So testet die Stiftung Warentest
Die Stiftung Warentest bewertet Fernseher in fünf Disziplinen: Bildqualität, Ton, Handhabung, Vielseitigkeit sowie Umwelteigenschaften. Die Noten in den Disziplinen werden Gruppenurteile genannt. Aus den fünf Gruppenurteilen ergibt sich das test-Qualitätsurteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.
Testergebnisse für Fernseher
Fernseher im Test
Fernseher testet die Stiftung Warentest gemeinsam mit Verbraucherorganisationen aus Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, den Niederlanden sowie einigen skandinavischen Ländern. Die Geräte werden anonym im Handel eingekauft. Weder Pressemuster noch Prototypen kommen in den Test.
Preise
Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versandkosten. Die Preise ermittelt der Onlinedienst idealo.de. Der Stand des Onlinepreises wird für jedes Produkt angezeigt.
Abwertungen
Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitätsurteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die rein rechnerische Bewertung den Mangel nicht deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Sternchen *) gekennzeichnet. Die Abwertungen wirken gleitend: Überschreiten die auslösenden Urteile die Abwertungsschwelle nur geringfügig, wirkt die Abwertung kaum. Überschreiten sie die Schwelle deutlich, wirkt die Abwertung umso stärker. Es gilt: Je schlechter das auslösende Urteil, desto stärker die jeweilige Abwertung. Die Stiftung Warentest wendet bei Fernsehern folgende Abwertungen an:
- Bild: Liefert der Fernseher über einen eingebauten Tuner (DVB-T oder DVB-S) bei Standardauflösung (SD) ausreichende Bilder, so werten wir das Bild ab. Zeigt der Fernseher mangelhafte Bilder bei schnellen Bewegungen (Bewegtbilddarstellung), werten wir das Bild ebenfalls ab.
- Ton: Ist der Ton schlechter als befriedigend (3,0), werten wir das test-Qualitätsurteil ab.
- Handhabung: Bei ausreichenden oder mangelhaften Gebrauchsanleitungen und Hilfen werten wir die Handhabung ab.
- Umwelteigenschaften: Lautet das Urteil für die problematischen Flammschutzmittel ausreichend, werten wir die Umwelteigenschaften ab.
Bild: 40 %
Vor den Sehtests optimieren die Tester die Bildeinstellungen für den jeweiligen Signalweg. An hohe Auflösung (HD) legen sie strengere Bewertungsmaßstäbe als an Standardauflösung.
- Standardauflösung (SD): Fünf Experten bewerten bei gedimmtem Licht die Bildqualität verschiedener Bewegtszenen. Sie sehen sich Spielfilme, Studio- und Außenaufnahmen über den Antennen-Empfänger (DVB-T) an. Diese Ergebnisse gelten auch für den digitalen Kabelempfang (DVB-C). Hintergrund: Viele Hersteller bauen Kombiempfänger für DVB-T und -C ein. Diese verarbeiten sowohl Antennen- als auch Kabelsignale. In früheren Tests führten getrennte Sehtests für Antenne und Kabel stets zu ähnlichen Ergebnissen. Zwei Experten bewerten zudem die Bildqualität über den Satellitenempfänger (DVB-S).
- Hohe Auflösung (HD): Über die HDMI-Schnittstelle führen fünf Experten Sehtests in HDTV durch – sowohl mit Standardeinstellungen („Home Mode“) als auch mit optimierten Einstellungen. Zwei Experten bewerten die Bildqualität über Satellit (DVB-S). Außerdem bewerten sie die Bildqualität mit hochaufgelösten Signalen über Antenne. Zwar übertragen Antennen hierzulande kein HDTV. Doch die Ergebnisse gelten analog für hochaufgelöstes Fernsehen im Kabel.
- Bewegtbilddarstellung: Ein Experte prüft die Flüssigkeit der Bewegungen im Bild und das Auftreten von Artefakten (Klötzchen), zum Beispiel bei schnellen Szenen oder Kameraschwenks.
- 3D: Bei 3D-fähigen Geräten bewerten fünf Experten den Tiefeneindruck. Außerdem prüfen sie, inwieweit Störungen wie Schattenbilder sowie durch Kopfbewegungen auftreten.
- Fotos: Die Wiedergabequalität von Fotos prüfen sie über USB-Anschluss oder Kartenleser.
- Betrachtungswinkel: Wir beurteilen Veränderungen von Kontrast und Farbe beim Blick von der Seite.
- Schließlich bewerten wir die Eignung für helle Umgebung. Ist das Bild hell genug? Wie stark reflektiert es?
Ton: 20 %
Drei Experten beurteilen in Hörtests den Klang bei Spiel- und Fernsehfilmen, Musik und Sprache.
Wir messen die maximale Lautstärke, bei der noch keine störende Verzerrung auftritt.
Handhabung: 20 %
- Mindestens zwei Experten untersuchen Gebrauchsanleitung und im Gerät integrierte Hilfen sowie mitgelieferte Anleitungen, die ohne ein weiteres Gerät genutzt werden können. Sie achten unter anderem auf Lesbarkeit, Vollständigkeit und Verständlichkeit.
- Für den Prüfpunkt Installation und Anschlüsse beurteilen sie zum Beispiel die Möglichkeiten, Sender auf bestimmte Kanäle festzulegen und Bildeinstellungen zu ändern. Außerdem erfassen sie die Lage und Beschriftung der Buchsen.
- In den täglichen Gebrauch fließen unter anderem Urteile über Lautstärkeregelung, Programmeinstellung – auch über Programmliste – sowie Umschalt- und Einschaltverhalten. Die Tester bewerten die Benutzerführung im Bildschirmmenü, die Handhabung der elektronischen Programmzeitschrift (EPG) sowie die Benutzerführung und Möglichkeiten bei Verwendung von USB oder Kartenlesern. Wie gut lassen sich die Fernseher ins PC-Heimnetzwerk einbinden und wie komfortabel können sie das Internet nutzen?
- Bei den Fernbedienungen achten die Tester auf Handlichkeit, Tastengröße und Layout. Für den Fall, dass die Fernbedienung ausfällt, beurteilen sie auch die Bedienung am Gerät.
- Außerdem bewerten sie dem Gerät zur Verfügung stehende Aufnahmefunktionen (zum Beispiel über USB oder auf eine eingebaute Festplatte).
Vielseitigkeit: 10 %
Wir erfassen unter anderem Art, Vielfalt und Nutzen der eingebauten Empfänger, Anschlüsse, Einstellmöglichkeiten und Zusatzfunktionen wie 3D, Netzwerktauglichkeit und Internetnutzung.
Umwelteigenschaften: 10 %
Wir messen die Leistungsaufnahme und bewerten den Stromverbrauch im Betrieb – bei optimierten Einstellungen für den Sehtest (HDTV via HDMI) sowie im Standby. Außerdem untersuchen wir das Gehäuse auf problematische Flammschutzmittel.
Vor Juli 2012
Größere Bildschirme, geringerer Stromverbrauch, neue Funktionen: Fernseher haben in den vergangenen Jahren immer wieder zugelegt. Die Anbieter feilen laufend an den Geräten. Die Tests wachsen mit. Die Stiftung Warentest passt ihre Anforderungen regelmäßig an. Lesen Sie hier, wie die Tests vor Juli 2012 abliefen.
Jetzt freischalten
Wie möchten Sie bezahlen?
- kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
- nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
- lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
- ist vollständig anzeigenfrei,
- erhält nur rund 10 Prozent ihres Etats als öffentlichen Zuschuss.
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Kommentare (147)
weitere Kommentare anzeigen