Alternative Arzneimittel bis Zahnreinigung: Etwa zwei Drittel der gesetzlichen Kassen im Produktfinder bieten ihren Versicherten neue Extraleistungen. Davon profitieren Versicherte zahlreicher Betriebskrankenkassen, aber auch Ersatzkassen wie die Techniker Krankenkasse, HEK und hkk sowie viele Innungskrankenkassen bieten jetzt mehr. Der Produktfinder zeigt, was Versicherte von ihrer Kasse erwarten können.
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Alternative Heilmethoden
Osteopathie, eine manuelle Therapie, bei der Blockaden im Körper aufgespürt und gelöst werden, bezuschussen immer mehr Kassen im Produktfinder. Sie übernehmen zum Beispiel 80 Prozent der Kosten, begrenzen die Kostenübernahme aber auf sechsmal 60 Euro im Jahr.
Alternative Arzneimittel
Alternative Arzneimittel wie zum Beispiel Globuli in der homöopathischen Behandlung, mussten gesetzlich Versicherte bislang aus der eigenen Tasche zahlen – oder sich in einen speziellen kostenpflichtigen Wahltarif ihrer Kasse einschreiben, an den sie ein Jahr gebunden sind. Jetzt übernehmen einige gesetzliche Kassen im Produktfinder die Kosten für alternative Arzneimittel bis zu einer bestimmten Grenze, meist um die 100 Euro im Jahr. Voraussetzung dafür: Der Arzt muss die Mittel verschreiben und sie müssen apothekenpflichtig sein. Zudem dürfen die alternativen Arzneien auch nicht auf der Negativliste des Gemeinsamen Bundesausschusses stehen.
Zahnreinigung
Auch bislang boten einige Kassen ihren Versicherten die professionelle Zahnreinigung an. Allerdings ging das oft nur bei bestimmten Zahnärzten, zum Beispiel aus dem Verbund dent-net. Jetzt beteiligen sich viele Kassen an den Kosten ohne dass Versicherte dafür den Zahnarzt wechseln müssen. Je nach Kasse gibt es zwischen 15 und 120 Euro im Jahr für die professionelle Zahnreinigung dazu.
Weitere Leistungen
Kostenübernahme für Osteopathie, alternative Arzneimittel und die professionelle Zahnreinigung sind die häufigsten Extras, an denen sich die Kassen neuerdings beteiligen. Darüber hinaus gibt es weitere Leistungen, die aber von Kasse zu Kasse verschieden sind. So beteiligen sich einige gesetzliche Kassen auch über das gesetzlich vorgeschriebene Maß an den Kosten für künstliche Befruchtungen oder haben Extraleistungen für Schwangere. Drei Kassen beteiligen sich auch anteilig an den Kosten für Brillen und Kontaktlinsen.
Versorgungsstrukturgesetz
Möglich sind die neuen Extraleistungen durch das Anfang 2012 in Kraft getretene Versorgungsstrukturgesetz. Doch auch schon vorher gab es zahlreiche Extras von den Kassen, die Finanztest monatlich aktualisiert im Produktfinder abbildet. Dazu zählen zum Beispiel Zusatzleistungen bei der Haushaltshilfe oder der häuslichen Krankenpflege. Schon länger bieten zahlreiche Kassen ihren Versicherten zudem die homöopathische Behandlung – sogar auf Chipkarte – an. Einige Kassen haben aber auch erst das Versorgungsstrukturgesetz zum Anlass genommen, diese „älteren“ Extras anzubieten.
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