25.04.2013

Handy und Smartphone: 162 Mobiltelefone im Test

Glossar

Was ist schneller, Edge oder HSDPA? Was bedeutet Tethering? Und wofür steht der SAR-Wert? Das folgende Glossar gibt Antwort.

App: Abkür­zung für „Application“ (Eng­lisch für Anwendung), wird vor allem für Zusatz­programme für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-Rechner verwandt.

Bluetooth: Funk­technik für die kabellose Verbindung zwischen Mobiltelefon und Zubehör wie einem Head­set oder einer Frei­sprech­einrichtung.

Beschleunigungs­sensor: Erfasst Bewegungen des Handys genauer als ein einfacherer Lagesensor, zum Beispiel für Spiele oder Navigations­anwendungen. Wird auch Gyrosensor genannt.

Daten­rate: Über­tragungsge­schwin­digkeit einer Daten­verbindung. Sie wird gemessen in Kilobit oder Megabit pro Sekunde (kbit/s, Mbit/s).

Edge (Enhanced Data Rates for GSM Evolution): Beschleunigte Daten­über­tragung über GSM-Netze. In deutschen Netzen mit Daten­raten bis zu 380 kbit/s.

GPRS (General Packet Radio Service): Paketbasierte Daten­über­tragung über GSM-Netze. Ermöglicht ohne Edge-Beschleu­nigung Daten­raten bis zu 54 kbit/s.

GPS (Global Positioning System): Welt­umspannendes Ortungs­system, mit dem entsprechende Empfangs­geräte durch Satelliten­verbindungen ihre Position bestimmen können.

GSM (Global System for Mobile Communications): Welt­weit verbreiteter Stan­dard für digitale Mobil­funk­netze. Netz der zweiten Generation („2G“). In Europa funken GSM-Netze in Frequenzbändern um 900 und 1800 Megahertz, in Nord­amerika um 850 und 1900 Megahertz.

HDMI (High Definition Multimedia Inter­face): Schnitt­stelle zu digitalen Über­tragung von Audio- und Video­daten, zum Beispiel von einem DVD-Spieler oder einem Satelliten-Receiver auf einen Fernseher.

HSPA (High Speed Packet Access): Ermöglicht eine deutlich beschleunigte Daten­über­tragung über UMTS-Netze. In Download-Richtung sind per HSDPA in Deutsch­land derzeit je nach Hand­ymodell, Stand­ort, Netz­betreiber und Hand­ytarif Daten­raten bis zu 21,6 Mbit/s möglich, in Upload-Richtung per HSUPA Daten­raten bis zu 5,8 Mbit/s.

HSPA+: Weiter­entwick­lung von HSPA mit noch höheren Daten­raten.

Lagesensor: Erfasst die Ausrichtung des Handys, vor allem zum Umschalten der Displaydar­stellung zwischen Hoch­format und Querformat.

LTE (Long-Term Evolution): Neuer Mobil­funk­stan­dard der vierten Generation (darum Gelegentlich auch: „4G“), der erheblich schnel­lere Daten­über­tragung ermöglicht als UMTS-Netze. Die LTE-Netze befinden sich in Deutsch­land erst im Aufbau und spielen für die mobile Nutzung bislang noch keine große Rolle.

Multitouch: Multitouch-fähige Displays können mehrere Fingerberührungen gleich­zeitig verarbeiten. Das ermöglicht komplexere Gestensteuerung, zum Beispiel zum Vergrößern, Verkleinern oder Drehen von Bildern.

Offboard-Navigation: Offboard-Navigations­lösungen wie Google Maps Navigation brauchen eine Daten­verbindung, da das Kartenmaterial nicht lokal auf dem Handy gespeichert ist, sondern je nach Bedarf von den Internet­rechnern des Anbieters abge­rufen werden.

Onboard-Navigation: Bei der Onboard-Navigation befindet sich das Kartenmaterial auf dem Handy. Darum funk­tioniert sie auch ohne eine Daten­verbindung.

SAR (Spezi­fische Absorptions­rate): Maß für die Erwärmung von Gewebe durch die Funk­leistung zum Beispiel von Handys.

Sim-Karte (Subscriber Identity Module): Die Sim-Karte dient zur Identifikation des Nutzers im Mobil­funk­netz. Sie ist an einen Handy­vertrag und die zugehörige Rufnummer gekoppelt. Es gibt unterschiedliche Größen: Am gebräuchlichsten ist die Mini-Sim-Karte (25 x 15 mm). Zunehmend nutzen neuere Smartphones wie das iPhone 4 das noch kleinere Micro-Sim-Format (15 x 12 mm).

Swype (von „to swipe“: eng­lisch für „wischen“): Programm zur vereinfachten einhändigen Text­eingabe über virtuelle Touchs­creen-Tastaturen. Der Nutzer tippt dabei die Buch­staben nicht einzeln ein, sondern wischt mit einem Finger oder Daumen von Buch­stabe zu Buch­stabe („to swipe“ ist eng­lisch für „wischen“).

Tethering (von „to tether“: eng­lisch für „anleinen“ oder „anbinden“): Verbindung zwischen Handy und PC oder Notebook, bei der das Handy als Funk­modem dient und den Rechner per Mobil­funk mit dem Internet verbindet. Traditionell geschieht dies über eine USB-Kabel­verbindung. Doch auch der Einsatz des Handys als trag­barer WLan-Hotspot wird zuweilen als „WLan-Tethering“ bezeichnet.

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System): Stan­dard für digitale Mobil­funk­netze mit schnel­lerer Daten­über­tragung als GSM. Netz der dritten Generation („3G“). Daten­raten ohne HSDPA/HSUPA-Beschleunigung bis zu 384 kbit/s.

USB (Universal Serial Bus): Anschluss zur Verbindung von Computern mit Preipheriegeräten wie Druckern, Kartenlesegeräten oder Funk­modems.

WLan (Wireless Local Area Network): Lokales Funk­netz­werk, zum Beispiel daheim oder in öffent­lichen Zugangs­punkten („Hotspots“) in Cafés, Hotels oder Flughäfen. Der ältere Stan­dard 802.11g erlaubt Datenra­ten bis zu 54 Mbit/s, der neuere 802.11n je nach Umsetzung theoretisch bis zu 600 Mbit/s. Außerdem kam mit dem neueren Stan­dard ein zusätzliches Frequenzband hinzu: Während ältere WLan-Geräte nur im Frequenzband um 2,4 GHz funken können, unterstützen viele neuere auch das Band um 5 GHz. Vorteil: Das 5-GHz-Band bietet mehr Kanäle und ist besonders in Städten noch nicht so über­füllt und erlaubt darum einen störungs­ärmeren Betrieb. Dafür müssen aber sowohl der Router als auch das Endgerät 5-GHz-WLan unterstützen. Manche Handys können selbst als WLan-Hotspot dienen und so andere Geräte wie Notebooks oder Tablet-Rechner drahtlos per Mobil­funk mit dem Internet verbinden.

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