Glossar
Was ist schneller, Edge oder HSDPA? Was bedeutet Tethering? Und wofür steht der SAR-Wert? Das folgende Glossar gibt Antwort.
Testergebnisse für Handys
App: Abkürzung für „Application“ (Englisch für Anwendung), wird vor allem für Zusatzprogramme für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-Rechner verwandt.
Bluetooth: Funktechnik für die kabellose Verbindung zwischen Mobiltelefon und Zubehör wie einem Headset oder einer Freisprecheinrichtung.
Beschleunigungssensor: Erfasst Bewegungen des Handys genauer als ein einfacherer Lagesensor, zum Beispiel für Spiele oder Navigationsanwendungen. Wird auch Gyrosensor genannt.
Datenrate: Übertragungsgeschwindigkeit einer Datenverbindung. Sie wird gemessen in Kilobit oder Megabit pro Sekunde (kbit/s, Mbit/s).
Edge (Enhanced Data Rates for GSM Evolution): Beschleunigte Datenübertragung über GSM-Netze. In deutschen Netzen mit Datenraten bis zu 380 kbit/s.
GPRS (General Packet Radio Service): Paketbasierte Datenübertragung über GSM-Netze. Ermöglicht ohne Edge-Beschleunigung Datenraten bis zu 54 kbit/s.
GPS (Global Positioning System): Weltumspannendes Ortungssystem, mit dem entsprechende Empfangsgeräte durch Satellitenverbindungen ihre Position bestimmen können.
GSM (Global System for Mobile Communications): Weltweit verbreiteter Standard für digitale Mobilfunknetze. Netz der zweiten Generation („2G“). In Europa funken GSM-Netze in Frequenzbändern um 900 und 1800 Megahertz, in Nordamerika um 850 und 1900 Megahertz.
HDMI (High Definition Multimedia Interface): Schnittstelle zu digitalen Übertragung von Audio- und Videodaten, zum Beispiel von einem DVD-Spieler oder einem Satelliten-Receiver auf einen Fernseher.
HSPA (High Speed Packet Access): Ermöglicht eine deutlich beschleunigte Datenübertragung über UMTS-Netze. In Download-Richtung sind per HSDPA in Deutschland derzeit je nach Handymodell, Standort, Netzbetreiber und Handytarif Datenraten bis zu 21,6 Mbit/s möglich, in Upload-Richtung per HSUPA Datenraten bis zu 5,8 Mbit/s.
HSPA+: Weiterentwicklung von HSPA mit noch höheren Datenraten.
Lagesensor: Erfasst die Ausrichtung des Handys, vor allem zum Umschalten der Displaydarstellung zwischen Hochformat und Querformat.
LTE (Long-Term Evolution): Neuer Mobilfunkstandard der vierten Generation (darum Gelegentlich auch: „4G“), der erheblich schnellere Datenübertragung ermöglicht als UMTS-Netze. Die LTE-Netze befinden sich in Deutschland erst im Aufbau und spielen für die mobile Nutzung bislang noch keine große Rolle.
Multitouch: Multitouch-fähige Displays können mehrere Fingerberührungen gleichzeitig verarbeiten. Das ermöglicht komplexere Gestensteuerung, zum Beispiel zum Vergrößern, Verkleinern oder Drehen von Bildern.
Offboard-Navigation: Offboard-Navigationslösungen wie Google Maps Navigation brauchen eine Datenverbindung, da das Kartenmaterial nicht lokal auf dem Handy gespeichert ist, sondern je nach Bedarf von den Internetrechnern des Anbieters abgerufen werden.
Onboard-Navigation: Bei der Onboard-Navigation befindet sich das Kartenmaterial auf dem Handy. Darum funktioniert sie auch ohne eine Datenverbindung.
SAR (Spezifische Absorptionsrate): Maß für die Erwärmung von Gewebe durch die Funkleistung zum Beispiel von Handys.
Sim-Karte (Subscriber Identity Module): Die Sim-Karte dient zur Identifikation des Nutzers im Mobilfunknetz. Sie ist an einen Handyvertrag und die zugehörige Rufnummer gekoppelt. Es gibt unterschiedliche Größen: Am gebräuchlichsten ist die Mini-Sim-Karte (25 x 15 mm). Zunehmend nutzen neuere Smartphones wie das iPhone 4 das noch kleinere Micro-Sim-Format (15 x 12 mm).
Swype (von „to swipe“: englisch für „wischen“): Programm zur vereinfachten einhändigen Texteingabe über virtuelle Touchscreen-Tastaturen. Der Nutzer tippt dabei die Buchstaben nicht einzeln ein, sondern wischt mit einem Finger oder Daumen von Buchstabe zu Buchstabe („to swipe“ ist englisch für „wischen“).
Tethering (von „to tether“: englisch für „anleinen“ oder „anbinden“): Verbindung zwischen Handy und PC oder Notebook, bei der das Handy als Funkmodem dient und den Rechner per Mobilfunk mit dem Internet verbindet. Traditionell geschieht dies über eine USB-Kabelverbindung. Doch auch der Einsatz des Handys als tragbarer WLan-Hotspot wird zuweilen als „WLan-Tethering“ bezeichnet.
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System): Standard für digitale Mobilfunknetze mit schnellerer Datenübertragung als GSM. Netz der dritten Generation („3G“). Datenraten ohne HSDPA/HSUPA-Beschleunigung bis zu 384 kbit/s.
USB (Universal Serial Bus): Anschluss zur Verbindung von Computern mit Preipheriegeräten wie Druckern, Kartenlesegeräten oder Funkmodems.
WLan (Wireless Local Area Network): Lokales Funknetzwerk, zum Beispiel daheim oder in öffentlichen Zugangspunkten („Hotspots“) in Cafés, Hotels oder Flughäfen. Der ältere Standard 802.11g erlaubt Datenraten bis zu 54 Mbit/s, der neuere 802.11n je nach Umsetzung theoretisch bis zu 600 Mbit/s. Außerdem kam mit dem neueren Standard ein zusätzliches Frequenzband hinzu: Während ältere WLan-Geräte nur im Frequenzband um 2,4 GHz funken können, unterstützen viele neuere auch das Band um 5 GHz. Vorteil: Das 5-GHz-Band bietet mehr Kanäle und ist besonders in Städten noch nicht so überfüllt und erlaubt darum einen störungsärmeren Betrieb. Dafür müssen aber sowohl der Router als auch das Endgerät 5-GHz-WLan unterstützen. Manche Handys können selbst als WLan-Hotspot dienen und so andere Geräte wie Notebooks oder Tablet-Rechner drahtlos per Mobilfunk mit dem Internet verbinden.
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