21.03.2006

Gas: Wechseln bringt wenig

Gas Meldung
Lange Leitung. Gas bleibt teuer. Der Wettbe­werb klappt vorerst noch nicht.

Viele Haushalte sollen ab 1. April 2006 ihren Gaslieferanten wechseln können. Große regionale Gasversorger, darunter alle Unternehmen von Eon, die RWE Westfalen-Weser-Ems AG und Spreegas, haben sich gegenüber dem Bundeskartellamt verpflichtet, ihre Kunden zu anderen Anbietern ziehen zu lassen. Sie können mit einem neuen Gaslieferanten einen Vertrag schließen, der das Gas wiederum vom etablierten örtlichen Versorger abnimmt.

Für die Verbraucher ist das noch kein Grund zur Euphorie. Denn diese Variante ist eine Zwischenlösung und verspricht noch keine niedrigeren Gaspreise. Darauf können die Kunden erst hoffen, wenn – wie geplant – zum 1. Oktober 2006 ein System in Kraft tritt, das Gasversorgern wie beim Strom die Durchleitung von örtlicher Firma zum Endkunden ermöglicht. Die besseren Wechselmöglichkeiten sollen dann mehr Wettbewerb und damit sinkende Preise bringen.

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