23.04.2013

Fernseher: 515 TV-Geräte im Test

Glossar

Was ist ein Analogtuner? Was passiert beim „Upscaling“? Und wofür steht HDMI? Das folgende Glossar gibt Antwort.

0

100-Hertz-Technik. Bild­wieder­holfrequenz, hier 100 Mal pro Sekunde. Mindert Kantenflimmern und Wisch­effekte.

1080i/1080p/720p. Varianten von HDTV mit 1080/720 Zeilen mit Voll- (progressive=p) oder Halb­bildern (interlaced=i).

16:9/4:3. Das Verhältnis von Bild­schirm­breite zur Höhe. Immer mehr Fernsehsendungen werden im Breit­bild (16:9) ausgestrahlt. Auf Fernsehern mit dem klassischen Bild­format 4:3 bleiben dann schwarze Balken am oberen und unteren Rand.

24p. Analoge Kino­filme werden mit einer Bild­frequenz von 24 fps (frames per second) produziert. Fernseher und DVD-Spieler strahlen jedoch mit einer anderen Bild­wieder­holrate aus. Daher kommt es zu ruckelnden Bildern. Fernseher, die mit 24p werben, behaupten das Ruckeln verhindern zu können. Im Test war das nicht immer der Fall.

A

Aktive Antenne. Antenne mit einge­bautem Verstärker.

Analogtuner. Empfangs­teil für das klassische Stan­dard-Fernsehen. Meist nur noch über Kabel zu empfangen.

Auflösung. Bei Fernsehgeräten die Anzahl der Bild­punkte in Breite x Höhe (wie 1366 x 768).

B

Betrachtungs­winkel. Umso größer, je weniger der Kontrast beim Blick von der Seite im Vergleich zum frontalen Blick auf das Fernsehgerät abfällt.

Bewegungs­unschärfe. Verwischen beziehungs­weise ausfransende Kanten des bewegten Objektes im Bild.

Blu-ray-DVD. Nach­folger der DVD mit mehr Speicher­platz. Ermöglicht hoch­auflösendes Filmegu­cken. Voraus­setzungen: HD-fähiger Fernseher sowie Blu-ray-Spieler.

C

CI. Common Inter­face, Schnitt­stelle für Smartcards zum Empfang verschlüsselter Fernsehsendungen. Der Nach­folge­stan­dard CI Plus (CI+) ist umstritten. Sender können damit die Nutzung ihrer Inhalte weit­gehend kontrollieren - auch das Mitschneiden je nach Sendung erlauben oder verbieten.

Component Video. Getrennte Signal­über­tragung für Farb- sowie Helligkeitsin­for­ma­tionen (RGB, YCrCb, YUV): Für hoch­wertige Bild­signale besser als Composite Video.

Composite Video. Farb- und Helligkeits­signale werden auf einer Leitung über­tragen. Die Qualität ist schlechter als via S-Video, Component oder RGB.

D

Digital Audio. Für die Über­tragung von digitalen Tonsignalen (S-P/DIF – optisch oder elektrisch für Mehr­kanalsound).

Dolby Digital 5.1. Verfahren zur Speicherung und Über­tragung von 5.1-Kanaltonspuren. Erzeugt Raum­klang. Stan­dard auf DVD, oft auch bei HDTV.

DTS. Digital Theater Sound. Digitales, mehr­kanaliges Audioformat in Konkurrenz zu Dolby 5.1.

DVB. Digital Video Broad­casting: Über­tragung digi­taler Fernseh­signale. Im Kabel (DVB-C), über Antenne (DVB-T) und über Satellit (DVB-S) angewendet. Es lassen sich mehr Programme über­tragen. Es ist jedoch eine Empfangs­box (Settop-Box) oder ein in den Fernseher einge­bautes Empfangs­teil (Tuner) erforderlich.

DVI. Digital Video Inter­face. Schnitt­stelle zur Über­tragung digi­taler Video­daten (ähnlich HDMI, nur ohne Tonsignal). Wird bei Computermonitoren genutzt.

E

Einbrennen. Effekt, bei dem nach Programm­wechsel oder Ausschalten statische Elemente wie ein Senderlogo als Schatten­bild sicht­bar sind. Abhilfe: In den ersten Wochen Stand­bilder meiden.

EPG. Electronic Program Guide. Elektronische Programm­zeit­schrift. Gewissermaßen Bedien­eroberfläche, Helfer beim Programmieren von Aufnahmen sowie Programm­zeit­schrift in einem.

F

FBAS. Farb-Bild-Austast-Synchron-Signal. Siehe Composite Video.

Flüssig­kristall­anzeige. Siehe LCD.

Full HD. Die derzeit höchste Auflösung des Hoch­zeilen­fernsehens HDTV mit 1 920 mal 1 080 Pixeln.

H

HD-DVD. Wie Blu-ray-DVD ein Nach­folger der DVD mit mehr Speicher­platz. Auslaufmodell.

HDCP. High Bandwidth Digital Content Protection. Kopier­schutz bei HDTV. Geräte ohne HDCP zeigen bei hoch­aufgelösten verschlüsselten Signalen kein Bild.

HDMI. High Definition Multimedia Inter­face. Schnitt­stelle zur Über­tragung digi­taler Audio- und Video­signale.

HD ready. Geräte mit diesem Kenn­zeichen müssen mindestens 720 Zeilen Auflösung, eine digitale Video­schnitt­stelle (HDMI oder DVI) sowie den Kopier­schutz HDCP haben.

HDTV. High Definition Television. Hoch­auflösendes Fernsehen. Auch „Hoch­zeilen­fernsehen“ genannt. Über­trägt mehr Zeilen als das herkömm­liche Pal-Fernsehen.

