26.04.2012

Fahr­radhelm: Schutz für coole Köpfe

Fahrradhelm Test

Wer ohne Helm vom Fahr­rad stürzt, riskiert einen Schädel­bruch. Ein Fahr­rad­helm schützt. Er muss eine gute Stoß­dämpfung und vernünftige Belüftung bieten. Solche Anforderungen erfüllen nicht alle Helme im Test: Auch mit Helm kann der Aufschlag hier heftiger sein, als die harte Gerade eines Profi­boxers. Die Tester wer­teten deshalb vier Modelle wegen schlechter Dämpfung ab. Viele Fahr­rad­helme schützen den Kopf aber gut.

Fahrradhelme für Kinder 05/2012 - Kinder­helme

  • Abus MountX
  • Abus Scraper Kid
  • Alpina FB Junior L.E.
  • Bell Alibi
  • Bell Fraction
  • Casco Fun-Generation
  • Cratoni C-Air youth
  • Cratoni C-Kid
  • Decathlon / b'Twin Unscar Jr Rainbow
  • Etto Bernina
  • Giro Flume
  • KED Gekko
  • Limar 515
  • MET Cra­ckerjack
  • Profex Vega Prinzess FZ-008
  • Pro­phete TX-07
  • Uvex hero
  • Uvex uvision junior

Fahrradhelme für Erwachsene 05/2012 - City / Pedelec Helme

  • Abus Aven-U
  • Abus Urbanaut
  • Alpina City
  • Bell Faction
  • Bell Muni
  • Casco Activ-TC
  • Casco E.Motion Cruiser
  • Cratoni Evolution
  • Etto City Safe
  • Giro Surface
  • KED Sky Two
  • MET Cameleonte Exe­cutive
  • Nutcase URS - 011S
  • Profex City FZ-006
  • Uvex Dis­covery
  • Uvex xp 17 city

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Test Fahr­radhelm test 05/2012
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Jeder Helm schützt – doch nicht alle schützen gut

Kopf heil, Helm kaputt – Ein Fahr­radhelm schützt zwar nicht vor Unfällen, doch kann er die Unfall­folgen deutlich mindern. Die Stiftung Warentest hat 34 Fahr­radhelme für Erwachsene, Kinder und Jugend­liche geprüft. Wegen schwacher Stoß­dämpfung wurde das Qualitäts­urteil bei einigen Modellen abge­wertet. Zweiter Grund für schlechte Noten: Unzu­reichende Belüftung. Das trifft jeden zweiten Erwachsenenhelm und vier Kinder­helme. Allerdings gilt: Auch ein schlechter Helm ist besser als gar kein Helm.

Der Kopf kocht in der Sonne

Die schwache Belüftung ist der große Nachteil der getesteten Cityhelme. Für flottes Radeln fehlt die Frisch­luft am Kopf – ganz gleich, ob man mit einem herkömm­lichen Rad oder einem Pedelec unterwegs ist. Wer schwitzt, „gart“ sein Hirn im eigenen Saft. Nur Modelle mit groß­flächigen Belüftungs­öffnungen bewahren vor dem Hitzestau.

„Nur“ Kopf­schmerzen – oder eine Gehirn­erschütterung

Bei einem Sturz ist die Stoß­dämpfung entscheidend. Im Test prallt der mit einem Prüf­kopf gefüllte Helm aus etwa 1,5 Metern Höhe jeweils auf einen flachen und einen kantigen Sockel, entsprechend einem Sturz vom Fahr­rad. Dabei werden die Beschleunigungs­werte im Prüf­kopf gemessen. Bei vier Helmen ist die Beschleunigung höher als bei einem Treffer eines Profiboxers, mit dem er den Gegner auf die Bretter schickt. Eine Gehirn­erschütterung könnte die Folge sein. Deshalb wurden die Helme KED Sky Two, MET, Camaleonte Executive, Cratoni C-Air youth und Profex Vega Prinzess abge­wertet.

Ein Schlag, härter als der eines Boxers

Der Test der Stiftung Warentest fordert die Helme stärker, als es die Norm verlangt. So wurden die durch­gefallenen Modelle auch nach Normmaßstäben geprüft. Fall­höhe: knapp 1,1 Meter auf einen kantigen Sockel. Ergebnis: Die Helme MET und Profex fallen auch hier durch. Bei beiden Produkten rät die Stiftung Warentest vom Kauf ab. Wer solch einen Helm besitzt, sollte ihn austauschen. Auch der Helm Cratoni C-Kid ist nicht zu empfehlen. Bei ihm riss das Schloss auseinander. Geprüft wurde, ob der Helm während eines Unfalls vom Kopf gerissen werden kann. Das darf nicht passieren, ist aber beim Cratoni C-Kid geschehen.

Riemenwerk – mit der „heißen Nadel“ gestrickt?

Ob die Riemen den Helm zuver­lässig am Kopf fixieren, hängt von der Einstellung der Riemen ab: Der Winkel zwischen vorderem und hinterem Gurtband sollte unmittel­bar unter dem Ohr liegen. Nachdem der Helm­träger die Gurte korrekt einge­stellt hat, sollte sich nichts mehr verstellen. Die meisten Helme fixieren die Gurte mit Klemmen. Doch manche Klemmen kann der Nutzer kaum bewegen. Einige Helme haben gar keine Klemmen. Anbieter wie Bell und Casco machen aus der Not eine Tugend und fixieren die Gurte in einer bestimmten Position. Die Tester vergaben aber keine schlechten Noten für die Gurt­geometrie. Offen­bar hat der Hersteller eine güns­tige Universal­einstellung gefunden. So werden von vorn­herein falsche Einstel­lungen vermieden.

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