Bankkunden haben viele Möglichkeiten, den Preis für ihr Girokonto zu verringern. Mit einem Wechsel – zum Beispiel zu einem Onlinekonto – können sie bis zu 100 Euro im Jahr sparen. Nicht immer ist dafür eine neue Bank nötig und auch für Filialkunden gibt es günstige Angebote. Finanztest hat 177 Kontomodelle untersucht und ermittelt, welche Verfahren sicheres Onlinebanking möglich machen – und was sie kosten.
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Weiterhin reichlich kostenlose Konten
Meldungen, die im Herbst 2012 das Aus für kostenlose Girokonten vermeldeten, waren vorschnell. Einen Trend, das Gratiskonto abzuschaffen, zeigt der aktuelle Test von 91 Kreditinstituten nicht. Tatsächlich hat sich die Zahl der kostenlosen Konten im Vergleich zu 2011 kaum verändert. Nur in Einzelfällen gab es Kontoumstellungen. Von einem echten Gratiskonto hat sich im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung einzig die Saalesparkasse verabschiedet: Damit bei ihr das „Online-Konto“ weiterhin kostenlos ist, muss der Kunde nun einen monatlichen Geldeingang von mindestens 1 000 Euro haben.
Onlinekunden können am meisten sparen
Das größte Sparpotenzial haben Kunden, die bereit sind, ihre Bankgeschäfte mit dem Computer zu erledigen. Finanztest hat 25 Konten ohne monatlichen Grundpreis gefunden, bei denen alle Buchungen inklusive sind und auch die Girocard nichts kostet. Weitere Bedingungen gibt es nicht, außer dass das Konto als Gehalts- oder Rentenkonto geführt wird. Onlinekunden werden sowohl bei überregionalen Banken als auch bei Banken vor Ort fündig. Unter den zehn überregionalen Banken mit Gratiskonto ohne Bedingungen sind allein sieben Direktbanken. Wer dagegen in seiner Wohngegend eine Bank sucht, ist bei den PSD Banken richtig. Dort sind meist Online- und Filialkonto kostenlos.
Sparen geht auch ohne Bankwechsel
Bankkunden müssen sich nicht unbedingt eine neue Bank suchen, um zu sparen. Denn viele Banken bieten mehrere Kontomodelle an. Hat der Modellkunde von Finanztest zum Beispiel das Servicekonto bei der MBS in Potsdam, muss er im Jahr 74,90 Euro bezahlen. Wechselt er zur Onlinevariante des ExtraFair-Kontos, spart er gut 60 Euro. Manchmal liegt das Sparpotenzial noch höher – im besten Fall bei rund 100 Euro. Das ist immer dann der Fall, wenn der Kunde ein Konto mit Einzelpreisabrechnung oder ein sogenanntes Servicekonto führt.
Gratiskonten mit Bedingungen
Wer sein Girokonto zu teuer findet, sollte auch auf Gratiskonten schauen, für die Banken Bedingungen stellen, so wie es die Saalesparkasse jetzt tut. Finanztest fand noch 41 weitere solcher Konten. Oft verlangen Banken einen Mindestgeldeingang im Monat, den Kauf eines Genossenschaftsanteils oder mindestens 50 Einkäufe im Jahr, die mit der Girocard bezahlt werden. Andere Banken wollen, dass der Kunde ein Durchschnittsguthaben bei der Bank hat.
Günstige Konten für Filialkunden
Bankkunden, die Vorbehalte gegen Onlinebanking haben oder einen Ansprechpartner vor Ort haben wollen, müssen ihr Konto trotzdem nicht unbedingt teuer bezahlen. Auch für Filialkunden gibt es kostenlose oder zumindest preiswerte Konten. Jahreskosten bis 80 Euro für ein Girokonto bei einer Filialbank sind vertretbar.
Sicheres Banking kostet wenige Cent
Wer den heimischen PC als persönliche Bankfiliale nutzt, kann unter zwei Bedingungen sicheres Onlinebanking machen. Er selbst muss seinen Rechner sicher machen und sich aufmerksam im Internet bewegen. Die Banken müssen für sichere Technik sorgen. Das tun sie fast alle, wie der Test ergab. Die nach heutigem Stand der Technik sicheren und am häufigsten genutzten Verfahren sind ChipTan, FinTS und MobileTan. Im Jahr muss der Finanztest-Modellkunde für sicheres Onlinebanking höchstens 3,70 Euro bezahlen oder einmal einen Tan-Generator für zirka 10 Euro kaufen.
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