1 mal 8,1 mal 1 Zentimeter sprengt es schon fast die Grenze zum Tablet-Rechner. Hier muss jeder Nutzer abwägen: Welcher Kompromiss von Preis, Displaygröße und Tragekomfort ist für mich der beste?
Schwache Akkus, anfällige Antennen
Ein weiterer Nachteil besonders großer Bildschirme: Sie verbrauchen mehr Strom. Nicht immer sind die Akkus großer Smartphones dem gewachsen. Bei den Akkulaufzeiten im Surfbetrieb zeigen sich im Test erhebliche Unterschiede. Ärgerlicher Trend: Immer mehr Smartphones haben fest verbaute Akkus. Für den Nutzer hat das zwei Nachteile: Er kann unterwegs nicht mal eben einen Ersatzakku einlegen, wenn der erste leer ist. Und wenn der Akku nach ein paar Jahren am Ende seiner Lebenszeit ist, kann der Nutzer ihn nicht selbst durch einen neuen ersetzen, sondern muss das Gerät zum Akkuwechsel einschicken. Wer das nicht will, sucht im Produktfinder gezielt nach Handys mit wechselbarem Akku. Neben immer größeren Displays geht der Trend bei Edel-Smartphones auch zu immer flacheren Bauformen. Die Entwickler müssen dabei immer aufwendigere Technik in immer flachere Gehäuse quetschen. Zuweilen scheint das zu Antenneproblemen zu führen: Bei etlichen aktuellen Smartphones bricht die Funkleistung ein, wenn der Nutzer sie an einer bestimmten Stelle berührt.
Kamera und Musikspieler
Die Werbung prahlt oft mit hohen Pixelzahlen der eingebauten Kameras. Davon sollten sich Handykäufer nicht beeindrucken lassen: Die Auflösung in Megapixel sagt noch nichts über die Bildqualität einer Kamera. Die hängt viel stärker von der Qualität der Optik ab. Das gilt für Handykameras genauso wie für reine Fotoapparate. Nur wenige Handys haben richtig gute Kameras. Viele schwächeln bei der Videoqualität, oder sie haben eine zu lange Auslöseverzögerung. Bei der Klangqualität der Musikspielerfunktion ist oft der mitgelieferte Kopfhörer das schwächste Glied. Diese Schwäche lässt sich meist ausgleichen: Die meisten Handys besitzen einen 3,5mm-Standard-Kopfhöreranschluss – ein schwacher mitgelieferter Kopfhörer lässt sich so leicht durch einen besseren ersetzen. Seltener ist auch die Klangqualität des Handys selbst dürftig. Der Kopfhörerausgang des Samsung Galaxy 550 zum Beispiel bringt Störgeräusche. Die lassen sich auch mit den besten Kopfhörern nicht beseitigen. Manche günstigeren Einsteigergeräte wie das Samsung Galaxy Pocket oder das Sony Xperia tipo werden ganz ohne Kopfhörer ausgeliefert. Das fließt negativ in die Note für den Klang ein.
Navigieren mit und ohne Datenverbindung
Alle geprüften Smartphones verfügen über einen Empfänger für das Satelliten-Ortungssystem GPS. Doch nicht alle bringen schon ab Werk Software zum Navigieren mit. Zuweilen ist nur eine reine Kartensoftware installiert. Die hilft zwar bei der Orientierung, bietet aber keine Routenführung mit Sprachansagen. Android-Handys kommen seit der Systemversion 2.1 mit der Navigationssoftware Google Maps Navigation. Für iPhones gibt es ab der iOS-Version 6.0 ein kostenloses Naviprogramm von Apple, das auf neueren Geräten ebenfalls schon vorinstalliert ist. Google Maps und Apple Karten weisen jedoch eine wichtige Einschränkung auf: Es handelt sich um Offboard-Navigationsprogramme. Das heißt, sie brauchen zur Navigation eine Datenverbindung. Mit dem passenden Datentarif ist das im Inland kein Problem. Im Ausland allerdings ist eine solche Lösung wegen sehr hoher Onlinekosten kaum sinnvoll einsetzbar. Anders ist das bei „richtigen“ Onboard-Navigationsprogrammen. Hier klappt das Navigieren auch ohne Datenverbindung. Smartphones von Nokia bringen bereits ein solch vollwertiges Navigationsprogramm mit (Handys mit Onboard-Navigation). Besitzer der meisten anderen Geräte müssen solche Programme bei Bedarf nachkaufen.
Neue Extras für Luxus-Smartphones
Telefonieren, Mailen, Surfen – all das klappt auch mit vielen Mittelklasse-Smartphone ordentlich. Und so setzen manche Anbieter auf neue Extras, um ihre höherpreisigen Geräte von der Konkurrenz abzuheben. Ein prominentes Beispiel ist die sprachgesteuerte Assistentenfunktion „Siri“, die Apple seinen Geräten ab dem iPhone 4S verpasst hat. Anders als einfacher gestrickte Sprachsteuerungen, wie sie bei Handys schon länger üblich sind, hört Siri nicht nur auf vorgegebene Kommandos, sondern analysiert Nutzeranfragen inhaltlich, um mithilfe von Online-Diensten wie Wolfram Alpha Antworten zu finden. Das funktioniert derzeit auf Englisch noch deutlich besser als auf Deutsch. Etwas obskurer fällt das Alleinstellungsmerkmal aus, das HTC seinem Evo 3D und LG dem Optimus 3D und dem Optimus 3D Max verpassen: Diese Geräte haben stereoskopische Kameras und Displays. Damit können sie dreidimensionale Fotos und Videos machen und darstellen. Das funktioniert zwar, doch bleibt der Sinn dieser Innovation etwas unklar. Ein anderes Beispiel für Smartphones mit exotischen Zusatzfunktionen ist das Samsung Galaxy Beam: Es hat einen eingebauten Mini-Beamer, der im Schnelltest allerdings nicht so recht begeisterte.
Multimediahandys für Minimalisten
Nicht jeder braucht all die tollen Internetfunktionen moderner Smartphones. Wer einfach nur telefonieren möchte, findet vielleicht das passende Gerät unter den 15 klassischen Multimediahandys im Produktfinder. Die haben zwar keine überzeugenden Kameras. Doch gut telefonieren lässt sich mit den meisten von ihnen schon. Auch überzeugen die meisten mit guten Akkulaufzeiten.
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