17.06.2014

Handy und Smartphone: 221 Mobiltelefone im Test

Video
So testen wir Smartphones: Kampf der Kleincomputer
Video: So aufwendig testet die Stiftung Warentest Handys.

Touchs­creen, Internet, Apps: Smartphones beherr­schen den Handy-Markt. Klassische Multi­media­handys führen nur noch eine Rand­existenz. Der Produkt­finder Handys liefert Test­ergeb­nisse, Preise und Ausstattungs­details zu 206 Smart­phones und 15 Multi­media­handys. Davon sind aktuell 203 lieferbar. Mit dem Juni-Update kommen 20 neue Smartphones in die Daten­bank, darunter das Samsung Galaxy S5, das Sony Xperia Z2 und das Fairphone.

20 neue Smartphones

Mit dem Juni-Update präsentiert die Stiftung Warentest 20 neue Smartphones im Produktfinder Handys. Darunter ist zum Beispiel das Samsung Galaxy S5, das mit ausgezeichneten Smartphone-Funk­tionen über­zeugt. Musiklieb­haber finden das Xperia Z2 von Sony mit aktiv geräusch­unterdrückenden Kopf­hörern. Auch einige Exoten sind dabei: Das LG G Flex hat einen gebogenen Bild­schirm, das Yotaphone ein E-Paper-Display auf der Rück­seite. Die Macher des Fairphones setzen stark auf faire Produktions­bedingungen und nach­haltige Rohstoffe.

Übrigens: Nach dem Frei­schalten der Daten­bank erhalten Sie auch die Testbe­richte der Zeit­schrift test zum kostenlosen Download als PDF.

Strenger getestet

Bei Smartphones entwickelt sich die Technik ständig weiter, die Stiftung Warentest passt ihr Prüf­programm darum regel­mäßig an die neuen Entwick­lungen an. Die Geräte im Juni-Update wurden unter verschärften Bedingungen getestet. Sprach­qualität und Netz­empfindlich­keit bewerten die Prüfer nun noch strenger, beim Akku und der Kamera sind zudem neue Tests hinzugekommen. Für immer mehr Nutzer ersetzt das Smartphone im Alltag mitt­lerweile den Foto­apparat. Darum hat test.de die Prüfungen der Kamera­funk­tion nicht nur erweitert, sondern lässt sie jetzt mit einer etwas höheren Gewichtung in die Gesamt­note einfließen. Daher sind die Qualitäts­urteile der seit Juni 2014 neu hinzugekommenen Handys nicht direkt mit denen der davor geprüften vergleich­bar.

Alle Test­ergeb­nisse für Sie

Die Stiftung Warentest testet regel­mäßig Handys. Dieser Produktfinder stellt alle seit Anfang 2011 getesteten Geräte vor: Mit Fotos, Preisen, Test­ergeb­nissen und Ausstattungs­merkmalen. Hier finden Sie Ihr Modell. Alle Basis­informationen sind kostenlos. Nur für Test­ergeb­nisse müssen Sie bezahlen. Hier geht es direkt zu den Ergebnis­tabellen: Alle Handys zeigen. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten auch alle Handy-Testbe­richte der Zeit­schrift test zum Download als PDF.

Smartphones für jeden Geldbeutel

Wer sich heute ein Smartphone anschaffen möchte, hat die Qual der Wahl. Positiv: Die Geräte sind längst nicht mehr so teuer wie zu Zeiten, als das iPhone praktisch das einzige Smart­phone für Privat­anwender war. Zwar kosten auch die Luxusmodelle der Konkurrenz beim Markt­start gern über 600 Euro. Doch die Preise für Handys sinken schnell. Und es gibt inzwischen auch Einsteiger-Smartphones, die von Anfang an für unter 200 Euro zu haben sind. Doch der Preis ist nicht das einzige Kauf­kriterium. Viele wichtige Unterschiede zeigen sich erst im Test: Längst nicht alle eignen sich gut zum Surfen. Wirk­lich gute Kameras sind Mangelware. Manche Handys bringen schlechte Kopf­hörer mit oder haben gar mit Stör­geräuschen zu kämpfen. Einige vertragen keinen Regen. Wer weiß, was er von seinem Handy erwartet, kann die Auswahl in der inter­aktiven Daten­bank eingrenzen. Links am Rand gibt es eine Filter­leiste – und die Ergeb­nisse können anschließen sortiert werden. Zum Beispiel nach Preis oder Test­urteil alle getesteten Handys.

