09.07.2010

Ferien­parks: Viel Abwechs­lung für Familien

Ferienparks Test

Sport, Spiel, Spaß: Vor allem Familien finden in Ferien­parks viel Abwechs­lung. Die acht Parks im Test bieten viel Natur, haben große Erlebnis­bäder und sind ganz­jährig geöffnet. Die Stiftung Warentest testete in zwei Durch­gängen: verdeckt von einer Familie und über eine angemeldete Inspektion. Drei Parks schneiden gut ab.

Ferienparks 07/2010

  • Center Parcs Bispinger Heide 
  • Center Parcs Park Hochsauerland 
  • Ferienpark Damp 
  • Ferienpark Salztal Paradies 
  • Ferienpark Weissenhäuser Strand 
  • Roompot Ferienpark Hambachtal 
  • Sunparks Eifel 
  • Sunparks Nordseeküste 

Bei Familien hoch im Kurs

Kurz­urlaub im Ferien­haus mit Wasser­spaß und vielen weiteren Sport- und Spiel­angeboten steht bei Familien nach wie vor hoch im Kurs. Die Gäste kommen meist aus der Umge­bung – mehr als drei Stunden will kaum jemand für einen Aufenthalt von wenigen Tagen fahren. Haupt­zielgruppe von Ferien­parks sind Familien mit Kindern, Oma und Opa "dürfen" oft auch mit.

Center Parcs: Zwei Marken, zwei Konzepte

Die Hälfte der untersuchten Anlagen gehört zu Center Parcs. Der Markt­führer hat vor drei Jahren die belgische Sunparks Gruppe über­nommen. Damit betreibt er derzeit 32 Parks in vier Ländern – 14 Center Parcs und 18 Sunparks. Während bei Center Parcs alle Aktivitäten im Park selbst angeboten werden, hat Sunparks ein offenes Konzept. Das vergleichs­weise schmale Angebot im Park wird durch Sport- und Frei­zeit­aktivitäten von Koope­rations­part­nern aus der Umge­bung ergänzt.

Die besten Anlagen im Test

Mit der besten Bade­land­schaft und einem breit gefächerten Freizeit­angebot erreicht Center Parcs Bispinger Heide den Spitzen­platz, dicht gefolgt von Center Parcs Hoch­sauer­land, der dem Testsieger bei den Unterkünften teil­weise über­legen ist. Mithalten kann lediglich der Ferien­park Weissenhäuser Strand, was haupt­sächlich an seinem vor kurzem aufpolierten Erleb­nisbad und der attraktiven Themenhalle „Dschungel­land“ liegt. Bei den preis­werteren Unterkünften muss der Gast dagegen deutliche Abstriche machen. Bei den fünf befriedigenden Anlagen ragen die Bade­land­schaft des Sunparks Nord­seeküste und die Unterkünfte des Ferien­parks Salztal Paradies positiv heraus. Eher negativ fielen die Unterkünfte in Damp und das geringe Freizeit­angebot im Salztal Paradies auf.

Im Norden am güns­tigsten

Am güns­tigsten ist der Kurz­urlaub in den Ferien­zentren an der Ostsee. In Damp kostet ein Wochen­ende für vier Personen in der einfachsten Unter­kunfts­kategorie ab 118 Euro. Bei Center Parcs, wo ein Wochen­ende immer bis zum Montag reicht, muss die Familie mindestens das Doppelte zahlen. Die Wochen­preise für vier Personen in der komfortabelsten Kategorie beginnen bei 400 Euro (Weissenhäuser Strand). In der Hoch­saison wird es deutlich teurer. Im Center Parcs Bispinger Heide kann der Wochen­preis sogar auf fast das Dreifache anwachsen.

Nicht alle Bade­land­schaften sind Paradiese

Der Badespaß steht bei den getesteten Ferien­parks im Mittel­punkt. Ob Strömungs­kanal, Riesen­rutschen oder Wellen­becken – für Abwechs­lung ist meist gesorgt. Auch wenn die Bezeichnung Bade­paradies oft etwas über­trieben ist, für die Anlage im Center Parcs Bispinger Heide trifft sie zu. Das Aqua Mundo genannte Bad ist konsequent als subtropische Land­schaft inszeniert, in dem zwischen üppigem Grün diverse Wasser­attraktionen locken: Wild­wasser-Bahn, Tunnel­rutschen, Wellen­becken, Lagunen und Grotten, ein beheiztes Außen­becken und vieles mehr. Die Bäder im Ferien­park Damp, Sunparks Eifel und im Ferien­park Hambachtal fallen dagegen merk­lich ab.

Verwirrende Vielfalt bei den Haus­typen

Ferien­park­besucher wohnen in der Regel in Ferien­häusern. Die verschiedenen Komfort- und Größenklassen der Unterkünfte sind oft verwirrend. Beispiel: Gäste im Ferien­park Hambachtal können unter zwölf verschiedenen Unter­kunfts­typen wählen – mit so eingängigen Bezeichnungen wie HA2 oder HA6CC. Nicht besser ist es bei Center Parcs. Die Häuser in der preisgüns­tigen Kategorie waren oft funk­tional und etwas lieblos einge­richtet, mitunter machten sie auch einen erkenn­bar abge­wohnten Eindruck. Bei voller Belegung kann es zudem sehr beengt zugehen. Die Häuser in den höheren Kategorien boten eine bessere Ausstattung, manchmal sogar ein biss­chen Luxus, und schnitten meist besser ab.

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