08.10.2004

Haarkuren: Zaumzeug für den Pony

Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 16 Haarkuren für trockenes oder strapaziertes Haar, davon 1 Gleichheit.

Einkauf der Prüfmuster im April 2004.

Preise: Anbieterbefragung im Juli 2004.

Abwertung

Waren die Pflegeeigenschaften „befriedigend“, konnte das test-Qualitätsurteil nicht besser lauten.

Pflegeeigenschaften: 60%

Die Pflegeeigenschaften ermittelten wir in einem friseurtechnischen Anwendungstest an 25 Probanden mit stark geschädigtem Haar. Nach Vorkonditionierung der Haare über einen Zeitraum von sechs Tagen mit einem Standardshampoo wurden die Produkte im Halbseitentest benutzt. Anwendung, Anwendungsmenge und Einwirkdauer erfolgten gemäß Anbieterangaben (wenn nicht präzisiert, Einwirkdauer 1 Minute für Produkte zum Ausspülen). Die Friseure beurteilten folgende Kriterien: Entwirren, Kämmbarkeit und Griff des Haares (jeweils nass und trocken) sowie Geschmeidigkeit, Haarvolumen (Fülle), Glanz, antistatischer Effekt, Beschwerung und mögliche Nebenwirkungen. Die statistische Auswertung der Ergebnisse erfolgte durch Varianzanalyse und paarweisen Mittelwertvergleich (LSD-Test).

Ergänzend zum Praxistest erfolgte im Labor die objektive Bestimmung der Kämmbarkeit an definiert geschädigtem Naturhaar. Hierzu wurde der Kämmwiderstand in nassem Zustand mit einer Zugprüfmaschine gemessen. Im Anschluss wurden die geschädigten Haarsträhnen mit der Haarkur behandelt und der Kämmwiderstand erneut bestimmt. Die Untersuchung erfolgte an jeweils fünf Strähnen pro Produkt (zehn Einzelmessungen pro Strähne).

Anwendung: 20%

Fünf Personen beurteilten Verständlichkeit und Ausführlichkeit der Anwendungshinweise und die Zweckmäßigkeit der Verpackung (Öffnen, Entnehmen, Schließen). Die Beurteilung des Aufbringens und der Verteilbarkeit erfolgte während des friseurtechnischen Anwendungstests.

Umwelteigenschaften: 20%

Wir beurteilten die Wasserbelastung unter Berücksichtigung folgender Parameter: Ermittlung der stofflichen Belastung des Wassers durch Bestimmung des chemischen Sauerstoffbedarfs sowie des Stickstoff- und Kohlenstoffgehalts (CSB, TOC, TN), Ermittlung des Abbauverhaltens durch das Verhältnis von chemischem Sauerstoffbedarf und biologischem Sauerstoffbedarf (BSB20) sowie Bestimmung der aquatischen Toxizität im Leuchtbakterien- und Daphnientest. Verpackungsaufwand: Wir bestimmten Art und Menge des Verpackungsmaterials und ermittelten die Menge des Verpackungsmaterials pro 100 ml Inhaltsmenge. Vollständige Entleerbarkeit: Es wurde bestimmt, wie viel Prozent vom Gesamtinhalt unter praktischen Bedingungen maximal entnommen werden können.

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