23.04.2013

Fernseher: 515 TV-Geräte im Test

So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Fernseher in fünf Disziplinen: Bild­qualität, Ton, Hand­habung, Vielseitig­keit sowie Umwelt­eigenschaften. Die Noten in den Disziplinen werden Gruppen­urteile genannt. Aus den fünf Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Fernseher im Test

Fernseher testet die Stiftung Warentest gemein­sam mit Verbraucher­organisationen aus Belgien, Frank­reich, Italien, Spanien, Portugal, den Nieder­landen sowie einigen skandinavischen Ländern. Die Geräte werden anonym im Handel einge­kauft. Weder Presse­muster noch Prototypen kommen in den Test.

Preise

Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de. Der Stand des Online­preises wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Die Abwertungen wirken gleitend: Über­schreiten die auslösenden Urteile die Abwertungs­schwelle nur gering­fügig, wirkt die Abwertung kaum. Über­schreiten sie die Schwelle deutlich, wirkt die Abwertung umso stärker. Es gilt: Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker die jeweilige Abwertung. Die Stiftung Warentest wendet bei Fernsehern folgende Abwertungen an:

  • Bild: Liefert der Fernseher über einen einge­bauten Tuner (DVB-T oder DVB-S) bei Stan­dard­auflösung (SD) ausreichende Bilder, so werten wir das Bild ab. Zeigt der Fernseher mangelhafte Bilder bei schnellen Bewegungen (Bewegt­bild­darstellung), werten wir das Bild ebenfalls ab.
  • Ton: Ist der Ton schlechter als befriedigend (3,0), werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Hand­habung: Bei ausreichenden oder mangelhaften Gebrauchs­anleitungen und Hilfen werten wir die Hand­habung ab.
  • Umwelt­eigenschaften: Lautet das Urteil für die problematischen Flamm­schutz­mittel ausreichend, werten wir die Umwelt­eigenschaften ab.

Bild: 40 %

Vor den Sehtests optimieren die Tester die Bild­einstel­lungen für den jeweiligen Signalweg. An hohe Auflösung (HD) legen sie strengere Bewertungs­maßstäbe als an Stan­dard­auflösung.

  • Stan­dard­auflösung (SD): Fünf Experten bewerten bei gedimmtem Licht die Bild­qualität verschiede­ner Bewegt­szenen. Sie sehen sich Spielfilme, Studio- und Außen­aufnahmen über den Antennen-Empfänger (DVB-T) an. Diese Ergeb­nisse gelten auch für den digitalen Kabel­empfang (DVB-C). Hintergrund: Viele Hersteller bauen Kombi­empfänger für DVB-T und -C ein. Diese verarbeiten sowohl Antennen- als auch Kabel­signale. In früheren Tests führten getrennte Sehtests für Antenne und Kabel stets zu ähnlichen Ergeb­nissen. Zwei Experten bewerten zudem die Bild­qualität über den Satelliten­empfänger (DVB-S).
  • Hohe Auflösung (HD): Über die HDMI-Schnitt­stelle führen fünf Experten Sehtests in HDTV durch – sowohl mit Stan­dard­einstel­lungen („Home Mode“) als auch mit optimierten Einstel­lungen. Zwei Experten bewerten die Bild­qualität über Satellit (DVB-S). Außerdem bewerten sie die Bild­qualität mit hoch­aufgelösten Signalen über Antenne. Zwar über­tragen Antennen hier­zulande kein HDTV. Doch die Ergeb­nisse gelten analog für hoch­aufgelöstes Fernsehen im Kabel.
  • Bewegt­bild­darstellung: Ein Experte prüft die Flüssig­keit der Bewegungen im Bild und das Auftreten von Arte­fakten (Klötz­chen), zum Beispiel bei schnellen Szenen oder Kamera­schwenks.
  • 3D: Bei 3D-fähigen Geräten bewerten fünf Experten den Tiefen­eindruck. Außerdem prüfen sie, inwieweit Störungen wie Schatten­bilder sowie durch Kopf­bewegungen auftreten.
  • Fotos: Die Wieder­gabequalität von Fotos prüfen sie über USB-Anschluss oder Kartenleser.
  • Betrachtungs­winkel: Wir beur­teilen Veränderungen von Kontrast und Farbe beim Blick von der Seite.
  • Schließ­lich bewerten wir die Eignung für helle Umge­bung. Ist das Bild hell genug? Wie stark reflektiert es?

Ton: 20 %

Drei Experten beur­teilen in Hörtests den Klang bei Spiel- und Fernsehfilmen, Musik und Sprache.
Wir messen die maximale Laut­stärke, bei der noch keine störende Verzerrung auftritt.

Hand­habung: 20 %

  • Mindestens zwei Experten unter­suchen Gebrauchs­anleitung und im Gerät integrierte Hilfen sowie mitgelieferte Anleitungen, die ohne ein weiteres Gerät genutzt werden können. Sie achten unter anderem auf Lesbarkeit, Voll­ständig­keit und Verständlich­keit.
  • Für den Prüf­punkt Installation und Anschlüsse beur­teilen sie zum Beispiel die Möglich­keiten, Sender auf bestimmte Kanäle fest­zulegen und Bild­einstel­lungen zu ändern. Außerdem erfassen sie die Lage und Beschriftung der Buchsen.
  • In den täglichen Gebrauch fließen unter anderem Urteile über Laut­stärke­regelung, Programm­einstellung – auch über Programm­liste – sowie Umschalt- und Einschalt­verhalten. Die Tester bewerten die Benutzerführung im Bild­schirmmenü, die Hand­habung der elektronischen Programm­zeit­schrift (EPG) sowie die Benutzerführung und Möglich­keiten bei Verwendung von USB oder Kartenlesern. Wie gut lassen sich die Fernseher ins PC-Heimnetz­werk einbinden und wie komfortabel können sie das Internet nutzen?
  • Bei den Fernbedienungen achten die Tester auf Hand­lich­keit, Tastengröße und Layout. Für den Fall, dass die Fernbedienung ausfällt, beur­teilen sie auch die Bedienung am Gerät.
  • Außerdem bewerten sie dem Gerät zur Verfügung stehende Aufnahme­funk­tionen (zum Beispiel über USB oder auf eine einge­baute Fest­platte).

Vielseitig­keit: 10 %

Wir erfassen unter anderem Art, Vielfalt und Nutzen der einge­bauten Empfänger, Anschlüsse, Einstell­möglich­keiten und Zusatz­funk­tionen wie 3D, Netz­werk­tauglich­keit und Internetnut­zung.

Umwelt­eigenschaften: 10 %

Wir messen die Leistungs­aufnahme und bewerten den Strom­verbrauch im Betrieb – bei optimierten Einstel­lungen für den Sehtest (HDTV via HDMI) sowie im Standby. Außerdem unter­suchen wir das Gehäuse auf problematische Flamm­schutz­mittel.

Vor Juli 2012

Größere Bild­schirme, geringerer Strom­verbrauch, neue Funk­tionen: Fernseher haben in den vergangenen Jahren immer wieder zugelegt. Die Anbieter feilen laufend an den Geräten. Die Tests wachsen mit. Die Stiftung Warentest passt ihre Anforderungen regel­mäßig an. Lesen Sie hier, wie die Tests vor Juli 2012 abliefen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: So kommt HDTV ins Haus

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