Eine Frage des Systems

Eine wichtige Vorentscheidung bei der Suche nach dem passenden Smartphone fällt durch die Wahl des Betriebs­systems. Momentan konkurrieren auf dem europäischen Markt sechs Systeme um die Gunst der Käufer Die Betriebssysteme im Überblick. Ein wichtiger Unterschied ist die Zahl der verfügbaren Zusatz­programme, der Apps: Für das iPhone-Betriebs­system iOS und das Google-System Android gibt es inzwischen Hundert­tausende von Apps. Für die anderen Systeme sind es längst nicht so viele (mehr Informationen im Test von App-Stores, dessen Ergeb­nisse Sie beim Kauf des gesamten Produktfinders Handys als PDF erhalten). Weiterer Unterschied bei den Betriebs­systemen: Es gibt eher offene wie Android und Symbian. Und es gibt geschlossenere wie iOS und Wind­ows Phone. Sie setzen ihren Nutzern enge Grenzen: Apps gibt es nur aus einer einzigen Quelle, der interne Speicher ist nicht mit Speicherkarten erweiter­bar, und zum Daten­austausch mit dem PC sind spezielle Programme nötig. Inner­halb dieser Grenzen ist das Leben besonders für Einsteiger oft einfacher und sicherer. Tech­nisch versiertere Nutzer schätzen es dagegen, dass sie etwa ein Android-Handy am Rechner einfach als USB-Lauf­werk anmelden können und dass sie Apps darauf auch aus anderen Quellen installieren können als nur aus dem App-Shop eines einzigen Anbieters.

Großer Surf­spaß oder kompaktes Hosentaschen­handy?

Besonders flüssig geht das Surfen im Internet auf den großen und hoch­auflösenden Touchs­creens von Edel­smartphones wie dem Apple iPhone 5 oder dem Samsung Galaxy S III (zu den Handys mit großem Display). Doch dieser Surf­spaß hat seinen Preis. So sind solche Geräte relativ teuer und einige von ihnen sind recht schwer und sper­rig. Ein extremes Beispiel ist das Galaxy Mega: Auf seinem Riesen­display lässt sich prima surfen. Doch mit 200 Gramm und 16,8 mal 8,9 mal 1 Zenti­meter sprengt es schon fast die Grenze zum Tablet-Rechner. Ähnlich groß ist auch das Huawei Ascend Mate. Hier muss jeder Nutzer abwägen: Welcher Kompromiss von Preis, Displaygröße und Trage­komfort ist für mich der beste?

Schwache Akkus, anfäl­lige Antennen

Ein weiterer Nachteil besonders großer Bild­schirme: Sie verbrauchen mehr Strom. Nicht immer sind die Akkus großer Smartphones dem gewachsen. Bei den Akku­lauf­zeiten im Surf­betrieb zeigen sich im Test erhebliche Unterschiede. Ärgerlicher Trend: Immer mehr Smartphones haben fest verbaute Akkus. Für den Nutzer hat das zwei Nachteile: Er kann unterwegs nicht mal eben einen Ersatz­akku einlegen, wenn der erste leer ist. Und wenn der Akku nach ein paar Jahren am Ende seiner Lebens­zeit ist, kann der Nutzer ihn nicht selbst durch einen neuen ersetzen, sondern muss das Gerät zum Akkuwechsel einschi­cken. Wer das nicht will, sucht im Produktfinder gezielt nach Handys mit wechselbarem Akku. Neben immer größeren Displays geht der Trend bei Edel-Smartphones auch zu immer flacheren Bauformen. Die Entwickler müssen dabei immer aufwendigere Technik in immer flachere Gehäuse quetschen. Zuweilen scheint das zu Antenne­problemen zu führen: Bei etlichen aktuellen Smartphones bricht die Funk­leistung ein, wenn der Nutzer sie an einer bestimmten Stelle berührt.

Kamera und Musikspieler

Die Werbung prahlt oft mit hohen Pixelzahlen der einge­bauten Kameras. Davon sollten sich Handy­käufer nicht beein­drucken lassen: Die Auflösung in Megapixel sagt noch nichts über die Bild­qualität einer Kamera. Die hängt viel stärker von der Qualität der Optik ab. Das gilt für Handy­kameras genauso wie für reine Foto­apparate. Nur wenige Handys haben richtig gute Kameras. Viele schwächeln bei der Video­qualität, oder sie haben eine zu lange Auslösever­zögerung. Bei der Klang­qualität der Musikspieler­funk­tion ist oft der mitgelieferte Kopf­hörer das schwächste Glied. Diese Schwäche lässt sich meist ausgleichen: Die meisten Handys besitzen einen 3,5mm-Stan­dard-Kopf­hörer­anschluss – ein schwacher mitgelieferter Kopf­hörer lässt sich so leicht durch einen besseren ersetzen. Seltener ist auch die Klangqualität des Handys selbst dürftig. Der Kopf­hörer­ausgang des Samsung Galaxy 550 zum Beispiel bringt Stör­geräusche. Die lassen sich auch mit den besten Kopf­hörern nicht beseitigen. Nicht nur manche güns­tigeren Einsteigergeräte wie das Samsung Galaxy Pocket oder das Sony Xperia tipo werden ganz ohne Kopf­hörer ausgeliefert, auch beim LG Google Nexus 5 müssen Käufer auf Kopf­hörer verzichten. Das fließt negativ in die Note für den Klang ein.

Navigieren mit und ohne Daten­verbindung

Alle geprüften Smartphones verfügen über einen Empfänger für das Satelliten-Ortungs­system GPS. Doch nicht alle bringen schon ab Werk Software zum Navigieren mit. Zuweilen ist nur eine reine Kartensoftware installiert. Die hilft zwar bei der Orientierung, bietet aber keine Routenführung mit Sprach­ansagen. Android-Handys kommen seit der System­version 2.1 mit der Navigations­software Google Maps Navigation. Für iPhones gibt es ab der iOS-Version 6.0 ein kostenloses Navi­programm von Apple, das auf neueren Geräten ebenfalls schon vorinstalliert ist. Google Maps und Apple Karten weisen jedoch eine wichtige Einschränkung auf: Es handelt sich um Offboard-Navigations­programme. Das heißt, sie brauchen zur Navigation eine Daten­verbindung. Mit dem passenden Daten­tarif ist das im Inland kein Problem. Im Ausland allerdings ist eine solche Lösung wegen sehr hoher Online­kosten kaum sinn­voll einsetz­bar. Anders ist das bei „richtigen“ Onboard-Navigations­programmen. Hier klappt das Navigieren auch ohne Daten­verbindung. Smartphones von Nokia bringen bereits ein solch voll­wertiges Navigations­programm mit (Handys mit Onboard-Navigation). Besitzer der meisten anderen Geräte müssen solche Programme bei Bedarf nach­kaufen.

Neue Extras für Luxus-Smartphones

Telefonieren, Mailen, Surfen – all das klappt auch mit vielen Mittel­klasse-Smartphone ordentlich. Und so setzen manche Anbieter auf neue Extras, um ihre höher­preisigen Geräte von der Konkurrenz abzu­heben. Ein prominentes Beispiel ist die sprach­gesteuerte Assistenten­funk­tion „Siri“, die Apple seinen Geräten ab dem iPhone 4S verpasst hat. Anders als einfacher gestrickte Sprach­steuerungen, wie sie bei Handys schon länger üblich sind, hört Siri nicht nur auf vorgegebene Kommandos, sondern analysiert Nutzer­anfragen inhalt­lich, um mithilfe von Online-Diensten wie Wolfram Alpha Antworten zu finden. Das funk­tioniert derzeit auf Eng­lisch noch deutlich besser als auf Deutsch. Etwas obskurer fällt das Allein­stellungs­merkmal aus, das HTC seinem Evo 3D und LG dem Optimus 3D und dem Optimus 3D Max verpassen: Diese Geräte haben stereo­skopische Kameras und Displays. Damit können sie dreidimensionale Fotos und Videos machen und darstellen. Das funk­tioniert zwar, doch bleibt der Sinn dieser Inno­vation etwas unklar. Ein anderes Beispiel für Smartphones mit exotischen Zusatz­funk­tionen ist das Samsung Galaxy Beam: Es hat einen einge­bauten Mini-Beamer, der im Schnelltest allerdings nicht so recht begeisterte.

Multimedia­handys für Minimalisten

Nicht jeder braucht all die tollen Internet­funk­tionen moderner Smartphones. Wer einfach nur telefonieren möchte, findet vielleicht das passende Gerät unter den 15 klassischen Multimediahandys im Produktfinder. Die haben zwar keine über­zeugenden Kameras. Doch gut telefonieren lässt sich mit den meisten von ihnen schon. Auch über­zeugen die meisten mit guten Akku­lauf­zeiten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: So funk­tioniert der Produktfinder

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