Die Betriebssysteme im Überblick
Die Wahl des Betriebssystems kann ein entscheidender Faktor beim Kauf des Handys sein. Hier die Handy-Betriebssysteme im Überblick.
Testergebnisse für Handys
Android
Android wird unter Federführung von Google entwickelt, der Programmcode ist frei verfügbar. Handyanbieter passen ihn auf ihre Geräte an und sind auch dafür zuständig, Software-Aktualisierungen für ihre Handys zu liefern. Das führt zuweilen zu Frust bei den Nutzern, wenn Updates auf die neueste Android-Version länger auf sich warten lassen. Das System gilt als flexibel und offen. Googles „Play Store“ (vormals „Android Market“) bietet eine sehr große Zahl an Zusatzprogrammen. Doch auch Apps aus anderen Quellen lassen sich installieren. Viele Android-Handys haben einen Steckplatz für Speicherkarten. In der Regel lassen sie sich zum einfachen Austausch von Musik und anderen Dateien als USB-Laufwerk oder zumindest über das Media Transfer Protocol (MTP) an den Computer anschließen. Die Synchronisierung von Adressen und Kalender erfolgt standardmäßig übers Internet. Manche Handyanbieter bieten für ihre Geräte PC-Software für eine direkte Synchronisation per USB.
Handys mit dem Betriebssystem Android
Bada
Bada ist eine Entwicklung von Samsung und läuft nur auf Geräten dieses Anbieters. Die offizielle Quelle für Bada-Apps ist Samsungs Online-Laden „Samsung Apps“. Für die direkte Synchronisation von Adressbuch und Kalender stellt Samsung das PC-Programm Kies zum kostenlosen Herunterladen bereit. Für sonstigen Datenaustausch funktionieren Bada-Handys am Computer als USB-Laufwerk.
Handys mit dem Betriebssystem Bada
Blackberry-OS
Blackberry-OS ist das System des kanadischen Anbieters Blackberry (vormals Research in Motion, RIM). Blackberry-Geräte sind traditionell vor allem für Unternehmenskunden gedacht und bieten spezielle Synchronisations- und E-Mail-Funktionen, die eine entsprechende Netzwerkrechner-Infrastruktur voraussetzen. Außerdem war lange Zeit ein spezieller Handytarif nötig. Erst seit der Blackberry-OS-Version 10 brauchen Blackberry-Nutzer keinen speziellen Mobilfunkvertrag mehr und können neben den eigenen Diensten von Blackberry uneingeschränkt auch andere E-Mail-, Kalender- und Adressbuch-Dienste nutzen. Blackberry liefert ein Programm zur direkten Synchronisation mit dem PC mit. Blackberry-Nutzer können Apps aus der „Blackberry App World“ oder aus anderen Quellen installieren.
Handys mit dem Betriebssystem Blackberry-OS
iOS
iOS von Apple läuft neben dem iPhone auch auf dem iPod Touch und auf dem iPad. Das System ist beliebt wegen seiner einfachen Steuerung und dem enormen Angebot an Apps, wird aber für seine Geschlossenheit kritisiert. Apps kommen nur aus Apples „App Store“, für den ein Nutzerkonto nötig ist. Der interne Speicher von iOS-Geräten lässt sich nicht mit Speicherkarten erweitern. Der Zugriff auf den Speicher ist stark beschränkt. Der Datenaustausch mit dem PC läuft über das Programm iTunes. Das Programm muss aus dem Internet geladen werden. Bis zur iOS-Version 4 war es auch zur Aktivierung der Geräte notwendig. Erst seit iOS 5, das zusammen mit dem iPhone 4S veröffentlicht wurde, ist es möglich, ein neues iPhone auch ohne PC mit iTunes in Betrieb zu nehmen.
Handys mit dem Betriebssystem iOS
Symbian
Symbian ist ein Betriebssystem, das inzwischen nur noch Nokia einsetzt. Das System gilt als offen und vielseitig, aber kompliziert. Apps kommen von Nokias „Ovi Store“ oder aus anderen Quellen. Zum Datenaustausch melden sich Symbian-Handys am PC als USB-Laufwerk an. Bei der Synchronisation von Adressen und Kalender setzt das System seit der Version Symbian^3 wie andere Systeme verstärkt auf Internetdienste. Die PC-Software Ovi Suite hilft aber zum Beispiel beim Übertragen von Navigations-Kartenmaterial auf das Handy. In Zukunft will Nokia seine Smartphones mit Windows Phone 7 betreiben. Es gibt aber bisher auch immer noch neue Geräte mit Symbian-System. Die neuesten Versionen des Systems tragen klingende Namen wie „Anna“ und „Belle“.
Handys mit dem Betriebssystem Symbian
Windows Phone
Windows Phone von Microsoft wird wie Android von verschiedenen Handy-Anbietern genutzt, die Microsoft dafür aber Lizenzgebühren zahlen. Microsoft macht enge Vorgaben für die Handy-Hardware, kümmert sich dafür aber auch um die Systemaktualisierungen. Das System ist erheblich besser zu bedienen, aber auch geschlossener als der Vorgänger Windows Mobile 6. Apps können nur von Microsofts „Windows Phone Store“ installiert werden, es ist ein Nutzerkonto nötig. Die Synchronisation von Adressbuch und Kalender läuft primär übers Internet. Musik und Fotos kann der Nutzer seit der neuesten Version Windows Phone 8 auch ohne Zusatzsoftware zwischen PC und Handy austauschen - bei älteren Versionen ist dafür das PC-Programm Zune nötig. Weitere Neuerung: Windows-Phone-8-Handys können nun auch einen Speicherkartensteckplatz haben.
Handys mit dem Betriebssystem Windows Phone
App Stores
Über die Qualität von zehn App-Stores für diverse Smartphone-Betriebssysteme informiert übrigens unser Test von App-Stores. Wer den Zugriff auf den gesamten Handy-Produkftinder erwirbt, erhält damit auch die vollständigen Ergebnisse des App-Store-Tests in Form einer PDF-Datei.
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