Hintergrund­beleuchtung. Baugruppe in LCD-Fernsehern. Spezielle Leucht­stoff­lampen oder LEDs erzeugen Licht, dass von den Flüssig­kristallen durch­gelassen (heller Bild­punkt) oder gesperrt (dunkler Bild­punkt) wird.

I

Interlaced. Das „i“ zum Beispiel bei 1 080i. Bedeutet die Über­tragung von Halb­bildern, kritisch bei Bewegungen wie bei Sport­sendungen, aber detailreich.

IPS. Bild­schirm­technologie von LCD-Geräten, die besonders hohe Betrachtungs­winkel ermöglichen und Bewegungs­unschärfen mindern können.

K

Komponenten­signal. Siehe auch Component Video.

Kontrast. Verhältnis der Helligkeit dunkler und heller Bereiche. Bilder mit hohem Kontrast wirken brillanter.

L

LCD. Liquid Crystal Display. Flüssig­kristall­anzeige. Ein System aus Glasplatten, zwischen denen sich eine Schicht flüssiger Kristalle befindet. Diese lassen entsprechend der Ansteuerung viel oder wenig Licht durch.

M

Multimedia. Wörtlich: Viele Medien. Der Begriff kenn­zeichnet, dass mehrere Medien wie Sprache, Musik, Bewegt­bild, Grafik oder Text gleich­zeitig verwendet werden „multimediale Darstellung“.

O

OSD. On-Screen-Display. Bild­schirmmenü, über das Video­geräte einge­richtet und gesteuert werden.

P

Pal. Phase Alternation Line. Etwa: Phasen­wechsel nach jeder Zeile. In Europa gebräuchliches Stan­dard-Fernseh­system (außer in Frank­reich). Über­trägt 50 Halb­bilder à 625 Zeilen (576 mit Bild­information) je Sekunde.

Pixel. Kunst­wort aus den eng­lischen Begrif­fen Picture und Element. Kleinstes Element eines digitalen Bildes.

Pixels­hift. Verfahren, bei dem die Gefahr des Einbrennens dadurch gemindert wird, dass das ange­zeigte Bild permanent leicht verschoben wird. Dieses „Zittern“ im Pixel­bereich ist bei normalem Sehabstand unauffäl­lig.

Plasma. Bild­schirm­technologie mit winzigen, selbst­leuchtenden Gasentladungs­zellen. Im Vergleich zu älteren LCD-Geräten besonders großer Betrachtungs­winkel und sehr geringe Wisch­effekte bei Bewegt­bildern. Strom­verbrauch jedoch deutlich höher.

Progressive. Das „p“ am Bild­format beispiels­weise bei 720p. Meint die Über­tragung von Voll­bildern und sorgt für ruhigeres Bild bei Sport und Action. Trotz etwa vergleich­barer Daten­menge nicht so detailreich wie 1 080i.

R

RGB. Rot, Grün, Blau. Analoge Bild­signale werden getrennt. Das kann zu besserer Bild­qualität führen. Benötigt voll beschaltete Scart-Kabel und -Buchsen.

S

Scart. (Syndicat des Constructeurs d'Appareils Radio­récepteurs et Téléviseurs): Analoger Anschluss für Audio- und Video­signale in Pal-Auflösung.

SDTV. (Stan­dard Definition): Fernsehen in Stan­dard­qualität, also mit 576 sicht­baren Bild­zeilen (analog oder digital).

Sehabstand. Faust­regel: Der Abstand entspricht sechs­facher Bild­höhe. HDTV kann aus kurzem Abstand (zwei- bis dreifache Bild­höhe) genossen werden.

Settop-Box. „Oben-drauf-Box“ - Zusatz­gerät zum Empfang digi­taler Programme. Sie kann allen Fernsehgeräten vorgeschaltet werden. Synonym für DVB-C-, DVB-S- oder DVB-T-Box.

Smartcard. Plastikkarte mit integriertem Chip. Über sie werden verschlüsselte Programme frei­geschaltet.

S/P-DIF. Digi­taler Audio­ausgang. Gut für hoch­wertigen Mehr­kanalsound. Cinch-Anschluss (elektrisch) oder optischer Ausgang an vielen Geräten.

SRS. Sound Retrieval System. Simuliert Raum­klang mit zwei Laut­sprechern.

S-Video. Separate Video. Auch Y/C. Video­signal, bei dem Helligkeits- und Farb­informationen getrennt über­tra­gen werden. Besser als FBAS.

U

Upscaling. Hoch­rechnen, „Aufpolieren“ nied­rig aufgelöster Bild­signale auf höhere Auflösung.

USB. Universal serial bus. Schnitt­stelle für den Anschluss von Zusatz­geräten wie zum Beispiel Digitalkameras.

V

VGA. Video Graphics Array. Ein analoger Video­anschluss, vor allem für Computer.

VESA. Video Electronics Stan­dards Association. Normungs­organisation. VESA-konforme Befestigungs­punkte erlauben den Einsatz kostengüns­tiger Wandhalterungen von Fremdanbietern.

Y

Y/C. Auch S-Video „Separate Video“. Signal, bei dem Helligkeits- und Farb­informationen getrennt über­tragen werden. Liefert bessere Bilder als FBAS, ist aber schlechter als Component Video/YCbCr.

YUV. Video­anschluss, bei dem ein Signal für die Helligkeit, sowie zwei Farb­signale über­tragen werden. Fast so gut wie RGB.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: So testet die Stiftung Warentest

Jetzt freischalten

Test Fernseher 23.04.2013
5,00 €
Zugriff auf Testergebnisse für 515 Produkte (inkl. PDF).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben
  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen.
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen.
  • Diesen Artikel per Handy kaufen.
  • Spar-Guthaben
  • Gutschein einlösen
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 10 Prozent ihres Etats als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (147)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice