Glatt, glänzend, gesund – mit einem Haarglätter sollen sich zu Hause die Traumfrisuren von Top-Models stylen lassen. Doch dabei läuft nicht immer alles glatt. test hat 12 Haarglätter ausprobiert und im Labor untersucht. Ergebnis: 7 Geräte fielen durch. Sie schädigen das Haar oder gefährden die Anwender. Immerhin: Zwei Haarglätter überzeugen.
Haarglätter 6/2011
- BaByliss Pro230 Wet and Dry ST27E
- Braun Satin Hair 7 Iontec ES 2 Typ 2546
- Carrera Pure Lavender Keramik-Glätter Art.Nr.8261413
- ghd IV styler
- Grundig Solid Ceramic Hair Styler Straight and Curls HS 4930
- Philips SalonStraight Active Ion HP8310
- Remington S9950 Shine Therapy
- Rossmann / Ideenwelt Haarglätter und -crimper
- Russell Hobbs Slimline Haarglätter Art. Nr. 14767 -56
- Severin HairCare HC 0614
- Technostar HS 1200 SER
- Udo Walz Creativity Bellissima Art. Nr. 1647 / B 1 700
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Zwei Haarglätter überzeugen
Auf dem Laufsteg, dem roten Teppich, im Werbespot – überall schwingen Topmodels und Stars ihr glattes, glänzendes Haar. Das Licht verfängt sich darauf wie auf Seide. Seit Jahren hält der Frisurentrend zum sogenannten Sleek Look (Glanz-Look) an, auch im Alltag. Allein im vergangenen Jahr kauften die Bundesbürger mehr als 1 Million Haarglätter, Tendenz steigend. Die Geräte können widerspenstiges, welliges und sogar lockiges Haar glätten. Die Stiftung Warentest hat 12 Haarglätter getestet: 7 sind mangelhaft. Sie sind unsicher oder schädigen das Haar. Die mit Abstand besten Geräte sind die teuersten: Braun Satin Hair 7 für 63 Euro erzielt ein Sehr Gut, ghd IV styler für stolze 195 Euro ein Gut.
Brandgefährliche Konstruktionen
Sicherheitsmängel dagegen bei den Haarglättern von Grundig und Russell Hobbs: Bei ihnen heizen sich nicht nur die inneren Platten auf, sondern auch die Gehäuse. Ihre Oberfläche wird heißer als 100 Grad. Das ist mehr als erlaubt und reicht, um Kopfhaut, Ohren oder Finger zu verbrennen. Im Test fielen beide Geräte durch. Ebenso diejenigen ohne Abschaltautomatik. Diese kappt die Stromzufuhr, wenn die Haarglätter eine Weile unbenutzt herumliegen. Die Abschaltautomatik soll Brände durch durchgeschmorte Kabel oder glühend heiße Platten verhindern.
Billigheimer glätten am schlechtesten
Die billigsten Haarglätter im Test von Technostar, Rossmann, Severin und Carrera frisieren am schlechtesten. Beim Severin ist das kein Wunder: Die Platten schließen nicht richtig, das Haar fällt teils heraus. Experten halten extrem glatte Keramikplatten für die erste Wahl. Turmalin- und Titaniumbeschichtungen können die Wärme zudem besonders gut verteilen. Dank hochwertiger Keramikplatten gleiten die Testsieger Braun und ghd tatsächlich so widerstandslos durch das Haar wie ein Messer durch die Butter. In nur einem Zug ist selbst krauses Haar gestriegelt. Außerdem hält ausgeklügelte Elektronik die Hitze auf einem Niveau, statt sie stoßweise abzugeben, wie das bei einfachen Heizelemente oft üblich ist. Sehr gut geglättete Haare sind nach acht Stunden noch in Form – es sei denn Regen ruiniert die Frisur vorher.
Bei 230 Grad geht das Haar kaputt
Selbst mit Top-Geräten bleibt das Haarglätten eine brenzlige Angelegenheit. Unter Hitze und Druck werden abstehende Haarschuppen glattgebügelt, die sich dann wie ein Mantel um die inneren Haarfasern legen. Je höher die Temperatur, umso mehr glänzt das Haar. Doch der Schein trügt: Hitze ab 180 Grad schädigt gefärbtes Haar, Hitze ab 200 Grad auch gesundes. Das Haar büßt Glanz und Elastizität ein und wird strohig. Zuhause fällt der Schaden meist erst einige Stylingstunden später auf, im Dauertest schon im Labor. Auf der Höchststufe von 230 Grad griff der Glätter des Marktführers Remington das Haar stark an. Dabei reißt die Schuppenschicht auf, innere Haarfasern können verschmelzen. Die Haare bleiben geschädigt.
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