20.09.2011

Gewusst wie: Richtig krankmelden

Gewusst wie Special

Eigentlich sollte es kein Problem sein, sich beim Arbeit­geber korrekt krank­zumelden. Aber es kommt immer wieder zu Abmahnungen wegen Fehlern bei der Krankmeldung. Das können Sie vermeiden.

Sie benötigen:

  • Krankmeldung
  • Gegebenenfalls Attest vom Arzt

Schritt 1

Wenn Sie krank sind und nicht arbeiten können, sollten Sie Ihren Arbeit­geber möglichst früh informieren, am besten noch bevor Ihre offizielle Arbeits­zeit beginnt. Warten Sie nicht, bis Sie beim Arzt waren. Wenn es in Ihrem Betrieb Regeln gibt, wie die Krankmeldung zu erfolgen hat, halten Sie sich daran. Solange im Betrieb nichts vorgeschrieben ist, können Sie sich per Fax, per Anruf oder per E-Mail krankmelden. Wichtig ist, dass Sie sich bei der richtigen Stelle krankmelden. Das ist in der Regel die Personal­stelle oder das Büro Ihres Chefs. Wenn Sie nur einen Kollegen informieren, geht es zu Ihren Lasten, wenn dieser vergisst, die Krankmeldung weiterzugeben. Geben Sie bei der Krankmeldung auch an, wie lange Sie nach Ihrer Schät­zung ausfallen werden. Gehen Sie später zum Arzt, und ergibt sich, dass Sie länger krank sein werden, müssen Sie sich noch einmal in der Firma melden.

Schritt 2

Sind Sie länger als drei Kalendertage krank, müssen Sie Ihrem Arbeit­geber spätestens am darauf­folgenden Arbeits­tag ein Attest vom Arzt vorlegen. Erkranken Sie beispiels­weise an einem Dienstag, muss der Kranken­schein spätestens am Freitag beim Arbeit­geber sein. Beachten Sie, dass auch der Sonn­abend, Sonn­tag und die Feiertage mitzählen. Ist ein Freitag Ihr erster Krank­heits­tag, muss schon am Montag der Schein zum Chef. Fällt Ihr vierter Krank­heits­tag auf einen Sonn­abend, müssen Sie den Kranken­schein natürlich erst am darauf­folgenden Montag Ihrem Arbeit­geber vorlegen. Es sei denn, sonn­abends wird in Ihrem Betrieb gearbeitet.

Schritt 3

Der Arbeit­geber kann verlangen, dass Sie schon für den ersten Krank­heits­tag ein ärzt­liches Attest vorlegen. Manchmal steht diese Pflicht sogar im Arbeits­vertrag. Während der Krankheit müssen Sie übrigens nicht zwangs­läufig immer zuhause im Bett bleiben. Solange es Ihren Heilungs­prozess nicht gefährdet, dürfen Sie in der Krank­heits­phase auch zum Beispiel einkaufen oder spazieren gehen.

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Gewusst wie Special

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