Fotodienste: Gut entwickelt

Fotodienste Test

26.08.2010

Der Sommerurlaub ist vorbei, die Fotos sind von der Digitalkamera auf die Festplatte gebracht, und die schönsten Bilder sollen jetzt auch als Papierabzug glänzen. test hat zwölf Anbieter von digitalen Fotodiensten getestet. Die besten Bilder gibts bei Aldi und Foto Quelle.

Fotodienste
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Bestellung übers Internet

Im Test waren Lebensmitteldiscounter, Drogerieketten, Elektromärkte und reine Onlinefotodienste. Übers Internet haben die Testpersonen bei jedem Anbieter mehrere Premiumabzüge im 10er-Format und Poster im 40er-Format bestellt und nachhause liefern lassen. Die Experten beurteilten Bestellvorgang, Angebotsumfang und natürlich die Bildqualität – aber auch wie die Anbieter mit Nutzerdaten umgehen und wie ihre Websites gestaltet sind.

Aldi und Quelle vorn, Foto.com hinten

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Ergebnisse

Die besten Bilder, zeigte sich, gibt es bei Aldi und Foto Quelle. Beide liefern sowohl bei 10er-Abzügen als auch bei Postern gute Bildqualität. Aldi gehört zugleich zu den preisgünstigsten Anbietern im Test: 50 Fotos kosten hier inklusive Nebenkosten 6,49 Euro, drei Poster knapp 17 Euro. Auch dm, Saturn und Schlecker liefern sowohl Fotos als auch Poster in noch guter Qualität, die Fotos sind aber teurer als bei Aldi und Foto Quelle. Lidl, insgesamt ebenfalls gut und günstig, schwächelt bei der Posterqualität. Bei allen sechs Anbietern lief die Bestellung weitgehend problemlos. Am schlechtesten schneidet Foto.com ab. Die Bildqualität ist mittelmäßig bis ausreichend, die Website ist insgesamt mangelhaft. Auch die anderen reinen Onlinedienste Kodak Gallery, Pixum und Snapfish konnten nicht überzeugen.

Bildqualität verbessert

Insgesamt ist die Qualität im Vergleich zum Test 2005 deutlich besser geworden. War vor fünf Jahren noch jedes dritte Foto mangelhaft, haben die Gutachter diesmal nur selten so schlechte Bilder gesehen. Auch schwankte die Qualität innerhalb eines Anbieters nicht mehr so stark wie früher. Allerdings schafft es kein Fotodienst, alle Arten von Motiven in der gleichen Qualität zu entwickeln – hier zeigen sich die Nachteile der automatisierten digitalen Entwicklungs- und Druckverfahren. Auch die automatisierte Bildoptimierung klappt mal besser und mal schlechter.

Hochladen und Bestellen reibungslos

Die Bilder hochzuladen und zu bestellen, klappte fast immer reibungslos, ebenso die Lieferung. Der Upload von 10 Megabyte Bilddaten dauerte mit einer schnellen DSL-Verbindung im Schnitt etwa anderthalb Minuten. Die mittlere Lieferzeit für 10er-Abzüge lag bei etwa zwei Tagen, für Poster bei drei. Einzig der Angebotsumfang lässt manchmal zu wünschen übrig: Nicht überall können Kunden zwischen Hochglanz und Matt sowie verschiedenen Papier- oder Entwicklungsqualitäten wählen.

Umgang mit Nutzerdaten: Licht und Schatten

Infos zur Reklamation finden Kunden oft nur im Kleingedruckten und dann meist so verklausuliert, dass sie unverständlich bleiben. Genaue Zahlungs- und Lieferbedingungen gibt es meist erst beim Bestellen. Licht und Schatten beim Umgang mit Nutzerdaten: Kaum ein Anbieter will vom Kunden mehr wissen, als er für den Auftrag unbedingt wissen muss. Alle verschlüsseln Adress- und Kontodaten. Doch ob und wann er die Daten später löscht, bleibt oft unklar. Ebenso, ob er sie an Dritte weitergibt. Und fast nie erfährt der Kunde etwas über den Ort der Datenspeicherung. Statt konkreter Infos gibt es viel wohlformuliertes Blabla – hier gabs in den letzten Jahren keine Verbesserung.

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