Wer ohne Helm vom Fahrrad stürzt, riskiert einen Schädelbruch. Ein Fahrradhelm schützt. Er muss eine gute Stoßdämpfung und vernünftige Belüftung bieten. Solche Anforderungen erfüllen nicht alle Helme im Test: Auch mit Helm kann der Aufschlag hier heftiger sein, als die harte Gerade eines Profiboxers. Die Tester werteten deshalb vier Modelle wegen schlechter Dämpfung ab. Viele Fahrradhelme schützen den Kopf aber gut.
Fahrradhelme für Kinder 05/2012 - Kinderhelme
- Abus MountX
- Abus Scraper Kid
- Alpina FB Junior L.E.
- Bell Alibi
- Bell Fraction
- Casco Fun-Generation
- Cratoni C-Air youth
- Cratoni C-Kid
- Decathlon / b'Twin Unscar Jr Rainbow
- Etto Bernina
- Giro Flume
- KED Gekko
- Limar 515
- MET Crackerjack
- Profex Vega Prinzess FZ-008
- Prophete TX-07
- Uvex hero
- Uvex uvision junior
Fahrradhelme für Erwachsene 05/2012 - City / Pedelec Helme
- Abus Aven-U
- Abus Urbanaut
- Alpina City
- Bell Faction
- Bell Muni
- Casco Activ-TC
- Casco E.Motion Cruiser
- Cratoni Evolution
- Etto City Safe
- Giro Surface
- KED Sky Two
- MET Cameleonte Executive
- Nutcase URS - 011S
- Profex City FZ-006
- Uvex Discovery
- Uvex xp 17 city
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Jeder Helm schützt – doch nicht alle schützen gut
Kopf heil, Helm kaputt – Ein Fahrradhelm schützt zwar nicht vor Unfällen, doch kann er die Unfallfolgen deutlich mindern. Die Stiftung Warentest hat 34 Fahrradhelme für Erwachsene, Kinder und Jugendliche geprüft. Wegen schwacher Stoßdämpfung wurde das Qualitätsurteil bei einigen Modellen abgewertet. Zweiter Grund für schlechte Noten: Unzureichende Belüftung. Das trifft jeden zweiten Erwachsenenhelm und vier Kinderhelme. Allerdings gilt: Auch ein schlechter Helm ist besser als gar kein Helm.
Der Kopf kocht in der Sonne
Die schwache Belüftung ist der große Nachteil der getesteten Cityhelme. Für flottes Radeln fehlt die Frischluft am Kopf – ganz gleich, ob man mit einem herkömmlichen Rad oder einem Pedelec unterwegs ist. Wer schwitzt, „gart“ sein Hirn im eigenen Saft. Nur Modelle mit großflächigen Belüftungsöffnungen bewahren vor dem Hitzestau.
„Nur“ Kopfschmerzen – oder eine Gehirnerschütterung
Bei einem Sturz ist die Stoßdämpfung entscheidend. Im Test prallt der mit einem Prüfkopf gefüllte Helm aus etwa 1,5 Metern Höhe jeweils auf einen flachen und einen kantigen Sockel, entsprechend einem Sturz vom Fahrrad. Dabei werden die Beschleunigungswerte im Prüfkopf gemessen. Bei vier Helmen ist die Beschleunigung höher als bei einem Treffer eines Profiboxers, mit dem er den Gegner auf die Bretter schickt. Eine Gehirnerschütterung könnte die Folge sein. Deshalb wurden die Helme KED Sky Two, MET, Camaleonte Executive, Cratoni C-Air youth und Profex Vega Prinzess abgewertet.
Ein Schlag, härter als der eines Boxers
Der Test der Stiftung Warentest fordert die Helme stärker, als es die Norm verlangt. So wurden die durchgefallenen Modelle auch nach Normmaßstäben geprüft. Fallhöhe: knapp 1,1 Meter auf einen kantigen Sockel. Ergebnis: Die Helme MET und Profex fallen auch hier durch. Bei beiden Produkten rät die Stiftung Warentest vom Kauf ab. Wer solch einen Helm besitzt, sollte ihn austauschen. Auch der Helm Cratoni C-Kid ist nicht zu empfehlen. Bei ihm riss das Schloss auseinander. Geprüft wurde, ob der Helm während eines Unfalls vom Kopf gerissen werden kann. Das darf nicht passieren, ist aber beim Cratoni C-Kid geschehen.
Riemenwerk – mit der „heißen Nadel“ gestrickt?
Ob die Riemen den Helm zuverlässig am Kopf fixieren, hängt von der Einstellung der Riemen ab: Der Winkel zwischen vorderem und hinterem Gurtband sollte unmittelbar unter dem Ohr liegen. Nachdem der Helmträger die Gurte korrekt eingestellt hat, sollte sich nichts mehr verstellen. Die meisten Helme fixieren die Gurte mit Klemmen. Doch manche Klemmen kann der Nutzer kaum bewegen. Einige Helme haben gar keine Klemmen. Anbieter wie Bell und Casco machen aus der Not eine Tugend und fixieren die Gurte in einer bestimmten Position. Die Tester vergaben aber keine schlechten Noten für die Gurtgeometrie. Offenbar hat der Hersteller eine günstige Universaleinstellung gefunden. So werden von vornherein falsche Einstellungen vermieden.
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